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Großglattbach holt den einzigen Heimsieg

In der ersten Hauptrunde des Bezirkspokals durchbricht der TSV die Domäne der Auswärtsteams. Gegen den klassenhöheren VfR Sersheim setzt sich die Mannschaft von Trainer Daniel Fuchs mit 4:3 nach Elfmeterschießen durch.

  • Sersheims Lukas Blessing (rechts) erreicht den Ball vor Tobias Baisch, doch der VfR hat im Elfmeterschießen das Nachsehen.  Foto: Leitner

    Sersheims Lukas Blessing (rechts) erreicht den Ball vor Tobias Baisch, doch der VfR hat im Elfmeterschießen das Nachsehen. Foto: Leitner

  • Hiergeblieben! Modou Gueye versucht, Illingens Torjäger Rasim Deli zu bändigen. Foto: Küppers

    Hiergeblieben! Modou Gueye versucht, Illingens Torjäger Rasim Deli zu bändigen. Foto: Küppers

Fussball. Als letzte Mannschaft aus dem Vaihinger Raum hat gestern auch die Reserve des SV Horrheim ihr Erstrunden-Pokalspiel absolviert. Sie musste gegen den FV Sönmez Spor Bietigheim ran, lag 20 Minuten vor Spielende bereits mit 1:5 zurück und verkürzte dann noch auf 3:5. Als einzige ins Elfmeterschießen mussten dagegen der TSV Großglattbach und der VfR Sersheim, weil es nach regulärer Spielzeit 1:1 stand.

Großglattbach – Sersheim 4:3 n.E. (1:0, 1:1)

Einen frustrierenden Pokalabend erlebte der VfR Sersheim. Die Gäste waren über die gesamte Spielzeit das tonangebende Team, vergaßen es jedoch die Überlegenheit in Tore umzumünzen. „Gefühlt hatten wir 22:1 Torschüsse“, berichtete der sportliche Leiter der Sersheimer Marc Uhlich. Besser machten es derweil die Hausherren, die ihre zweite Torchance zum Führungstreffer nutzten. Einen langen Ball aus der eigenen Abwehr nahm Marvin Prohaska auf und versenkte ihn zur TSV-Führung (42.) im Netz. Nach dem Seitenwechsel blieb Sersheim am Drücker und glich durch Hakan Atalay (64.) aus. „Man hat gemerkt, dass Sersheim höherklassig ist, aber wir haben gut dagegen gehalten“, erzählte der stolze TSV-Kapitän Philipp Rank. Im entscheidenden Elfmeterschießen zeigten beide Torhüter starke Paraden und parierten jeweils zwei Schüsse. Den entscheiden Elfmeter schoss der VfR Sersheim jedoch über das Tor und schied so aus dem Bezirkspokal aus

Kleinglattbach – Roßwag/Mühlh. 1:4 (1:2)

Die Hausherren legten einen Blitzstart hin und gingen nach fünf Minuten durch Daniel Lindner in Führung. In der Folgezeit übernahmen jedoch die Mühlhausener das Kommando und kamen durch einen herrlichen Fernschuss von Felix Dieterich (32.) zum Ausgleich. Noch vor der Pause besorgte Julian Gayer nach einer Fuchs-Flanke für die Gästeführung (40.). Mitte der zweiten Halbzeit war die Partie dann entschieden. Simon Hiller sorgte mit einem Doppelpack (55./59.) für den 1:4-Endstand. Das Fazit des TSV Kleinglattbach fiel nüchtern aus. „Wir haben stark angefangen und dann stark nachgelassen“, beschrieb Mathias Geiger den Spielverlauf. „Die Gäste waren sehr effektiv und haben aus vier Chancen vier Tore gemacht“, sagt der spielende Pressewart des TSV weiter. Unterdessen zeigte sich Thomas Renz, Übungsleiter der SGM Roßwag/Mühlhausen, mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir hatten zwar Startschwierigkeiten, haben aber dann das Spiel gespielt, das wir spielen wollten.“ Die Effektivität sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen, erkannte auch Renz.

