Steelers warten den Lizenzentscheid ab

Der sportliche DEL-Aufsteiger plant zweigleisig und hält sich mit Vertragsabschlüssen noch zurück.

Erstellt: 17. Juni 2021
Steelers warten den Lizenzentscheid ab Die Youngster Fabjon Kuqi, Robert Kneisler und Fabian Ribnitzky (von links) sind bei den Steelers für die Saison 2021/2022 fest eingeplant. Foto: Eberle

Bietigheim-Bissingen (ae). Sehr ruhig ist es bisher bei den Bietigheim Steelers, was personelle Neuigkeiten anbelangt. Dies hat laut Geschäftsführer Volker Schoch primär damit zu tun, dass noch nicht endgültig feststeht, in welcher Spielklasse der Eishockey-Club in der Saison 2021/2022 antreten wird – in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) oder der DEL 2.

Mit der Meisterschaft in der zweithöchsten deutschen Profiliga haben sich die Schwaben sportlich für den Aufstieg qualifiziert. Wie die bisherigen 14 Erstligisten haben auch sie die Lizenzunterlagen fristgerecht zum Stichtag 25. Mai abgegeben. Anfang Juli sollen die Clubs Bescheid über ihre Zulassung zur Eliteklasse bekommen.

Die Steelers wären der erste sportliche Aufsteiger seit 13 Jahren. Zur Sicherheit hat der SCB aber auch noch einen Lizenzantrag für die DEL 2 gestellt. „Solange wir nicht definitiv wissen, in welcher Liga wir spielen, macht es keinen Sinn, Verträge abzuschließen“, sagt Schoch, angesprochen auf die gegenwärtige Personalsituation. Bis zur Lizenzentscheidung bereitet sich der Manager notgedrungen auf die zwei möglichen Szenarien vor: „Wir planen die Vorbereitung, das Budget und den Kader jeweils für beide Ligen.“

Der SCB befindet sich aktuell im Dialog mit der DEL und beantwortet deren Fragen zum potenziell 15. Standort Bietigheim. „Das ist ein anstrengendes Thema. Wir machen alles, was die Liga von uns erwartet“, sagt Schoch und zeigt sich zuversichtlich, was die Lizenzierung angeht: „Wir sind nach wie vor guter Hoffnung, dass wir in der nächsten Saison oben spielen werden. Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Chancen schlecht stehen.“

Die Nachwuchskräfte Robert Kneisler (19 Jahre), Fabjon Kuqi (20) und Fabian Ribnitzky (21) sind in beiden Kader-Konstellationen fest eingeplant und vertraglich an die Steelers gebunden. Dasselbe gilt für Jimmy Martinovic, der von den Junghaien Köln ins Ellental zurückkehrt. Der 19-jährige Verteidiger ist der bisher einzige Neuzugang. Den SCB verlassen haben hingegen Torhüter Jimmy Hertel, Kapitän Nikolai Goc, Benjamin Hüfner und Robin Just. Während das Ziel der beiden Erstgenannten derzeit noch unbekannt ist, haben Verteidiger Hüfner (Herner EV) und Stürmer Just (Hannover Scorpions) in der Oberliga Nord bereits ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Das nicht mehr weiter beschäftigte Quartett ist auf der Internet-Homepage der Steelers schon aus dem Kader entfernt worden. Dagegen taucht der Rest der Mannschaft aus der DEL-2-Meistersaison 2020/2021 dort noch auf – und das dürfte wohl auch so bleiben, unabhängig von der Klassenzugehörigkeit. Denn mit allen Spielern hatten die Clubverantwortlichen nach dem Titelgewinn gesprochen – und in Sachen Vertragsverlängerung bis zur Lizenzentscheidung um Geduld gebeten. Die Unterschriften unter die neuen Kontrakte dürften also nur Formsache sein. „Alle haben Bock, in Bietigheim zu bleiben – egal, in welcher Liga sie spielen werden“, fasst Schoch zusammen.

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