Überwachung vom Anhänger aus

Semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage in Vaihingen probeweise im Einsatz

Von Uwe Bögel Erstellt: 4. Juli 2020
Überwachung vom Anhänger aus In der Stuttgarter Straße in Vaihingen ist der Enforcement-Trailer probeweise im Einsatz. pv

Vaihingen. Die Stadt Vaihingen setzt zur Geschwindigkeitsüberwachung auch auf den Enforcement-Trailer – zunächst einmal probeweise. Das in einem Pkw-Anhänger verbaute, digitale Geschwindigkeitsmessgerät kann Tempolimits automatisch und bis zu zehn Tage überwachen. Im Gegensatz zu den mobilen Messsystemen ist für den Betrieb des Hängers vor Ort kein Personal notwendig. Ein integriertes Alarmsystem und die robuste Bauweise schützen den Anhänger vor Vandalismus und Diebstahl.

Die semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage steht derzeit in der Stuttgarter Straße in Vaihingen beim Eiscafé Vivaldi. Hier gilt Tempo 30.

Bis Anfang nächster Woche soll das Gerät hier stehen bleiben. Dann wird der Standort gewechselt. „Wo es hinkommt, wird nicht gesagt. Das soll eine Überraschung sein“, sagt Stadtsprecherin Martina Fischer.

Der Enforcement-Trailer ist jetzt probeweise einen Monat in Vaihingen im Einsatz. „Es gab von Anwohnern immer mal wieder Beschwerden, dass wir unsere Geschwindigkeitsüberwachungen zur falschen Zeit machen“, sagt Fischer. Die mobilen Systeme sind von frühmorgens bis spätabends immer zwei oder drei Stunden an einer Stelle im Einsatz. Mit der semistationären Geschwindigkeitsmessanlage kann an einem Punkt für längere Zeit gemessen werden. „Und zwar eine Woche lang, 24 Stunden am Tag“, so Thomas Weilbacher vom Ordnungsamt.

Auch die Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat den ersten Enforcement-Trailer im Einsatz. Von Samstag, 11.50 Uhr, bis Dienstag, 16.40 Uhr, war das Messgerät auf der A 81 Singen-Stuttgart vor dem Schönbuchtunnel aufgestellt und erfasste in knapp 77 Stunden rund 102 000 Fahrzeuge. 4040 Fahrer überschritten dabei die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h und der Schnellste von ihnen war mit 178 km/h unterwegs. Er wird wie 120 weitere, die deutlich zu schnell waren, mit einem Bußgeld und einem Fahrverbot rechnen müssen. Die übrigen Geschwindigkeitssünder kommen mit einem Buß- oder Verwarnungsgeld davon.

„Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen folgenschwerer Verkehrsunfälle“, so Polizeipräsident Burkhard Metzger. „Im vergangenen Jahr waren in unserem Zuständigkeitsbereich 111 Verkehrsunfälle, die Schwerverletzte oder gar Todesopfer zur Folge hatten, auf diese Ursache zurückzuführen. Mit dem zielgerichteten Einsatz dieses modernen Geschwindigkeitsmessgeräts im Zusammenwirken mit weiteren Verkehrsüberwachungsmaßnahmen versprechen wir uns eine noch stärkere verkehrserzieherische Wirkung und damit letztlich einen positiven Einfluss auf die Verkehrsunfallentwicklung und das Verkehrsverhalten der Menschen.“

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