Steelers angeln sich zwei Kanadier

Die DEL-erfahrenen Mitchell Heard und Brendan Ranford werden in Zukunft für Bietigheim auflaufen.

Erstellt: 28. August 2021
Steelers angeln sich zwei Kanadier Steelers angeln sich zwei Kanadier

Eishockey. Frohe Kunde aus Übersee: Innerhalb von wenigen Stunden haben Volker Schoch am Donnerstagnachmittag zwei Mitteilungen von kanadischen Wunschspielern erreicht. Per Whats-App übermittelten Mitchell Heard und Brendan Ranford dem Geschäftsführer der Bietigheim Steelers ihre Zusage, in der Spielzeit 2021/2022 für den DEL-Neuling in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu stürmen. Und zur Bekräftigung schickten die beiden Angreifer ein Foto vom unterschriebenen Vertrag gleich mit. Zuvor hatte der SCB dem Duo eine Entscheidungsfrist bis Freitagmorgen, sechs Uhr (deutsche Zeit), gesetzt.

Die Mission von Heard und Ranford ist klar: Sie sollen für mehr Durchschlagskraft, Gefährlichkeit und Effektivität in der Offensive sorgen. „Beide haben schon gezeigt, dass sie wissen, wo das Tor steht. Zudem kennen sie die DEL – und beide wissen, was wir von ihnen erwarten“, kommentiert Schoch die Transfers. Die Verpflichtungen haben zugleich eine Signalwirkung auf die alteingesessenen Profis. Schoch: „Bisher hat nicht jeder in der Vorbereitung die Erwartungen voll erfüllt. Die Spieler müssen ihre Chance nutzen und zeigen, dass sie noch nicht am Limit sind.“

Die Kontingentspieler Nummer sieben und acht im Kader haben bereits Erfahrung in der deutschen Eliteklasse gesammelt. Der 29-jährige Heard stand in den vergangenen drei Spielzeiten bei den Straubing Tigers unter Vertrag. Im März löste er seinen Kontrakt bei den Niederbayern aus privaten Gründen auf und kehrte in die kanadische Heimat zurück. Bis dahin hatte der Linksschütze 94 DEL-Partien im Straubinger Trikot absolviert und dabei 52 Scorerpunkte (14 Tore, 38 Vorlagen) verbucht. 2019/2020 hatte Heard großen Anteil daran, dass die Tigers die Hauptrunde mit Rang drei abschlossen und sich für die Champions League qualifizierten. Vor seinem Wechsel nach Deutschland 2018 lief er unter anderem 199 Mal in der American Hockey League (AHL) auf, der zweithöchsten Spielklasse in Nordamerika.

Der in Ontario geborene Heard gilt als Akteur, der in der Offensive jede Position ausfüllen kann. „Bei uns ist er als Center eingeplant“, erklärt Steelers-Trainer Daniel Naud und stellt die Vorzüge des Neuzugangs heraus: „Er ist schnell und ein harter Arbeiter. Mitchell passt hervorragend zu unserer Art und Weise, Eishockey zu spielen.“

Heards ebenfalls 29-jähriger Landsmann Ranford war schon seit einiger Zeit auf dem Radar des Aufsteigers. 2018/2019 hat der Mann aus Edmonton 65 Mal für die Eisbären Berlin in der Champions League und der DEL gespielt. Im Paradesturm der Hauptstädter erzielte der Linksschütze 17 Tore und 22 Assists. Der Club von der Spree war damals Ranfords erste Auslandsstation.

In der vorigen Runde stürmte der Kanadier für den HC Slovan Bratislava und scorte für die Slowaken in 33 Partien 36 Mal. 2019/2020 war er für den schwedischen Zweitligisten Mora IK am Puck. Obendrein kam Ranford in seiner Karriere auf 366 AHL-Einsätze. 2013/2014 gewann er mit den Texas Stars sogar den Calder Cup – den zweitwichtigsten Titel im nordamerikanischen Eishockey. Sein Onkel ist der legendäre NHL-Torhüter Bill Ranford, der mit den Edmonton Oilers zwei Mal den Stanley Cup holte und 1994 Weltmeister wurde.

„Brendan ist ein offensiver Stürmer mit Torinstinkt. Er ist zudem ein sehr robuster Spieler, der ebenfalls variabel einsetzbar ist“, sagt Naud über den Ex-Berliner. ae

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