Unterwegs in der Mischung von Kunst und Kontemplativem

Auf der Suche nach dem heutigen Lieblingsort

Von Vera Gergen Erstellt: 20. August 2019
Unterwegs in der Mischung von  Kunst und Kontemplativem Die Schaukelliege oberhalb des Geologischen Fensters bietet Weitsicht. Fotos: Gergen

Bevor es heute auf die Spurensuche für den nächsten Lieblingsort geht, erst einmal die Lösung vom Sommerrätsel Nummer 6: Leudelsbachtal ist der Name des gesuchten Naturschutzgebiets, die Stadt heißt Markgröningen und der Lieblingsort ist der Enzblick.

„Blickwechsel“, „Glücklicher leben“ oder „Weitblick auf Zeit“ – diese und noch viele weitere inspirierende Worte finden sich in der nächsten Umgebung des Lieblingsortes, der im heutigen Kapitel des Sommerrätsels aufzuspüren ist. Zwei bis drei Stunden Zeit sollte man sich denn auch nehmen, um diesen Ort und seine besondere Atmosphäre zu erleben und auf sich wirken zu lassen.

„Weitblick auf Zeit“ zeigt eine Uhr ohne Zeiger vor einem geologischen Fenster – der Name ist Programm. Denn hier erhält man durch die freigelegten Schichten des Hanges nicht nur einen Einblick in frühere Epochen, sondern ein paar Schritte weiter den Berg hinauf einen wahrlich herrlichen Weitblick ins Hier und Heute. Bis zum Hohenasperg, nach Ludwigsburg und an manchen Tagen, wenn das Wetter mitspielt, gar bis zur Schwäbischen Alb kann das Auge vom Abhang des Strombergs schweifen. Im Vordergrund erhebt sich um und auf einem Bergsporn über dem Kirbachtal ein malerischer Ort samt Pfarrkirche, deren Errichtung auf die Zeit um 1230 geschätzt wird. Ihr flacher hölzerner Turmhelm erinnert an so manche Kapelle in Südtirol. Umgeben wird sie von gleich drei Pfarrhäusern. Das jüngste von 1897 besticht insbesondere durch seinen schönen Treppengiebel. Erklommen werden kann der Kirchberg unter anderem über 300 Stufen. Schon um 800 nach Christus wird die Ursiedlung im Tal in Urkunden des Klosters Lorch unter dem Namen „Haselahe“ erwähnt. Die heutige Bezeichnung, die auch die Siedlung auf dem Berg und den im 19. Jahrhundert erstmals erwähnten Ortsteil am Hang miteinschließt, findet sich ab 1283 in den Geschichtsbüchern.

Im Hochmittelalter wurde der gesuchte Ort von den Herren von Eselsberg befestigt und anschließend an den Grafen von Vaihingen sowie 1356 an das Haus Württemberg verkauft. Das Marktrecht blieb dabei erhalten. Mehr als 1000 Jahre Weinbautradition verdienen außerdem Erwähnung. Von zwei Klöstern umgeben gelangte man im Mittelalter durch die Bewirtschaftung der fruchtbaren Hänge zu einigem Wohlstand, der jedoch im 19. und 20. Jahrhundert durch Monokultur und die „Reblauskrise“ wieder zerrann. Um der Verarmung zu entgehen, wanderten nicht wenige Bürger aus. Erst mit der Gründung einer Weingärtnergenossenschaft und der kontinuierlichen Verbesserung der Anbaumethoden ging es wirtschaftlich wieder aufwärts. Seit 1973 gehört der gesuchte Ort zur Stadt Sachsenheim und zählt heute rund 2200 Einwohner.

Seit April sind diese nun um eine Attraktion reicher. „Weiter blicken, besser leben“ ist das Motto eines außergewöhnlichen Projekts, das im Frühling diesen Jahres in den Weinbergen realisiert wurde. Es bietet Einheimischen wie Auswärtigen mit den eingangs erwähnten inspirierenden Installationen eine höchst gelungene Mischung aus Kunst und Kontemplativem entlang des Weges. Auch der gesuchte Lieblingsort, der einen dem Himmel ein Stück näher bringt, ist Teil davon und eine von sechs Stationen, die der neue Erlebnispfad bereithält. „Weitblicke in unterschiedlichen Dimensionen“ regen dazu an, den oftmals beengenden Alltagsstress hinter sich zu lassen und ebenso über den Horizont hinaus wie ins eigene Innere hinein zu schauen und dabei über zentrale Fragen des Lebens nachzudenken. Texttafeln mit Gedanken des Künstlers Martin Buchard sowie christliche Impulse des örtlichen Pfarrers Michael Wanner können dabei helfen.

1. Wie heißt der gesuchte Lieblingsort, der einen dem Himmel ein gutes Stück näher bringt? 2. Wie ist der Name des Besinnungs- und Kunstpfades? 3. Wie heißt die Gemeinde, wo dieser Pfad angelegt wurde?

Wer diese drei Fragen beantworten kann, bitte die Lösung bis Freitag (23. August) um 12 Uhr an die VKZ-Redaktion, Marktplatz 15, 71665 Vaihingen schicken. Mail: info@vkz.de, Fax 0 70 42 / 9 19 99.

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