TVV in Salzburg zwischen den weltbesten Teams

Vaihinger Faustballer rechnen sich mit ihrer extrem jungen Mannschaft kaum Chancen beim World-Tour-Finale aus

Von Ralph Küppers Erstellt: 12. September 2019
TVV in Salzburg zwischen den weltbesten Teams Beim World-Tour-Finale in Salzburg schlägt Tobias Knodel für den TV Vaihingen. Foto: Nachreiner

Die besten Faustball-Vereinsmannschaften der Welt treffen sich von Freitag bis Sonntag zum World-Tour-Finale in Salzburg. Mit dabei: Der TV Vaihingen. „Aber nur am Freitag“, ist sich TVV-Trainer Markus Knodel beinahe sicher. Denn nach Auftaktgegner TSV Pfungstadt erwartet er auch im zweiten Spiel ein schweres Los.

Vaihingen/Salzburg. Vor fünf Tagen hat sich der TV Vaihingen bei der deutschen Meisterschaft der U-18-Faustballer den Titel erkämpft. Einige der Jugendlichen, ergänzt um wenig ältere Mitspieler, vertreten die Vaihinger Farben jetzt bei der Vereins-Weltmeisterschaft der Faustballer in Salzburg. Neun Mann bietet Trainer Markus Knodel für diesen internationalen Wettbewerb auf. Jacob Jungclaussen, Michael Knodel, Jakob Mahn, Tobias Maurer und Maximilian Zöhrer aus der erfolgreichen U 18, Rückkehrer Jaro Jungclaussen sowie David Fanz, Jakob Kilpper und Tobias Knodel aus den Reihen der Vaihinger Aktiven. Und mit diesem jungen Team geht es gleich im ersten Spiel gegen den TSV Pfungstadt. „Das ist gerade vielleicht die weltbeste Mannschaft“, sagt Markus Knodel. „Ich weiß nicht, wann die Pfungstadter in Deutschland zum letzten Mal ein Spiel verloren haben. Und wir werden sie nicht gerade mit einer A-Jugend-Mannschaft rumlassen.“ In allen Sätzen – gespielt wird grundsätzlich auf drei Gewinnsätze – zu einigen Punkten zu kommen, gibt der Vaihinger Trainer als realistisches Ziel vor.

Das World-Tour-Finale mit seiner internationalen Besetzung ist in dieser Form zum ersten Mal im Frühjahr 2018 vom TV Vaihingen ausgerichtet worden. Damals wie heute haben sich die Vaihinger Faustballer sportlich für die Teilnahme qualifiziert. Allerdings hatten sie für das Turnier in Salzburg schon abgesagt, als im Frühjahr die Mannschaft völlig umgekrempelt wurde. Jetzt springt der TVV mit ein paar Wochen Vorlaufzeit doch wieder ein, weil ein Team aus den USA „aufgrund von finanziellen und personellen Problemen“ absagen musste, wie die International Fistball Association (IFA) mitteilt. Weil das Turnier in Salzburg sogar deutlich näher liegt als manche deutschen Meisterschaften, mussten die Vaihinger auch nicht lange überlegen, ob sie hinfahren. „Wir übernachten in einer Ferienwohnung auf der deutschen Seite und fahren dann die 25 Kilometer zum Turnier“, berichtet Markus Knodel.

Der internationale Wettbewerb habe einen besonderen Reiz, sagt er. „Darum ist es ein bisschen schade, dass wir unser erstes Spiel gegen Pfungstadt haben, gegen das wir zwei Mal im Jahr gespielt haben.“ Doch ab der zweiten Begegnung ändert sich das. Da treffen die Vaihinger – eine Niederlage gegen DM-Seriensieger Pfungstadt vorausgesetzt – auf den Verlierer der Partie zwischen den Tigers Vöcklabruck (Österreich) und CCAA Rosario (Argentinien). „Gegen Vöcklabruck haben wir bei einem Turnier mal recht deutlich verloren“, erinnert sich Markus Knodel. „Das ist eine relativ junge Mannschaft, von der ein Teil auch in der Nationalmannschaft spielt.“ Sind die Österreicher der TVV-Gegner im zweiten Spiel, wäre danach wohl das Turnier beendet – wer zwei Mal verloren hat, ist raus. „Wenn wir gegen Rosario kommen, könnte es sich auszahlen, wenn wir unser Bestes geben“, sagt der Vaihinger Übungsleiter. Doch angesichts der Spielstärke bei dem Weltfinale glaubt er kaum, mit seinem jungen Team zu bestehen. „Aber die Halbfinal- und Endspiele am Samstag und Sonntag schauen wir uns natürlich an.“

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