Vaihingen löst Ticket zur DM-Endrunde

TVV-Faustballer gewinnen mit 5:1 beim TV Käfertal und sind nicht mehr von einem der ersten drei Plätze in der Südstaffel zu verdrängen

Von Michael Nachreiner Erstellt: 22. Februar 2016
Vaihingen löst Ticket zur DM-Endrunde Kolja Meyer, Marco Lochmahr, Marc Krüger und Tobias Rommel (von links) bejubeln mit den Vaihinger Fans die Qualifikation zur DM-Endrunde in Hamm in Westfalen. Foto: Archiv/Küppers

Die Faustballer des TV Vaihingen haben das Ticket zur DM-Endrunde gelöst. Der 5:1 (11:8, 9:11, 12:10, 11:4, 11:7 und 11:5)-Sieg beim TV Käfertal reichte aus, da zeitgleich auch der TV Schweinfurt-Oberndorf einen Satz gegen den MTV Rosenheim abgab. Damit beenden die Vaihinger die Hauptrunde mindestens auf Platz drei, auch wenn sie in Pfungstadt mit 0:5 verlieren würden.

Käfertal/Vaihingen. Noch gibt es vordergründig einen Dreikampf um die letzten beiden Tickets für die DM-Endrunde in der 1. Faustball-Bundesliga Süd. Denn hinter dem Serienmeister der vergangenen Jahre, dem TSV Pfungstadt, liegen der TV Vaihingen, der TV Schweinfurt-Oberndorf und der FBC Offenburg mit 18:8 Punkten gleichauf, nur durch das Satzverhältnis getrennt. Doch bemüht man den Rechenschieber, dann wird aus dem Dreikampf nur noch ein Duell um einen Platz bei der DM-Endrunde.

Denn der TV Schweinfurt-Oberndorf und der FBC Offenburg treffen am nächsten Wochenende direkt aufeinander. Einer der beiden wird also Punkte liegen lassen. Sind das die Offenburger, sind sie aus dem Rennen nach Hamm in Westfalen raus. Denn ihr Satzverhältnis ist mit aktuell plus neun im Vergleich zur direkten Konkurrenz ziemlich schlecht. Sie kämem selbst bei einem 5:0-Sieg in Schweinfurt-Oberndorf nur auf plus 14. Selbst wenn die Vaihinger in ihrem letzten Hauptrundenspiel beim TSV Pfungstadt eine 0:5-Klatsche kassieren würden, hätten sie immer noch ein Satzverhältnis von plus 19.

TVV beendet Hauptrunde mindestens als Dritter

Damit bleibt nur die Frage, was passiert, wenn Offenburg in Schweinfurt-Oberndorf gewinnt und der TVV sowie der TVO die Hauptrunde punktgleich beenden. In diesem Fall hätten auch die Vaihinger die Nase vor den Franken. Denn die Oberndorfer kommen bei einer Niederlage im Bestenfall – also bei einem 4:5 – auf ein Satzverhältnis von plus 18. „Das ist ein super Gefühl, dass wir es schon einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde geschafft haben und nicht darauf angewiesen sind, gegen Pfungstadt Sätze holen zu müssen“, freut sich TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Und dass die Rosenheimer in Schweinfurt-Oberndorf einen Satz geholt haben, lief auch mal zu unseren Gunsten.“

In Käfertal mussten die Vaihinger aber in den ersten Sätzen sehr kämpfen. „Wir haben uns anfangs schwer getan. Der Hallenboden hat die Bälle extrem schnell gemacht. Dadurch haben wir nicht ganz so präzise abgewehrt wie zuletzt. Dadurch hatten wir Probleme, das Zuspiel sauber aufzubauen. Und das resultierte wiederum darin, dass wir auch nicht so viel Durchschlagskraft aus dem Rückschlag entwickelten“, berichtet Lochmahr.

Neben den Problemen, die damit zusammenhingen, dass sich die Vaihinger an die Halle gewöhnen mussten, schlichen sich auch bei ihnen einige Ungenauigkeiten ein. Lochmahr: „Wir haben uns schwer getan, aus der Angabe rauszukommen. Marc Krüger hat bei weitem nicht so viel Druck aus der Angabe gemacht wie in den vergangenen Spielen. Und auch bei mir lief es im Zuspiel nicht so rund. Vor allem das Schusszuspiel habe ich nicht so sauber gestellt wie zuletzt. Ich hoffe, wir nehmen das alle zum Anlass, noch mal etwas besser und härter bis zur DM-Endrunde zu trainieren.“

Vaihinger profiterien von Fehlern der Käfertaler

Der erste Durchgang ging dennoch mit 11:8 an die Vaihinger. „In diesem Satz haben wir davon profitiert, dass die Käfertaler sehr viele Fehler eingestreut haben. Vor allem hinten raus hat uns das geholfen“, erklärt der TVV-Spielertrainer. Doch schon in Durchgang zwei wendete sich das Blatt. Die Käfertaler minimierten ihre Fehler und holten sich den Satz mit 11:9. Ab dem dritten Durchgang kamen die Vaihinger dann zunehmend besser ins Spiel. Dennoch mussten sie in Abschnitt drei in die Verlängerung, ehe sie sich eine 2:1-Satz-Führung vor der Pause erarbeitet hatten.

„Wir sind vor allem nach der Pause immer besser ins Spiel gekommen. Aber wirklich im Griff hatten wir die Partie nie“, erzählt Lochmahr. „Die Käfertaler produzierten aber auch immer mehr Fehler pro Satz. Und durch den reduzierten Druck der Gastgeber sind wir gleichermaßen einen Tick stärker geworden. Dennoch waren alle Sätze jeweils zu Beginn noch stark umkämpft. Erst jeweils nach 4:4 haben wir eine Serie hingelegt und sind jeweils weggezogen.“ Die Sätze vier, fünf und sechs gingen mit 11:4, 11:7 und 11:5 an die Vaihinger.

TV Vaihingen: Meyer, Krüger, Lochmahr, Wörsinger, Tobias Rommel, Jaro Jungclaussen.

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