Auf den Spuren eines bestimmten Heißgetränks

Heute geht es auf die Platte. Die gesuchte Gemeinde ist für herausragende Aktivitäten im Klimaschutz bekannt.

Von Vera Gergen Erstellt: 30. Juli 2021
Auf den Spuren eines  bestimmten Heißgetränks Vom Panoramaweg bieten sich verschiedene Blicke auf den gesuchten Ort. Fotos: Gergen

Der Auftakt des VKZ-Sommerrätsels war problemlos zu schaffen. 88 richtige Lösungen gingen ein. Richtig sind Gündelbach, Heilige Laurentius, Carolin Klöckner und der Hamberger See.

Das heutige Kapitel unseres Sommerrätsels führt uns ins Heckengäu auf die sogenannte Platte rund 150 Meter oberhalb des Enztals. Dort zeichnet sich die gesuchte Gemeinde nicht nur durch ihre schöne Landschaft aus, sondern auch durch allerlei Kunst, Kultur und Kulinarik sowie durch ihr innovatives Klimaschutzprogramm.

Obgleich sie wahrscheinlich bereits zu fränkischer Zeit zwischen 500 und 700 nach Christus gegründet wurde, römische Münzfunde eine noch längere Besiedlung belegen und der amtierende Bürgermeister bereits seit 1982 – also in seiner fünften Amtszeit – die Geschicke des 6500-Seelen-Ortes lenkt, ist die Kommune gleich in mehrerer Hinsicht Vorreiter. So wurde sie 2009 als erste Gemeinde Baden-Württembergs und nochmals 2011 mit der höchsten Punktzahl in Deutschland mit dem European Energy Award Gold ausgezeichnet – und zwar für ihre herausragenden Aktivitäten in Sachen Klimaschutz. Zudem erlangte sie 2015 die Auszeichnung als Energie-Kommune dank ihres besonderen Engagements in der „Wärmewende“. Auch bei den Städtepartnerschaften beschreitet man außergewöhnliche Wege und unterhält nicht nur freundschaftliche Bande in die USA und nach Italien, sondern ebenso eine von knapp hundert deutsch-türkischen Partnerschaften, um die Integration dieser Einwanderungsgruppe im Ort zu fördern.

Eines verbindet die beiden Kulturen auf jeden Fall – nämlich ihre Liebe zu einem bestimmten Heißgetränk. In der Türkei steht es unmittelbar hinter Cay und Raki auf Platz drei der Beliebtheitsskala, gleichfalls wie in Deutschland, wo es jedoch auf Mineralwasser und Fruchtsäfte folgt. Pro Kopf und Jahr konsumieren wir rund 160 Liter davon und haben dafür lange Zeit in jedem Haushalt ein spezielles Gerät benötigt. Weit mehr als eintausend der schönsten Exemplare aus verschiedenen Epochen und Gegenden – Raritäten mit eingeschlossen – gibt es im eigens dafür eingerichteten Museum im ehemaligen Pfarrhaus von 1711 zu bestaunen und natürlich kann man im dortigen Café auch gleich seinen Lieblingstrank genießen. Es befindet sich ganz in der Nähe der Kirche und des historischen Pfleghofs, der sich einst als einer von sieben seiner Art im Besitz des Klosters Maulbronn befand. Aus diesem Grunde enthält das Ortswappen ein bestimmtes kirchliches Symbol, das es ebenfalls zu erraten gilt.

Doch nicht nur diese gut erhaltenen Gebäude sind einen Besuch wert. Auf dem umgebenden Areal finden sich weitere Sehenswürdigkeiten und Schätze, die sich wie eine Perlenschnur bei einem Spaziergang durch die Gassen aneinanderreihen. Zahlreiche Brunnen und Skulpturen verschiedener regionaler Künstler möchten entdeckt werden, wie beispielsweise der Löwenbrunnen vor dem Löwenkeller in der Mühlstraße oder der Ortsteilbrunnen in den Herrschaftsgärten, der mit seinen vier wasserspeienden Köpfen die vier Teilorte der Gemeinde symbolisiert. Ein paar Meter weiter verströmt unter dem Titel „Harmony“ ein eng umschlungenes Paar mit Kind pures Familienidyll, während das „Faunenpaar“ bei der Lindenhalle lockt, bevor man an einem kleinen Teich auf „Waschweiber, Bürokrat und Bauer mit Ochs“ stößt – jede Skulptur für sich ist ein Hingucker. Hiesige Fußball-Fans werden dagegen am „Sonnentor“ von Roger Roitenstern vor der örtlichen Bäckerei ihre wahre Freude haben. Denn die Installation des auch als Brezelkünstler bekannten Skulpteurs beinhaltet nicht nur einen Fußballspieler, der großen Schrittes einen Ball vorantreibt, sondern zugleich des Schwaben liebstes Backwerk. Was gibt es Besseres als beide Leidenschaften in einem Kunstwerk zu vereinen?

Übrigens – die Einwohner der gesuchten Gemeinde, deren Name sich von der Personenbezeichnung „Winiheri“ ableiten soll, werden auch als „D‘Krabbe“ bezeichnet. Was dies bedeuten könnte, ist ebenso Teil unseres heutigen Rätsels. Zugegeben, es ist nicht leicht zu knacken, aber mit hartschaligen Wasserbewohnern hat es nichts zu tun, stattdessen mit schwarz-geflügelten Tieren, soviel sei an dieser Stelle verraten.

Jetzt wieder die vier Fragen: 1. Wie heißt der gesuchte Ort? 2. Wie ist der Name des Museums, das im ehemaligen Pfarrhaus angesiedelt ist? Was ist das Symbol im Ortswappen? Was ist die Bedeutung von „D‘Krabbe“?

Einsendungen mit den vier richtigen Antworten (Adresse nicht vergessen) bis Sonntag (1. August) um 18 Uhr. Per E-Mail: info@vkz.de oder eine Karte im Verlagsgebäude am Vaihinger Marktplatz einwerfen. Viel Spaß beim Rätseln!

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