TSV Enzweihingen – Besigheim 1:2 (1:1)

Mit der allerletzten Aktion im Spiel verlor der TSV Enzweihingen noch gegen die SpVgg Besigheim. TSV-Coach Xhavit Halilaj zeigt sich dennoch stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben trotz der Trainingsrückstände einiger Spieler gut gekämpft und uns sehr gut verkauft.“ Die frühe Führung die Gastgeber besorgte Yannick Rähmer durch ein direkt verwandeltes Freistoßtor aus 18 Metern ins rechte obere Torwarteck. Eine spielerisch starke Spgg egalisierte jedoch kurz vor der Pause, nachdem ihr der TSV das Feld überlassen hatte (43. Minute). Über die linke Seite hatte sich ein Besigheimer durchgesetzt und in den Strafraum gepasst, wo Julian Harnoss wartete und einschob. In Durchgang zwei wollte keine der Mannschaften mehr etwas riskieren, so dass beide mit langen Bällen operierten. Doch weil die Gastgeber in der Nachspielzeit nicht gut aufgepasst hatten, schepperte es doch noch einmal im Gehäuse: Ein nicht geklärter Ball landete bei einem Besigheimer, der wiederum durch die Schnittstelle erneut Harnoss bediente (90.+4.). „Die Qualität ist bei meiner Mannschaft da. Das sieht man“, freut sich Halilaj trotz der bitteren Niederlage in letzter Sekunde.

SV Riet – SGM Sachsenheim 0:3 (0:2)

„Die erste halbe Stunde ist Sachsenheim nicht ins Spiel gekommen“, berichtet Fabio Balsamo, der am Mittwoch beim SV Riet die Kapitänsbinde trug. „Da haben wir aber auch ganz gut wegverteidigt.“ Egal ob die Gäste es mit langen Bällen über die Abwehrreihen oder mit Kurzpassspiel versuchten, die Gastgeber waren auf ihrem kleinen Platz diszipliniert unterwegs und bekamen immer noch einen Fuß zwischen Ball und Tor. Dem 0:1 durch Johannes Gronbach ging ein individueller Fehler voraus (33.). Balsamo: „Da war mir der Ball über den Schlappen gerutscht“, sagt Balsamo. Beinahe im Gegenzug hatte Marc Bindels den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Gästekeeper fischte den Ball noch aus dem Eck. Und auch Marco Schnee hatte kein Glück. Er traf zwar ins Tor, doch der Schiedsrichter ließ den Treffer nicht gelten, weil er ein Foul des Rieters am SGM-Schlussmann gesehen hatte. „Der hatte den Ball aber noch nicht fest, sondern hat ihn nur klatschen lassen“, sagt Balsamo. So fiel noch vor der Pause das 2:0 für Sachsenheim, nachdem sich ein Innenverteidiger durchs ganze Mittelfeld getankt und Lion Decker bedient hatte, der einköpfte. Gleich nach Wiederanpfiff erzielte Marcel Göttfert nach einem platzierten Pass das 3:0.

VfB Vaihingen – TSV Nussdorf 1:8 (1:3)

Es war das Duell David gegen Goliath und die Vaihinger als B-Ligist gegen den Bezirksligisten ohne Chance. Die Hausherren schlugen sich jedoch achtbar und hielten besonders in der ersten Halbzeit gut dagegen. Ein Eigentor von Uwe Müller (12.), Nils Gutscher (21.) und Bastian Werthwein (40.) besorgten die Treffer für die Gäste, für den VfB war Husseyn Husseyn (35.) erfolgreich. Nach der Pause gestalteten Thorsten Josenhans (65.), Werthwein (69.), Lukas Strobel (72.), Jan Riedel (74.) und Johannes Wizemann (88.) das Ergebnis deutlicher. Der VfB Vaihingen trat jedoch überwiegend mit Spielern aus der zweiten Mannschaft an. „Wir wollten einen Großteil der Mannschaft für das Spiel gegen Ensingen schonen“, erklärte Co-Trainer Philipp Herrmann diese Maßnahme. Auch beim TSV Nussdorf erhielten einige Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance. „Die Jungs haben eine gute Leistung gezeigt“, zollte TSV-Spielertrainer Nikola Ristomanov seiner Mannschaft Respekt.

