Pichl und Herr werden zu Matchwinnern

Beide Guards erzielen in der entscheidenden Phase im vierten Viertel wichtige Punkte zum 95:87

Erstellt: 5. März 2019
Pichl und Herr werden zu Matchwinnern Christian Pichl (links) traf im vierten Viertel ganz entscheidende Würfe. Foto: Archiv/Nachreiner

Vaihingen/Sachsenheim (nac). Die erste Sorge sind die Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim los. Durch den 95:87-Auswärtssieg beim Vorletzten der Oberliga Württemberg, dem TV Nellingen, kann die Mannschaft um Spielertrainer Themis Koupidis nicht mehr auf einen der beiden letzten Plätze abrutschen, die den direkten Abstieg bedeuten, geht man davon aus, dass Nellingen nicht gegen die Titelaspiranten Zuffenhausen 89ers und PKF Titans Stuttgart gewinnen werden. Bis die Vaihinger und Sachsenheimer aber an diesem Punkt angelangt waren, war es ein schweres Stück Arbeit. „Das war nicht einfach. Die Nellinger haben viel getroffen – oftmals auch für einen deprimierend“, berichtet Koupidis.

Erst in der Schlussphase des vierten Viertels sorgten die Gäste für die Entscheidung. „In den letzten zehn Minuten gab es nicht weniger als sieben Führungswechsel“, berichtet der BSG-Spielertrainer. Doch in den letzten zwei Minuten machten vor allem Mirko Herr und Christian Pichl den Sack zu. Herr traf zunächst wie Pichl einen Dreier zum 88:84. Nachdem die Nellinger einen Freiwurf verwandelt hatten, netzte Herr noch einmal einen Versuch von jenseits der 6,75-Meter-Linie ein. Und auch an der Linie zeigte der Nachwuchsspieler aus Horrheim Nervenstärke. Zunächst versenkte er beide Freiwürfe für ein Foul an ihm. Und dann traf er auch noch den nächsten Freiwurf wegen eines Technischen Fouls gegen einen Nellinger wegen Ballwegschlagens. War Herr der Held der Schlussphase, so war es davor Pichl. Der erfahrene Guard erzielte zwölf seiner 21 Punkte – alle durch Dreier – im letzten Viertel. „Zwei davon waren in ganz wichtigen Situationen“, berichtet Koupidis und fährt fort: „Wir werden aber generell immer erfahrener und können mit solchen Situationen besser umgehen. Sonst habe ich oft einen Anflug von Angst in den Augen der Jungs gesehen. Das war dieses Mal überhaupt nicht der Fall.“

Dass es ein Spiel auf Messers Schneider war, lag vor allem daran, dass es für die Nellinger die letzte Chance war. Nur mit einem Sieg hätten sie noch realistisch darauf hoffen können, die BSG abzufangen. „Der Beginn war dementsprechend nicht so prickelnd für uns“, erklärt Koupidis. „Die Nellinger waren aufgeweckter.“ 18:9 und 22:12 führten sie im ersten Viertel. Doch die Vaihinger und Sachsenheimer kamen in den letzten drei Minuten vor der ersten Pause wieder auf 25:26 heran. De Gastgeber blieben allerdings am Drücker. Die Nellinger zogen auch im zweiten Viertel wieder auf sechs Punkte davon. „Wir haben uns aber nicht beirren lassen“, zollt der BSG-Spielertrainer seinen Mannschaftskameraden Respekt. Dennoch gingen die Gäste mit einem 50:55-Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Vaihinger und Sachsenheimer ihre Abwehr um. Sie variierten zwischen verschiedenen Varianten – unter anderem auch einer Zonenpresse. Mit einem 9:1-Lauf drehten sie auch gleich die Partie. Und bei 65:58 in der 25. Minute dachte Koupidis, „wir wären endlich mal weg“. Dazu kam, dass er sich nach seinem dritten persönlichen Foul erst einmal eine Auszeit auf der Bank gönnte. Kurz danach musste aber auch noch Pichl mit Kniebeschwerden vom Feld. Koupidis: „Da wir nur mit vier Guards nach Nellingen gefahren waren, standen dann Lucas Schneider, Mirko Herr und Lennard Schurr, eigentlich ein Brettspieler, sowie zwei Center auf dem Parkett. Die Gruppe hat etwas gebraucht, um sich zu finden.“ Die Nellinger schlugen sofort Kapital daraus und gingen mit einem 8:0-Lauf zum 68:67 wieder in Führung.

BSG Vaihingen/Sachsenheim: Themis Koupidis (21), Christian Pichl (21), Mirko Herr (18), Matthias Müller (15), Thomas Gabriel (6), Lucas Schneider (6), Jens Ehmke (4), Oliver Gräßer (4), Lennard Schurr.

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