Nur gegen Hohenklingen reicht’s nicht

Faustballerinnen des TVV finden kein Mittel gegen den Gastgeber, gewinnen aber die übrigen Spiele

Erstellt: 4. Juni 2019
Nur gegen Hohenklingen reicht’s nicht Mit Merle Bremer haben die Vaihinger Faustballerinnen in Hohenklingen zwei Siege geholt. Nur gegen die Gastgeberinnen waren sie machtlos. Noch ist das Saisonziel in Reichweite. Foto: Leitner

Hohenklingen/Vaihingen (rkü). Die Faustballerinnen des TV Vaihingen haben in der Schwabenliga weiterhin die Chance, am Saisonende einen der Aufstiegsplätze zu erreichen. Am Sonntag verloren sie beim Spieltag in Hohenklingen nur gegen den Spitzenreiter, den gastgebenden TV Hohenklingen. Gegen den Dritten aus Böblingen, mit dem sie punktgleich auf Platz vier liegen, und gegen den Siebten aus Niedernhall setzte es jeweils glatte Zwei-Satz-Siege für das kräftig verjüngte Vaihinger Team.

„Die Böblingerinnen mussten personalgeschwächt antreten“, berichtet TVV-Trainer Carsten Reitschuster. „Wir kennen sie gut und wussten, wie wir uns am besten darauf einstellen.“ So kam es den Vaihinger Faustballerinnen entgegen, dass ihnen die Lieblingsschläge der gegnerischen Angreiferin vertraut waren und es bei der Annahme kaum Überraschungen gab. „Außerdem kennen wir die Schwachpunkte ebenso“, ergänzt Reitschuster. Das Spiel auf die Lücken gelang. „Das haben sie sehr konsequent umgesetzt“, lobt der Trainer seine Schützlinge nach dem 11:5 und 11:6-Sieg in der ersten Partie des Spieltags.

Auch gegen Niedernhall hielten sich die Vaihingerinnen schadlos. „Sie haben in den ersten zwei Spielen dadurch geglänzt, dass sie kaum Fehler gemacht, aber aus Rückschlag und Angabe oft gepunktet haben“, fasst Reitschuster zusammen. Auch wenn es gegen den Tabellensiebten nicht ganz so einfach aussah wie zuvor gegen den ersatzgeschwächten Dritten. Der erste Durchgang ging mit 11:7 an Vaihingen. „Im zweiten hatten wir eher Probleme“, berichtet der Trainer. Das betraf vor allem den Spielaufbau. „Da ist Wind aufgekommen. Und gegen den Wind war es etwas schwieriger, den Ball sauber vor, ganz nah an die Leine zu spielen“, sagt er. „Aber genau diese Bälle brauchen unsere Angreiferinnen.“ Unterm Strich wurde oft genug so sauber serviert, dass die Angriffe erfolgreich waren. „Auch in diesem Satz haben wir konsequent gepunktet, aber auch ein paar unnötige Fehler gemacht“, sagt Reitschuster. Allerdings lagen die Vaihingerinnen von Satzbeginn an immer ein paar Punkte in Führung, so dass nie das Gefühl aufkam, es könnte allzu eng werden, bis beim Stand von 11:9 das Spiel entschieden war.

Bis dato hatte sich Gastgeber und Tabellenführer TV Hohenklingen in jedem seiner zwei Spiele in mindestens einem Satz schwer getan – gegen beide Gegner musste der TVH ein Mal in die Verlängerung. „Gegen uns haben die Hohenklingerinnen aber ein bockstarkes Spiel abgeliefert“, sagt Reitschuster. „Das muss man neidlos anerkennen. Es war ein absolutes Topspiel dieser Saison.“ Im Vergleich zu ihren ersten zwei Auftritten an diesem Tag fanden die Gastgeberinnen ausgerechnet gegen den TVV zu ihrem besten Faustball. „Vor allem der Angreiferin lief es sehr gut rein“, sagt der TVV-Trainer. Dabei gelang es den Vaihingerinnen im ersten Satz noch recht gut, mit halblangen Bällen zu punkten. Doch dann stellte sich der TVH darauf ein – eine Alternative fanden die Vaihinger Spielerinnen nicht rechtzeitig und mussten sich im ersten Durchgang mit 7:11 geschlagen geben. „Die halblangen Bälle sind gleich vorne liegen geblieben. Der Rasen war sehr stumpf“, sagt Reitschuster. „Das war auf beiden Seiten so. Aber damit hatten wir auch große Schwierigkeiten.“ Im zweiten Durchgang, der ebenfalls mit 7:11 endete, verlegten sich die Vaihingerinnen eher darauf, die gegnerische Schlagfrau unter Druck zu setzen. „Aber Hohenklingen hat auch einen guten Zweitschlag“, sagt der TVV-Trainer. „Mit ein bisschen mehr Glück kann es aber auch für uns ausgehen.“

TV Vaihingen: Merle Bremer, Lea Schmidt, Claudia Schmidt, Nienke Maisch, Isabel Grau, Lisa Burger, Leoni Modenese.

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