Hellas Biet. – Hohenhasl./Freud. 0:1 (0:1)

Einen Start nach Maß erwischte die SGM Hohenhaslach/Freudental bei Hellas Bietigheim. Der erste Schuss der Mannen von Trainer Georgios Kanelopoulos saß direkt. Auf der rechten Seite hatte Astrit Susuri das Spielgerät zum vom FV Sönmezspor Bietigheim neu verpflichteten Stürmer Osman Bulut gebracht. Der zog aus 16 Metern unhaltbar ab. „Dass er dann gleich trifft, ist natürlich sehr erfreulich“, sagt sein Coach. Doch auf die zwei nachfolgenden Chancen der Hohenhaslacher und Freudentaler folgte eher eine „gute Trainingseinheit“ (Kanelopoulos) denn ein verdienter Sieg. Das sei jedoch auch auf die Rückkehrer aus dem Urlaub zurückzuführen, erklärt Kanelopoulos. Man könne nicht erwartenm, dass diese bereits bei 100 Prozent seien. „Zudem haben wir uns dann irgendwann an die Spielweise von Hellas angepasst. Da hätte mehr bei rausspringen müssen. Das 1:0 ist für den Gegner schmeichelhaft“, resümiert der Übungsleiter der SGM.

SV Horrheim – FV Löchgau II 0:1 (0:0)

„Ein dreckiges 1:0 für Löchgau“ – so bezeichnet Horrheims Trainer Sergej Hilgenberg den Sieg der Gäste vom FV Löchgau II über seinen SVH. „Der Gegner hatte bis zur 70. Minute nur eine Chance, aber die hat er genutzt. Wir hingegen hatten drei, vier gute Gelegenheiten, machen diese aber nicht“, ärgert sich der Horrheimer Übungsleiter. In der 29. Minute hatte Leon Golchert für die Gäste getroffen, nachdem der Stürmer auf der rechten FV-Seite klatschen lassen und zum Torschützen durchgesteckt hatte. Der Schuss ins linke Eck war für SVH-Keeper Christian Asprion unhaltbar. „Wir haben einen super Fight abgeliefert. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft heute. Pokal und Flutlicht - das ist einfach geil“, zeigt sich Hilgenberg trotz der knappen Niederlage zufrieden mit dem Resultat. „Das war ein guter Gegner, gegen den wir ein paar Sachen ausprobieren konnten. Einfach ein gutes Testspiel für uns“, sagt der SVH-Coach.

FV Kirchheim II – SV Iptingen 0:3 (0:1)

Iptingens Trainer Ulrich Huber erlebte ein relativ entspanntes Pflichtspieldebüt an der Seitenlinie. „Wir haben zehn Minuten gebraucht, aber dann hatten wir die Sicherheit, konnten viele schöne Spielzüge kreieren und haben verdient gewonnen“, bilanzierte der neue Coach nach dem 3:0-Sieg beim FV Kirchheim II. Das 1:0 fiel nach den angesprochenen zehn Minuten. Nach einem Freistoß von Jonas Rapp scheiterte Denis Scheier noch per Kopf, aber Sebastian Strasser staubte ab. Die knappe Führung geriet zehn Minuten nach der Pause in Gefahr, als Kirchheims Emilio Pizza per Freistoß die Latte traf. Ansonsten hatten die Iptinger das Spiel im Griff und sorgten immer wieder durch Standards von Tim Rapp für Gefahr. Nach dem nächsten Abstauber-Tor durch Kai Kaufmann zum 2:0 (62.) war es wieder ein Rapp-Freistoß, den Matthias Knapp per Kopf zum 3:0-Endstand verwertete (82.).

