Die U 20 der BSG sichert sich den Landesligatitel

Basketballer aus Vaihingen und Sachsenheim gewinnen das Final Four in spannendem Endspiel gegen Kornwestheim

Von Benedikt Gruss Erstellt: 14. Mai 2019
Die U 20 der BSG sichert sich den Landesligatitel Mit viel Dynamik zieht Josua Schmiegel (rechts) von der BSG Vaihingen/Sachsenheim im Halbfinale des Landesliga-Final-Four der männlichen U20 gegen Soren Afrooghi vom TSV Schwaikheim zum Korb. Foto: Leitner

Vaihingen/Sachsenheim. Die U 20 der BSG Vaihingen/Sachsenheim hat das Finale der besten Vier in der Landesliga gewonnen. Die Basketballer der BSG besiegten im Halbfinale klar den TSV Schwaikheim. Im Endspiel lieferten sich die Vaihinger und Sachsenheimer ein packendes Duell mit der Skizunft Kornwestheim um die Meisterschaft, das die Jungs der BSG mit 64:53 für sich entschieden.

Im ersten Viertel legten beide Teams vor allem Wert auf eine sichere Defensive. So war die erste nennenswerte Aktion des Spiels ein hervorragender Block von Lennard Schurr. Die ersten beiden Punkte erzielten die Kornwestheimer und legten gleich noch mit zwei weiteren nach. So langsam nahm das Spiel an Fahrt auf, und auch die BSG kam jetzt an der Freiwurflinie zum ersten Punkt durch Mirko Herr. Direkt im nächsten Angriff traf Florian Staudenmaier in den Korb und wurde dazu noch gefoult. Den fälligen Freiwurf traf Staudenmaier und glich zum 4:4 aus. Die Kornwestheimer antworteten prompt mit einem Dreier. Mirko Herr riss das Spiel an sich und lief so richtig heiß. Mit drei verwandelten Drei-Punkte-Würfen in Folge zog die BSG auf 16:7 davon und baute ihre Führung durch Josua Schmiegel auf 18:7 aus. Mit diesem Elf-Punkte-Vorsprung für die BSG ging es ins zweite Viertel. Angeführt von Schurr und Herr bauten die Vaihinger und Sachsenheimer ihren Vorsprung auf 26:11 aus. Doch es schlichen sich ein paar Fehler ins Spiel der BSG ein. Die Kornwestheimer starteten zum Ende des zweiten Viertels noch einen kleinen Sieben-Punkte-Lauf, den Schurr mit einem Freiwurf fünf Sekunden vor Schluss zum 30:18 beendete. Der Vorteil der BSG war ihr starkes Rebounding, durch das sie sich oft zweite Würfe erarbeitete.

Die zweite Hälfe startete sehr hektisch. Die ersten Punkte des Viertels warf Herr zur zwischenzeitlich höchsten Führung der BSG. Nach fünf schnellen Punkten der Skizunft sah man den Vaihingern und Sachsenheimern die leichte Nervosität an. Die Kornwestheimer starteten einen Lauf, in dem sie neun Punkte in Folge erzielten. Diese Serie wurde erst durch einen weiten Drei-Punkte-Wurf zum 38:34 von Staudenmaier durchbrochen, gefolgt von einem Korbleger von Schurr. Kurz vor Ende des dritten Viertels drehten die Kornwestheimer nochmal richtig auf und übernahmen mit dem Treffer zum 41:40 die Führung.

Das letzte Viertel startete sehr ausgeglichen mit Punkten auf beiden Seiten. Beim Stand von 47:48 zeigte die BSG vor allem in Person von Staudenmaier ihre ganze Klasse. Sie ließ die Kornwestheimer nicht mehr punkten und zog durch fünf Punkte von Staudenmaier und zwei von Herr leicht davon – 54:49. In der Schlussphase wurde es sehr hektisch mit vielen kleinen Fouls, doch die Schützlinge von BSG-Trainer Michael Nachreiner blieben cool und verwalteten den knappen Vorsprung bis zum Schluss. Kornwestheim versuchte nochmal alles und stemmte sich gegen die Niederlage, doch die BSG brachte den 64:53-Sieg über die Zeit. Durch diese starke Vorstellung war der Sieg der Landesliga für die BSG Vaihingen/Sachsenheim völlig verdient.

Im Halbfinale gegen den TSV Schwaikheim hatte die BSG schon früh die Führung übernommen. Nach wenigen Minuten stand es bereits 18:7, vor allem durch das gute Rebounding offensiv und defensiv. Bei einer Rangelei unter dem Korb bekam Staudenmaier einen Schlag ins Gesicht und verlor ein Stück seines Zahns. Doch diese Aktion blieb ungeahndet. Die Schwaikheimer versuchten es oft mit Drei-Punkte-Würfen, doch kein einziger Spieler des TSV bewies ein heißes Händchen. So gingen die Basketballer der BSG mit 26:10 ins das zweite Viertel.

In der Folge spielte die BSG sehr schnellen Basketball, mit dem sie die Verteidigung der Feuerbacher oft durchbrach. Die Vaihinger und Sachsenheimer zogen bis auf 20 Punkte davon. Das Highlight des zweiten Viertels war der Treffer von Emir Misiroglu, der mit der Pausensirene einen Sprungwurf einnetzte, so dass die Heimmannschaft komfortabel mit 52:29 führte. Diesen Vorsprung hielt BSG und baute ihn sogar leicht ausbauen. Zum Ende des dritten Viertels netzte ein Schwaikheimer Akteur mit dem Pausenton einen sehenswerten Dreier zum 75:38 ein. Bei Feuerbach lief alles über Jack Schneider, der zu wenig Hilfe von seinen Mitspielern bekam. Als dieser dann auch noch wegen seines zweiten technischen Fouls des Feldes verwiesen wurde, war der Sieg den Sachsenheimern und Vaihingern so gut wie sicher. Das wusste auch Trainer Nachreiner und nahm seine Starting Five vom Feld, um sie für das Finale zu schonen. Dafür gab er den Ersatzspielern viel Einsatzzeit, in der sie sich beweisen durften. Diese spielten dann nochmal guten Basketball. Allen voran nahm Dirk Joachim des Zepter in die Hand und punktete unter anderem mit einem schönen Behind-the-Back-Korbleger. Die Begegnung endete mit 89:48. Im Spiel um den dritten Platz setzte sich die Sportvg Feuerbach gegen den TSV Schwaikheim durch.

BSG Vaihingen/Sachsenheim: Florian Staudenmaier, Josua Schmiegel, Mirko Herr, Lennard Schurr, Tom Wagner, Manuel Wegmann, Dirk Joachim, Friedrich Toberer, Emir Misiroglu, Stefan Häcker, Eric Stelse.

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Drucken Vaihingen/Sachsenheim. Die vier besten U-20-Basketballmannschaften der Landesliga spielen am Samstag ab 11 Uhr das Final Four in der Sporthalle des Lichtenstern-Gymnasiums in Großsachsenheim aus. Mit dabei ist auch das Team der BSG Vaihingen/Sachsenheim, das die reguläre Saison... »