Liga sieht ausgiebige Teststrategie vor

Spieler der Playoff-Teams unterziehen sich alle drei Tage einem PCR-Test. Ist eine Mannschaft nicht spielfähig, erfolgt eine Spielwertung.

Erstellt: 23. April 2021

Bietigheim-Bissingen (ae). Das Vorgeplänkel ist vorbei, nun beginnt die fünfte Jahreszeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2, die Playoffs. Los ging es bereits am gestrigen Donnerstag (19.30 Uhr) mit den Viertelfinal-Auftaktduellen zwischen dem Hauptrundensieger Kassel Huskies und den Heilbronner Falken sowie zwischen den Tölzer Löwen und den Ravensburg Towerstars (Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) ziehen die Bietigheim Steelers gegen die Löwen Frankfurt und die Wölfe Freiburg gegen den ESV Kaufbeuren nach.

„Ich erwarte überall einen harten Kampf um die Spiel- und Rundensiege“, sagte DEL-2-Geschäftsführer René Rudorisch bei der virtuellen Pressekonferenz anlässlich der anstehenden Playoffs. Erstmals seit 2006 ist wieder ein sportlicher Aufstieg möglich, die Voraussetzungen dafür sind mindestens sechs Siege in den Playoffs und die Meisterschaft. Eine Bankbürgschaft in Höhe von 816 000 Euro für eine etwaige Teilnahme am Lizenzierungsverfahren zur DEL haben die drei Aufstiegsanwärter Bietigheim, Kassel und Frankfurt bereits vor einem Jahr hinterlegt.

Allerdings wirft die Corona-Pandemie ihren Schatten voraus. Am 8. April wurde die Hauptrunde abgebrochen und diese dann nach der Quotientenregel gewertet. Zuletzt befanden sich gleich fünf Mannschaften in behördlich angeordneter Quarantäne, wovon die Eispiraten Crimmitschau und der EC Bad Nauheim als Tabellenneunter und -zehnter allerdings mangels Qualifikation nicht mehr in der Endrunde vertreten sind. Die Steelers und die Falken sind bereits seit dem Wochenende wieder raus aus der häuslichen Isolation und bereiten sich seitdem aufs Viertelfinale vor, für die Wölfe aus Freiburg endete die Quarantäne am Montag.

Für die Playoffs haben sich die teilnehmenden Clubs und die Liga an den Mannschaftssport-Profiligen DEL, HBL (Handball) und DFL (Fußball) orientiert und eine intensive Teststrategie vereinbart. Jene sieht eine erneute Initialtestung mit zwei PCR-Tests im Vorfeld des Viertelfinales vor. Außerdem werden regelmäßige PCR-Tests im Drei-Tages-Rhythmus sowie ergänzende Schnelltests an Spieltagen durchgeführt. Manche Vereine würden gar alle zwei Tage einen PCR-Test durchführen, wie Rudorisch erklärte.

Die an Covid-19 erkrankten Profis müssen vor einem Comeback das obligatorische Programm „Return to Play“ durchlaufen, das unter strenger medizinischer Kontrolle erfolgt und die sportliche Leistungsfähigkeit sowie den Gesundheitszustand der betroffenen Spieler überprüft, was Lungenfunktion, Blutwerte und Herzaktivität anbelangt. „Das letzte Wort, ob ein Spieler einsatzfähig ist oder nicht, haben die Ärzte“, sagt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch. Beim SCB waren nach dem Derby an Karsamstag in Heilbronn vier Profis positiv auf Corona getestet worden.

Sollte nun auch während der Playoffs eine komplette Mannschaft aufgrund von Corona-Fällen in Quarantäne müssen und darum nicht mehr die vorgeschriebenen mindestens neun Feldspieler plus einen Torhüter aufbieten können, erfolgt gemäß der Statuten eine Spielwertung zugunsten des jeweiligen Gegners. Darum ist in den nächsten fünf Wochen an allen acht Standorten Hoffen und Bangen angesagt. „Es wäre bitter, wenn das Virus die Meisterschaft entscheiden würde“, stellt Steelers-Boss Schoch fest.

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Entscheidung vertagt

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