„Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren“

Bietigheim Steelers unterliegen am Dienstag Kaufbeuren mit 3:4

Erstellt: 24. Januar 2019

Bietigheim-Bissingen (tg). Die Bietigheim Steelers haben am Dienstagabend beim ESV Kaufbeuren mit 3:4 verloren und verpassten damit, den Jokern in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 auf den Fersen zu bleiben. Die Kaufbeurer haben nun einen Vorsprung auf das Team von Trainer Hugo Boisvert von sieben Punkten. „Es ist eine sehr bittere Niederlage für uns. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren“, ärgerte sich der Steelers-Übungsleiter.

Beide Mannschaften brauchten wenig Anlaufzeit und waren sofort im Spiel. In den ersten zehn Minuten gab es einige Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter verhinderten aber einen Treffer. Richtig spannend wurde es jedoch erst in den letzten Sekunden des ersten Drittels. Der ESVK erhöhte nochmals den Druck – und traf. Allerdings landete der Schuss von Florin Ketterer von der blauen Linie erst nach der Pausensirene im Kasten von Sinisa Martinovic.

Im zweiten Drittel gaben weiter zunächst die Gastgeber den Ton an. Joey Lewis setzte sich auf links durch, im darauffolgenden Getümmel reagierte Sami Blomqvist am schnellsten und staubte zum 1:0 ab (22. Minute). Im direkten Gegenzug scheiterte Norman Hauner an ESVK-Goalie Stefan Vajs. Und die Steelers blieben am Drücker, Kaufbeuren befreite sich minutenlang nicht aus der Umklammerung der Gäste. Mit dem ersten gefährlichen Angriff nach der Bietigheimer Druckphase aber erhöhte Max Schmidle auf 2:0, der sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und auch Martinovic keine Chance ließ (28.).

Für Kaufbeuren sollte es noch besser kommen, obwohl sich die Gastgeber vehement über eine Schiedsrichterentscheidung beschwerten. In Unterzahl luchste Ossi Saaarinen Marcus Sommerfeld den Puck ab und erhöhte auf 3:0 (36.). Mitten in den Jubel der Kaufbeurer Fans fiel der erste Treffer der Gäste. 44 Sekunden nach dem 0:3 traf Willie Corrin mit einem Schuss von der blauen Linie. Den zweiten Gästetreffer an diesem Abend erzielte Matt McKnight, der ebenfalls in Unterzahl nach Puckverlust des ESVK auf die Reise geschickt wurde und zum 2:3 einschob (38.).

Das 4:2 fiel bei Kaufbeurer Überzahl. Benjamin Hüfner musste in die Kühlbox, kurz darauf fand Branden Gracel Blomqvist. Und der Kaufbeurer Topscorer erzielte das 4:2 (50.). Die Steelers gingen in der Schlussphase volles Risiko. 2:55 Minuten vor Spielende nahm Trainer Boisvert eine Auszeit und Goalie Martinovic vom Eis. Benjamin Zientek traf noch zum 3:4 (59.). In den letzten Sekunden verpassten aber sowohl die Joker auf das leere Tor die Entscheidung als auch die Steelers den Ausgleich.

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