Viele warten auf den Einlass

Pforzheimer Wildpark seit Mittwoch wieder geöffnet. Zugang nur mit Mund-Nase-Schutz. Jeweils 400 Gäste dürfen vormittags oder nachmittags auf das Gelände. Kostenloses Ticket online buchen.

Von Stefan Friedrich Erstellt: 29. Mai 2020
Viele warten auf den Einlass Die Tiere begrüßen neugierig die ersten Besucher im Wildpark Pforzheim. Fotos: Friedrich

Pforzheim. Wie sehr der Pforzheimer Wildpark vielen gefehlt hat, das hat sich am Mittwochmorgen gezeigt. Viele konnten die Wiedereröffnung gar nicht mehr abwarten und warteten bereits auf Einlass – vor allem Familien mit kleinen Kindern, die die Tiere regelrecht vermisst hatten. Dass der Zugang coronabedingt nur mir Mund-Nase-Schutz erlaubt war, stieß dabei auf viel Verständnis.

„Wir warten schon seit längerem darauf, dass der Wildpark endlich wieder öffnet“, verriet Carmen Regelmann aus Neuhausen. Vor der Schließung kamen sie und ihre Familie bereits regelmäßig hierher. Mittwochmorgen gehörten sie nun zu den ersten Besuchern, die aufs Gelände durften. Vor allem dem Enkel konnte es gar nicht schnell genug gehen, verriet Regelmann. Er war damit nicht alleine. Auch Lisa Morlock aus Huchenfeld freute sich mit ihrem Sohn über die lange ersehnte Wiedereröffnung. Auch sie kommen seit langem hierher und lieben es, bei den Tieren zu sein, erzählte sie. Optimale Bedingungen waren es am Mittwoch zudem, ein Wetter wie gemalt für eine Wiedereröffnung. Dass die Besucherzahlen momentan begrenzt sein müssen und auch der Zugang zum Park über ein Online-Ticket-System erfolgen muss, das scheint die wenigsten gestört zu haben. Selbst in der zwischendurch kleinen Schlange vor der Einlasskontrolle – der Zugang erfolgt etwas unterhalb des regulären Haupteingangs – verdarb es keinem die gute Laune. Es sind vorerst maximal jeweils 400 Gäste, die vormittags oder nachmittags aufs Gelände dürfen. Die Tickets sind zwar kostenlos, müssen aber auf jeden Fall online gebucht werden – entweder als Kikeriki-Ticket für die Frühaufsteher oder als Siebenschläfer-Ticket für die, die erst später in den Park kommen wollen. Notfalls geht das auch mit dem Smartphone vor Ort, so der für den Wildpark zuständige Förster Carsten Schwarz – natürlich nur, wenn dann noch Tickets verfügbar sind. Dass die Angebote im Wildpark insgesamt „abgespeckt“ sind; dass etwa Schaufütterungen oder Sonderaktionen vorerst wegfallen müssen, ist auch aus seiner und der Sicht seiner Mitarbeiter „bedauerlich“, räumte Schwarz ein. „Es ist aber eben besser als gar nichts.“ Und vieles wird ohnehin davon abhängen, wie sich die Lage weiter entwickelt, ob die Zahl der an Corona Infizierten weiter zurückgeht oder wie es mit der Disziplin der Besucher auf dem Gelände aussieht. Im Moment ist es für vor allem auch für diejenigen, die sich im Wildpark engagieren, „spannend, wie das Konzept angenommen wird und wie zufrieden unsere Besucher sind“, verriet Schwarz. Ohnehin sei die Wiedereröffnung auch für das Team ein besonderer Moment gewesen – „wie vor zwei Jahren bei der 50-Jahr-Feier“, wenn auch dieses Mal unter etwas anderen Bedingungen. „Klar ist man da aufgeregt“, so Schwarz – aber eben auch tierisch glücklich darüber, dass es endlich wieder losgehen kann.

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