Ergebnisse sind für BSG zweitrangig

Basketballerinnen starten gegen die BG Tamm/Bietigheim II in die Spielzeit 2021/2022, gegen die sie in der Vorsaison kurz vor Beginn des Lockdowns den ersten Sieg seit langer Zeit einfuhren. Hauptziel ist aber, dass sich die Spielerinnen und das Team weiterentwickeln.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 6. November 2021
Ergebnisse sind für BSG zweitrangig Mara Hein (rechts) ist mit ihren 22 Jahren eine der dienstältesten Spielerinnen bei der BSG Vaihingen/Sachsenheim. Foto: Achiv/Simecek

Basketball. Eine besonders gute Erinnerung haben die Basketballerinnen der BSG Vaihingen/Sachsenheim an den Auftaktgegner der aktuellen Saison 2021/2022, die BG Tamm/Bietigheim II. Kurz vor Beginn des Lockdowns im November des vergangenen Jahres waren es die Tammerinnen und Bietigheimerinnen, gegen die die Vaihingerinnen und Sachsenheimerinnen ihr bisher letztes Pflichtspiel bestritten haben. Die BSG-Basketballerinnen gewannen mit 53:37. „Das macht das Duell nun so besonders“, berichtet BSG-Spielertrainerin Jocelyn „JJ“ Miley. „Es war nicht nur unser letztes Spiel vor dem Lockdown, sondern es war auch unser erster Sieg nach langer Zeit.“

Dass die Vaihingerinnen und Sachsenheimerinnen gleich in ihrem ersten Saisonspiel ein Derby haben, ist dagegen irrelevant. „Das ist ein Spiel wie jedes andere für uns“, erklärt Miley. „Es macht auch nichts, dass mit Jennifer Schuster, die bei der BSG immer noch als Jugendtrainerin aktiv ist, und Viola Nendel zwei ehemalige BSG-Spielerinnen nun das Trikot der BG Tamm/Bietigheim tragen.“

Auch der Ausgang der Partien in der Bezirksliga Nord ist nicht von Bedeutung. „Das Ziel ist, dass wir uns von Tag zu Tag und Spiel zu Spiel verbessern und uns einfach weiterentwickeln“, sagt Miley. Das gilt für die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Spielerinnen, das gilt für das Auftreten als Team, und das gilt für die Kondition. „Bei uns waren einige erkrankt. Deshalb müssen wir gerade bei Letzterem noch besser werden“, erzählt die BSG-Spielertrainerin. „In der Bezirksliga Nord sind aber nur fünf Mannschaften. Wir haben also nur acht Spiele, das ist ein Vorteil.“ Neben der BG Tamm/Bietigheim II treffen die Vaihingerinnen und Sachsenheimerinnen noch auf die BSG Aalen, die TSG Schwäbisch Hall Flyers II sowie die Backnanger Cool Blues.

Ein weiterer Vorteil für die Vaihingerinnen und Sachsenheimerinnen ist, dass sie eine eingeschworene Truppe sind. Noch während des Lockdowns haben sich die BSG-Basketballerinnen regelmäßig getroffen – virtuell. „Wir haben viel Teambuidling gemacht. Ein Mal im Monat haben wir uns zu einer Videokonferenz getroffen. Darüber hinaus haben wir einige Online-Spiele absolviert“, berichtet Miley. „Als es dann wieder erlaubt war, dass wir uns persönlich treffen, haben wir nicht nur wieder das Training aufgenommen, sondern uns auch hin und wieder zu Grillabenden getroffen.“

BSG geht mit einem kleinen Kader von nur zehn Spielerinnen in die Saison

Der Kader ist allerdings relativ klein. Gemeldet sind nur zehn Spielerinnen – auf den Guard- und Forwardpositionen Mara Hein, Yaila Zotzmann, Natalie Shaver-Stricker, Sibel Ak, Dunja Ambrosius-Eichner, Ayfer Sari und Miley sowie auf der Centerposition Liane Abel, Julia Schrempf und Slavina Valyavicharska.

Eine Generalprobe haben die Vaihingerinnen und Sachsenheimerinnen auch absolviert. Sie bestritten ein Testspiel gegen den Landesligisten BBC Stuttgart. „Wir haben zwar verloren. Aber die Partie war unheimlich wichtig für uns. Denn es war unser erstes Spiel seit dem Beginn des Lockdowns im November des vergangenen Jahres“, erzählt Miley. „Denn das Ergebnis war zweitrangig. Es ging vor allem darum, die Erfahrung zu bekommen, wieder unter Wettkampfbedingungen Basketball zu spielen.“

Thomas Gabriel von den Männern III arbeitet im Training mit Centern

Und das Fazit der Spielertrainerin fällt positiv aus. „Man hat zwar gesehen, dass unter und Spielerinnen noch große Unterschiede bestehen, was die Leistung betrifft. Aber zum Zeitpunkt des Testspiels waren wir auch noch in der Phase, unsere Kondition aufzubauen. Dennoch haben wir es gut gemacht. Vor allem Liane Abel und Julia Schrempf haben sich deutlich verbessert beim Rebound gezeigt. Thomas Gabriel, einer der Spielertrainer unserer dritten Männermannschaft, hat mit unseren Centerspielerinnen im Training aber auch gearbeitet“, berichtet Miley.

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