TSV Bönnigheim – SGM Riexingen 0:2 (0:2)

Etwas überraschend muss die SGM Riexingen – für viele Mitfavorit auf den Aufstieg in die Bezirksliga – bereits in der ersten Pokalrunde die Segel streichen. Bei A-Liga-Absteiger TSV Bönnigheim unterlag das Team von Roman Kasiar mit 0:2. „Wir hatten die erste gute Chance, machen die nicht rein und laden dann den Gegner zwei Mal durch eigene Fehler ein“, erklärte Kasiar. Das bestrafte der TSV in Person von David Kleinert in der 8. Minute und Max Kaatz knapp zehn Minuten später. Noch am letzten Spieltag der vergangenen Saison Mitte Juni hatte die SGM mit 11:1 in Bönnigheim gewonnen. Dieses Mal gelang der SGM kein einziges Tor. Daran änderte auch ein Vierfach-Wechsel von Kasiar zu Beginn der zweiten Hälfte nichts. „Wir hatten einige Hochkaräter, aber das war so ein Spiel, in dem du zwei Stunden spielen kannst und einfach nicht triffst“, bilanzierte Kasiar nach dem frühen Pokal-Aus.

FC Gündelbach – SV Illingen 1:7 (0:4)

Besser als beim 7:1-Auswärtssieg beim FC Gündelbach konnte das Pflichtspiel-Debüt für Illingens neuen Trainer Hüsnü Gür und auch für Rasim Deli fast nicht laufen. Der Neuzugang vom Türkischen SV Mühlacker zog direkt nach dem Anstoß ab und traf so nach wenigen Sekunden zur 1:0-Führung. „Das schaut er sich mit seiner Erfahrung gerne mal aus, gerade auf einem kleinen Platz wie in Gündelbach“, verrät Gür über seinen 44-jährigen Routinier. Bis zur Mitte der ersten Hälfte schraubten die Gäste das Ergebnis auf 4:0. Herausragender Akteur der Gür-Elf war der von den SF Mühlacker gekommene Caner Korkmaz mit einem Dreierpack (12./23./61.). Die weiteren Illinger Tore erzielten Janik Speidel (7.), Mika Köppl (63.) und der eingewechselte Vladislav Kuschner (86.). Dem FCG gelang in der 73. Minute der Ehrentreffer. Mohamed Ahmed Mohamed traf per direktem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:6. „Wir haben die Anfangsphase komplett verpennt, trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, weil wir nach 20 Minuten besser reingekommen sind und Illingen Paroli geboten haben“, sagte Gündelbachs Spielertrainer Rafael Krupop.

Horrheim II – Sönmez Bietigheim 1:3 (3:5)

„Wir haben nicht ganz zu unserer Leistung gefunden“, sagt SVH-Trainer Sergej Hilgenberg über das Pokal-Aus seiner Reserve gestern Abend. „Sönmez hat immer wieder lange Diagonalbälle aus dem Mittelfeld auf außen gespielt, dann nach innen gezogen und die Tore geschossen.“ Dieses Muster zog sich durch die gesamte Partie und war immer wieder erfolgreich. Horrheims Neuzugang aus Vaihingen, Fabio Tricarico, schoss das erste Tor für seinen neuen Verein nach Doppelpass mit Pajtim Ajeti zum 1:1. Das 2:5 erzielte Ajeti kurz vor Schluss per Kopf nach einem Eckball. Und beim 3:5 blieb Driton Bajraktari eiskalt vor dem Tor. „Er hat den gegnerischen Torwart ausgetanzt und reingeschoben“, sagt Hilgenberg.

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