Die Detektive glänzen nicht durch Scharfsinn

Gelungene Generalprobe beim Ensinger Bauerntheater – Helfer der Familienherberge „Lebensweg“ in Schützingen eingeladen

Erstellt: 21. Januar 2020
Die Detektive glänzen nicht durch Scharfsinn Szene aus dem Stück „Zwei Detektive und keiner blickt durch“. Foto: p

Es ist mittlerweile bereits Tradition bei der Theatergruppe des Ensinger Bauerntheaters, dass der Stand der Vorbereitungen im Hinblick auf die anstehende Theatersaison im Vorfeld in einer öffentlichen Generalprobe überprüft wird. Dieser Termin stand am vergangenen Samstag auf dem Programm.

Ensingen (p). Jeder, der bereits einmal auf einer Theaterbühne gestanden hat, kennt die Situation – man hat drei Monate geprobt, Texte gelernt, Wege auf der Bühne einstudiert, sowie Gestik und Mimik ausprobiert. Wie aber reagiert das Publikum auf das Einstudierte? Wie kommt das Theaterstück beim Publikum an? Wie authentisch passen die Kostüme zu den Charakteren? Antworten auf diese Fragen kann letztendlich nur das Publikum selber beantworten – „und das ist der Grund dafür, dass wir diese öffentliche Generalprobe durchführen“, so Norbert Hartmann.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen meist Freunde und Bekannte der Schauspieler die Generalprobe besuchten, luden die Theatermacher in diesem Jahr ehrenamtliche Helfer der Familienherberge „Lebensweg“ aus Schützingen ein, die Generalprobe zu begleiten.

„Wir wollten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so beschreibt Norbert Hartmann diese Idee der Theatergruppe. „Wir können uns bei den freiwilligen Helfern für deren soziales Engagement bedanken und erhalten damit zugleich auch ein fachkundiges Publikum, das den Stand unserer Vorbereitungen bewerten konnte.“

So warteten am vergangenen Samstag rund 70 Besucher darauf, dass sich der Vorhang öffnet und das diesjährige Stück „Zwei Detektive und keiner blickt durch“ von Frank Ziegler beginnen konnte.

Das etwas frustrierte und dadurch auch recht durstige Oberhaupt der Familie, Werner Wäscher, hat einen Detektiven angeheuert, um seine vermeintlich untreue Ehefrau überwachen zu lassen. Als die Detektivin Andrea Magnum erscheint, ist Werner zuerst gar nicht erfreut, da seiner Meinung nach Frauen keine Detektivarbeit leisten können, dazu braucht man Männer, so seine Überzeugung.

Doch einige Dosen Leichtbier später werden sich die beiden einig. Oma Pfendner beobachtet allerdings die beiden und engagiert daraufhin ebenfalls einen Detektiv, da sie vermutet, dass es sich um die Geliebte von Werner Wäscher handelt.

Leider klärt sich dieses Missverständnis erst sehr langsam auf, da die beiden Detektive nicht unbedingt durch Scharfsinn und Einfallsreichtum glänzen.

Und dann taucht auch noch Jago auf, der „obercoole Kleindealer“, der von der Tochter des Hauses sofort umworben wird. Ihm gelingt es, seinen gesamten Pillenvorrat im Hause Wäscher zu verlieren.

Die unkoordinierten Aktivitäten dieser drei Chaoten bringt sämtliche Familienmitglieder an den Rand des Wahnsinns.

Die Besetzung der einzelnen Charaktere, ihre Kostüme, die Maske, letztendlich aber die große Spielfreude jedes einzelnen Mimen war ausgezeichnet. Die Besucher mussten den Eindruck gewinnen, dass jeder einzelne Akteur froh war, dass die lange Zeit des Probens vorbei war und dass sie endlich zeigen konnten, was sie unter der Regie von Daniela Schütz einstudiert hatten. Das Stück ist gespickt mit vielen rasanten Aktionen und jeder Menge Situationskomik. Die Zuschauer haben keine Zeit, sich lange zu erholen, denn ein Gag jagt den nächsten und mit jedem neuen Auftritt konnte man gespannt sein, was nun schon wieder geschieht.

Der langanhaltende Applaus am Ende der Generalprobe und die anschließenden Gespräche mit den Besuchern zeigten, dass bis jetzt sehr gut gearbeitet wurde und dass sich alle, die gesamte Theatergruppe, aber auch die Besitzer von Eintrittskarten auf die neue Theatersaison und auf die Premiere am 1. Februar freuen können.

Wer noch Interesse daran hat, die chaotischen Geschehnisse rund um die Familie Wäscher live mitzuerleben, dann bietet sich der Kauf von Eintrittskarten für die diesjährige Theatersaison des Ensinger Bauerntheater an. Es gibt noch Eintrittskarten für einige der elf Vorstellungen und diese gibt es „online“ unter www.Ensinger-Bauerntheater.de.

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