Vorbei am „verliebten Baum“

Start um 10 Uhr am Sportplatz in Enzweihingen – Knapp 31 Kilometer für die Radfahrer mit nur einem Berg-Abschnitt

Von Albert Arning Erstellt: 15. August 2019
Vorbei am „verliebten Baum“ Die Strecke für die S-VKZ-Radtour am Samstag.

Was erwartet die Radler bei der 40. S-VKZ-Tour am kommenden Samstag (17. August)? Eindrücke von der knapp 31 Kilometer langen Strecke, die in den Enzkreis führt und eigentlich nur einen „Berg“-Abschnitt aufweist. Für reine Rennräder ist die Piste nicht unbedingt geeignet; es gibt einige holprige Feldwegabschnitte. Aber bei der Tour soll ja auch nicht auf Tempo gefahren werden. Ziel ist das gemeinsame Erleben der Landschaft.

Enzweihingen. Los geht’s! Am Sportplatz Enzweihingen sammeln sich Radler und Wanderer zur großen S-VKZ-Sommertour. Bereits 1986 war hier schon mal der Treffpunkt, damals allerdings mit dem Ziel Turn- und Festhalle. Diesmal findet die Abschlusshocketse auf dem unteren Abschnitt des Sportplatzgeländes Bruckenwasen statt. Rund 450 Radler waren es bei der 7. Tour von 1986, die ebenfalls gen Westen führte. Aurich, Großglattbach, Serres, Iptingen und Nussdorf waren die Zwischenstationen. 2003 war Enzweihingen nochmals Gastgeber (Unterriexingen, Aichholzhof, Hardt- und Schönbühlhof, Hemmingen, Eberdingen, Riet). Diesmal geht’s auf dem Enztalradweg bis nach Lomersheim, dann hoch in Richtung Großglattbach. Der Vorschlag des Vaihinger Rad-Sport-Vereins (RSV) war unter vier Varianten ganz klar die Nummer 1.

Der Hammelbergweg ist nicht gerade eine ideale Einrollpiste für die Radler, doch das waren die Wege auf dem Weitfeld beim Start am Stromberg-Gymnasium auch nicht. Bitte also maximal zu zweit nebeneinander fahren – und: es kann Gegenverkehr geben. Bis zum neuen Radler-Rastplatz am Löbertsbrunnen sind es 2,3 Kilometer. Hier wird allerdings noch nicht pausiert. Um den Pkw-Verkehr am Enztalbad aus dem Weg zu gehen, geht’s „hinter“ dem Freibad an der Enz entlang zum Rondell und zur Auricher Straße, mit Polizeisicherung rüber auf den Weg zum Alten Badplatz des TVV und zur B10-Brücke bei der Seemühle (km 5,0).

Parallel zur Kreisstraße führt die Route gen Roßwag. Straßenquerung kurz vor dem Steinbruch. Hier steht ebenfalls die Polizei und die Straßenmeisterei hat einen sogenannten Geschwindigkeitstrichter eingerichtet. Bitte auf dem Rad-/Fußweg bleiben! Der Roßwager Flößerplatz ist nach 7,3 Kilometern erreicht. Im Enztal geht es gemütlich Richtung Mühlacker. Aus der Ferne grüßt der Sender. Sportplatz Mühlhausen, anschließend Teestation des DRK Sersheim beim kleinen Parkplatz an der Halle (km 12,0).

Ab durch Mühlhausen, vorbei am Kindergarten, Gutenbergstraße, immer geradeaus Richtung Lomersheim. Überquerung der Enz (km 14,2). Es geht durch Schluchten von Maisfeldern. RKV-Heim, Tennisplätze Lomersheim. Gleich danach bei der „Rad-Scheune“ links ab (km 16,5) in den Wittumrain/Großglattbacher Weg und den Berg hoch. Nach dem ersten Anstieg rechts halten. Es folgt ein Schotterweg. Nach rechts der Blick auf Lomersheim und den Sender. Anstieg Köpflesweg mit einem etwas „unruhigen“ Untergrund. Die Schilder weisen Richtung Großglattbach/Pinache. Die Bergauftour beträgt rund 1,5 Kilometer. Aber das war’s dann auch schon. Scharf nach rechts auf den Pirschweg abbiegen. Jetzt geht’s einigermaßen eben voran. Der „verliebte Baum“ grüßt bei Kilometer 19 auf der rechten Seite. Gleich danach nach rechts abbiegen (nicht dem offiziellen Radwegschild folgen). Auf einem schönen Waldweg geht es sanft bergab. Dann links halten (km 19,7), am Richtweg (HW 10) wieder links. Auf dem Unteren Richtweg öffnet sich der Blick auf Großglattbach. Auf dem Lichtholztraufweg rechts Wiesen mit Streuobst, links der Wald.

Die Ensinger Station auf dem Aussiedlerhof Oelschläger ist gleich erreicht (km 20,5). Danke für die Gastfreundschaft. Und danke auch an die Ensinger Mineral-Heilquellen, die wieder kostenlos verschiedene Erzeugnisse ausschenken. Flotte Abfahrt. Rechts ab dem Radwegpfeil folgen. Wunderbarer Blick nach rechts über die Landschaft. Straßenüberquerung bei Kilometer 24,4 und dann nach rund hundert Meter links ab. Wie aus einem Gemälde der alleinstehende Baum mit Bänkle mitten in den Feldern. Geradeaus taucht Aurich auf. Und dann hört der asphaltierte Untergrund auf. Sind wir jetzt auf dem Gebiet der Stadt Vaihingen? Nochmals muss die Verbindungsstraße nach Aurich überquert werden. Rechter Hand ist die Silhouette von Nussdorf zu sehen, Aurich schmiegt sich ins Tal, geradeaus Enzweihingen, links lugt Schloss Kaltenstein über die Kuppe. Jetzt die letzte Straßenquerung (Vaihingen – Aurich) in der Nähe des Häckselplatzes mit der relativ neuen Radlerrampe. Die Polizei sichert den gefährlichen Übergang. Achtung! Die anschließende Passage auf der Trompetensteige hat ein Gefälle von elf Prozent. Auf dem Radwegschild steht es ganz klein. Bitte die Hände nicht von den Bremsen nehmen. Es hat vor allem im unteren Bereich einige tückische Querrinnen aus Pflastersteinen. Dem VKZ-Reporter ist bei einer Welle der nicht gesicherte Akku aus dem Pedelecrahmen geflogen. Entlang der Bundesstraße 10 geht’s auf Nebenwegen auf die letzte Etappe. Rechts am Hang das Haus am Auricher Bergle der evangelischen Kirchengemeinde Vaihingen. Dann hinunter zum VfB-Sportplatz. Rechts ab und noch knapp drei Kilometer bis zum Festgelände. Geschafft. Der eine oder andere Tacho wird um die 30 Kilometer Gesamtstrecke anzeigen, nicht die angekündigten 31. Der letzte Kilometer ist geschenkt.

40. S-VKZ-Tour. Start am Samstag (17. August) um 10 Uhr Sportplatz Enzweihingen. Radtour knapp 31 Kilometer. Startkarten im Vorverkauf im Servicecenter der Vaihinger Kreiszeitung und in der Hauptstelle der Kreissparkasse in Vaihingen. Startkarten zu einem Euro gibt es am Samstag auch am Startplatz in Enzweihingen.

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