Jagd nach Körben und Trainerschuhen

Day-Camp der BSG Vaihingen/Sachsenheim bietet 15 basketballbegeisterten Kindern kompakte Möglichkeit, sich zu verbessern

Von Luca Zink Erstellt: 27. Juli 2016
Jagd nach Körben und Trainerschuhen Kristijan Percic, Dominik Hoffmann und Julian Buchenroth (von links) wollen bei einer Koordinationsübung im Day-Camp der BSG Vaihingen/Sachsenheim ordentlich dazulernen. Foto: Leitner

Einmal trainieren wie die Profis – das war der Ansporn für 15 basketballbegeisterte Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren. Sie beteiligten sich am Day-Camp der BSG Vaihingen/Sachsenheim in der Lichtenstern-Sporthalle in Großsachsenheim.

Sachsenheim. Wie ein Profi fühlte sich in diesem Trainingslager auch die neunjährige Mia, als sie im Abschlussspiel zum Korb zog und auf Höhe des Bretts zum Korbleger ansetzte. Die einzige Besonderheit dabei war, dass Mia von den Händen von Ex-Bundesligaprofi Michael Nachreiner gehalten wurde, der zusammen mit fünf Coaches das sogenannte Day-Camp der BSG Vaihingen/Sachsenheim leitete. Das Trainerteam setzte sich aus aktuellen und ehemaligen Spielern der BSG zusammen. Und wenn man sich bei den Spielern in der Halle umhörte, gab es für diese nur lobende Worte. „Die Trainer sind sehr nett“, sagte Mia. Das gute Verhältnis zwischen den Camp-Teilnehmern und ihren Coaches spiegelte sich auch zum Beispiel in den Mittagspausen beim gemeinsamen Kartenspielen wider.

Doch natürlich lag das Hauptaugenmerk auf dem Verbessern der basketballerischen Fähigkeiten der Kinder. An beiden Tagen wurde ab 10 Uhr an der Technik, dem Korbwurf oder dem taktischen Verhalten gefeilt. Während Anton Oelschlegels Ballbehandlung und präzise Sprungwürfe ihm zur Wahl zum MVP (most valuable player, zu deutsch: wertvollster Spieler) verhalfen, war für ihn ein anderer Programmpunkt am wichtigsten: „Die Übungen zum Defensivverhalten haben mir sehr weitergeholfen.“

Ebenso gab es einen Preis für den am meisten verbesserten Spieler. Diese Auszeichnung wurde Paul Müller zuteil und mit einem neuen Spalding-Basketball honoriert. „Es ist einfach schön zu sehen, wenn die Spieler Fortschritte machen“, sagte Leonard Hellwig, einer der Coaches. Dabei war die eher geringe Teilnehmerzahl alles andere als ein Nachteil. „Für die Spieler ist es natürlich besser, wenn sich die Trainer mehr Zeit für individuelle Verbesserungsvorschläge nehmen können.“

Hellwig selbst, der für die Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg auf Korbjagd geht, laboriert gerade an einem Kreuzbandriss und konnte Übungen deshalb nur bedingt vormachen. Außerdem musste er auf das Abschlussspiel verzichten, in dem die Camp-Teilnehmer die Coaches bezwangen. Grundsätzlich wurden die Trainingsstationen in Kleingruppen ausgeführt, weil die Kinder zum Teil fünf Jahre Alters- und Größenunterschied trennen.

Auch bei einem anstrengenden Trainingslager darf der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen. „Vorhin haben wir unserem Trainer Michael den Schuh geklaut und versteckt“, berichtete die zehnjährige Amy lachend. Solche Dinge lockerten die Stimmung auf, und so machte auch am Sonntagabend keiner einen erschöpften und verbitterten Eindruck. Glücklicherweise gab es auch keine schwereren Verletzungen. Bis zum Ende wurde gekämpft, gespielt, aber auch gelacht.

Damit die Akteure bis zum nächsten Jahr nichts vergessen und wissen, woran sie arbeiten müssen, bekamen sie von den Coaches eine Mappe mit den wichtigsten Merkhilfen und einer individuellen Bewertung mit verschiedenen Kriterien. „Manche Teilnehmer müssen sich spielerisch noch klar verbessern. Aber wir freuen uns, wenn sie sich in den Übungen voll reinhängen und alles geben“, sagte Hellwig. Er und seine Kollegen wollen auch im nächsten Jahr Fortschritte sehen und neue Gesichter begrüßen.

Denn trotz der Vorteile einer kleinen Trainingsgruppe in diesem Jahr sollen so viele Kinder und Jugendliche vom Day-Camp profitieren können. Für den dreizehnjährigen Malte aus Schorndorf stand jedenfalls fest: „Ich werde nächstes Jahr wiederkommen.“

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