Weltpokalsieger kommt aus Aurich

Johannes Jungclaussen gewinnt mit dem TSV Pfungstadt das World-Tour-Finale der Faustballer – „Stolz auf mich und die Mannschaft“

Von Ralph Küppers Erstellt: 16. September 2019
Weltpokalsieger kommt aus Aurich Anna Winkler aus Kleinglattbach und Johannes Jungclaussen aus Aurich haben Vaihingen beim World-Tour-Finale vertreten. Fotos: Archiv/Nachreiner

Salzburg/Vaihingen. Für die Faustballer des TV Vaihingen war die Teilnahme am World-Tour-Finale in Salzburg bereits nach zwei Spielen am Freitag beendet (VKZ hat berichtet). Doch zwei Faustballer, die diesen Sport ursprünglich beim TVV gelernt haben, waren auch gestern und vorgestern noch dabei – Anna Winkler aus Kleinglattbach mit dem TSV Calw und Johannes Jungclaussen aus Aurich mit dem TSV Pfungstadt. Er holte sich sogar den Titel und enttrohnte damit das Team aus Novo Hamburgo, das vor einem Jahr beim Finale in Vaihingen die Zuschauer begeistert hatte.

„Ich bin mega happy“, berichtet der Auricher kurz nach dem Titelgewinn gestern Abend. „Der erste Satz im Endspiel war umkämpft, danach war es relativ einseitig.“ Im vierten Spiel bei diesem Turnier – der TV Vaihingen sowie die Tigers Vöcklabruck und Duque de Caxias wurden jeweils mit 3:0 geschlagen – musste sich auch der Deutsche Meister gehörig strecken. „Die anderen Mannschaften waren auch nicht schlecht, aber wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert“, berichtet Jungclaussen. „Und im Finale haben wir auf den Punkt die Topleistung gebracht, die wir gebraucht haben. Ich bin stolz auf mich und die Mannschaft. Es hat viele Nerven gekostet, aber es hat sich alles gelohnt. Der Weltpokal ist der größte Faustball-Titel, den man mit einem Verein gewinnen kann.“

Für Anna Winkler verlief das Wochenende in Salzburg nicht ganz so perfekt. Sie hat die Endspiele nicht live in Salzbrug verfolgt. Leicht angeschlagen zum Turnier gefahren, war die 18-Jährige dieses Mal nicht ganz so heiß. „Im ersten und im dritten Spiel war ich dabei“, berichtet sie. Auftaktgegner Novo Hamburgo war zu schlagen und wurde auch mit 3:0 bezwungen. „Wir waren nicht wahnsinnig überlegen, aber unser Sieg war nicht in Gefahr“, sagt Winkler. „Im zweiten Spiel sind wir gegen Duque de Caxias gekommen – die Brasilianer, die das Ding seit Jahren gewinnen.“ Da hielt Calw zwar im ersten Durchgang gut mit, musste sich aber mit 0:3 geschlagen geben. Und im dritten Spiel traf Winkler mit den Calwerinnen auf die Schweizerinnen aus Jona. „Die hätten wir schlagen können“, sagt die Kleinglattbacherin. „Aber wir waren am Schlag verwundbar. Henriette Schell war nicht dabei, so dass Stephanie Dannecker allein alles machen musste.“ Das nutzten die Schweizerinnen aus, spielten die deutsche Angreiferin gezielt an und nahmen sie damit für den Rückschlag aus dem Spiel. „Die haben das schlau runtergespielt“, sagt Winkler über die zweite Drei-Satz-Niederlage. Auch wenn sie selbst in Salzburg nicht hundertprozentig fit war, freut sie sich riesig, direkt aus der Jugend zur Stammkraft in Calw geworden zu sein.

Und die Vaihinger vom TVV? Sie haben die Chance gerne genutzt, das hochrangige Turnier mit internationalem Flair zu besuchen. „Für uns ist es in erster Linie darum gegangen, Erfahrungen zu sammeln“, sagt ihr Übungsleiter Markus Knodel. „Der Empfang in der Sky Bar im 16. Stock eines Hotels direkt an der Anlage ist anders als man es von einer U-18-DM kennt. Das hier ist schon eine nette Veranstaltung.“ Und selbst nach ihrem frühen Ausscheiden holten sich die Vaihinger Jungs in Salzburg Appetit auf mehr Faustball. Knodel: „Hier kann man schauen, wohin man kommen kann, wenn man entsprechend arbeitet.“

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