„Vaihingen ist eine sehr rührige Stadt“

Jutta Kremer-Weig aus Leinfelden-Echterdingen leitet jetzt das Hauptamt der Enzstadt

Erstellt: 11. Oktober 2018
„Vaihingen ist eine sehr rührige Stadt“ Jutta Kremer-Weig ist die neue Hauptamtsleiterin in Vaihingen. Foto: Rieger

Vaihingen (clar). Neues Gesicht im Vaihinger Rathaus: Seit dem 1. Oktober hat das Hauptamt der Stadtverwaltung eine neue Chefin. Jutta Kremer-Weig ist die Nachfolgerin von Hans Rentschler, der die Position von 1991 bis zum Ruhestand inne hatte. Kremer-Weig ist Diplom-Verwaltungswirtin und hat zuletzt beim Verband Region Stuttgart als Verwaltungsleiterin, das Pendant zur Hauptamtsleitung auf regionaler Ebene, gearbeitet. Dort war die 47-Jährige unter anderem mit der Personalverwaltung und dem Ausbau der Geschäftsstelle befasst.

Betreut hat sie zudem die Einführung des sogenannten digitalen Sitzungsdienstes, im Zuge dessen Anfang 2018 der Versand von Sitzungsunterlagen auf Papier an die 87 Mitglieder der Regionalversammlung gänzlich eingestellt wurde. Stattdessen werden die Vorlagen nun in einer Software bereitgestellt. Wäre das auch eine Option für Vaihingen? „Das ist eine Frage der Zeit. Wenn sich der Gemeinderat verjüngt, wird es so etwas auch hier geben. Zur nächsten Kommunalwahl reicht es aber wohl nicht“, sagt die neue Hauptamtsleiterin.

Vorerst beschäftigen Kremer-Weig dann auch andere Themen. Die Aufgaben ihres Amtes sind ihr freilich bekannt, interessant sei es jetzt, „Personen und Strukturen kennenzulernen“. In ihrer Position hat sie Verantwortung für 17 Mitarbeiter und die Abteilungen Personal und Organisation, IuK (Informations- und Kommunikationstechnologie) sowie Allgemeine Verwaltung. Zu Letzterer gehören unter anderem die Pressestelle der Stadt, das Stadtarchiv und die Geschäftsführung von Gemeinderat sowie Ortschaftsräten. In nächster Zeit wird ihr Engagement aber auch bei den Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2029, zu 30 Jahren Städtepartnerschaft mit Köszeg sowie für die Kommunalwahl (beides 2019) gefragt sein.

Jutta Kremer-Weig stammt aus Leinfelden-Echterdingen, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt. Sie ist Mutter dreier Söhne im Alter von 16, 18 und 20 Jahren. In ihrer Heimatkommune südlich von Stuttgart hatte sie ihre Verwaltungslaufbahn zunächst im Sozial-, dann im Hauptamt begonnen. Später wechselte sie als persönliche Assistentin des Hauptamtsleiters in die Landeshauptstadt, bevor sie vor drei Jahren die Stelle beim Regionalverband antrat.

An der Führungsposition im Vaihinger Hauptamt habe sie gereizt, wieder in einer Kommune arbeiten zu können, sagt die 47-Jährige. „Da bin ich groß geworden. Den Kontakt zu den Bürgern, wenn auch indirekt, habe ich beim Verband etwas vermisst.“

Zwar kannte Kremer-Weig die Enzstadt vor ihrer Bewerbung noch nicht, erlebte sie aber direkt nach ihrer Wahl durch den Gemeinderat im Mai von ihrer traditionellsten Seite: als Gast beim Maientag 2018. Und es scheint, als habe die Kommune, die ähnlich groß ist wie ihre Heimatstadt, sie bereits beeindruckt: „Hier ist total viel geboten, auch kulturell. Das ist schon sehr beachtlich. Vaihingen ist eine sehr rührige Stadt, auch innerhalb der Verwaltung.“

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