Von der Vertreibung der Mätresse

Zusatztermine und ein Klassiker: Das Wochenende im Residenzschloss Ludwigsburg

Erstellt: 23. Januar 2020
Von der Vertreibung der Mätresse Für die Führungen im Schloss Ludwigsburg gibt es Zusatztermine. Foto: SSG

Begehrte Termine im Residenzschloss Ludwigsburg: Für zwei besondere Führungen hat die Schlossverwaltung jetzt Zusatztermine ins Programm genommen.

Ludwigsburg (oh). Am Samstag (25. Januar) kann man am Nachmittag mit „Gräfin Weidenbach“ in die Zeit von Schlossgründer Eberhard Ludwig eintauchen. Und wenn es dunkel wird, startet der Familienrundgang „Nachts im Schloss“. Am Sonntag (26.Januar) berichtet der „Leibbüchsenspanner“ von der Jagdlust des Adels – und von der Jagdfron der Bauern. Außerdem ist am Samstag und am Sonntag das interaktive Kindermuseum „Kinderreich“ geöffnet. Für die Sonderführungen und für das „Kinderreich“ ist wegen der beschränkten Teilnehmerzahl eine telefonische Anmeldung unter Telefon 0 71 41 / 18 64 00 notwendig.

Kein Wunder, dass die Sonderführung „Etiquetten und Intrigen“ so beliebt ist, dass am Samstag ein Zusatztermin angesetzt werden muss. Die „Story“ der Führung setzt nämlich an einem ganz verblüffenden Wendepunkt in der Geschichte des Residenzschlosses an: Herzog Eberhard Ludwig hat nach einem Vierteljahrhundert endlich seine Mätresse verabschiedet. Jetzt erst, nach 25 Jahren, darf seine Ehefrau ins Schloss einziehen. Gräfin von Weidenbach, die vertraute Hofdame der Herzogin, begrüßt die Gäste am Sonntag um 14. 30 Uhr und besichtigt mit ihnen zusammen ihren neuen Wirkungsbereich. Und sie erzählt vom Leben bei Hofe und von den skandalösen Ereignissen, die zur Vertreibung der langjährigen Mätresse geführt haben.

Um 19 Uhr startet der nächste Zusatztermin: „Nachts im Schloss“ ist eine Familienführung, bei der alle mit Laternen unterwegs sind – die besondere Stimmung ist für Kinder wie für Erwachsene bezwingend. Das Schloss ist wie verwandelt. Die prachtvollen Räume wirken ganz anders als am Tag: mysteriös und voller Geschichten.

Immer wieder tauchen im Lichtschein Gesichter auf: Die Porträts der Schlossbewohner scheinen zum Leben zu erwachen. Ein eindrucksvolles Erlebnis, unabhängig vom Alter.

Um „Jagdlust und Jagdfron“ geht es am Sonntag um 11 Uhr. Claus Bittner schlüpft in die Rolle des „Leibbüchsenspanners“ und berichtet anschaulich vom liebsten Zeitvertreib des Adels, der Jagd. Der „königliche Oberförster“ berichtet über die glänzenden Jagdfeste – aber er lässt auch die Kehrseite nicht aus, die harten Frondienste des Volkes für das königliche Vergnügen.

Ebenfalls ein Klassiker ist das „Kinderreich“. Das interaktive Kindermuseum ist an beiden Wochenendtagen geöffnet und bietet jeweils um 12 und um 14 Uhr freie Spielplätze. Zuerst verwandeln sich die Kinder im interaktiven Kindermuseum mit prächtigen Kostümen in Prinzen und Prinzessinnen – und dann ist erlaubt, was sonst in Schlössern und Museen streng verboten ist: Alles darf angefasst werden, auf dem Thron darf man sitzen und im königlichen Himmelbett darf geräkelt werden. Und für Familien, die das Schloss ganz spielerisch kennen lernen wollen, gibt es die Familienführung ohne Anmeldung, wie immer am Sonntag um 14.30 Uhr.

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