Klinik-Standort wird erheblich aufgewertet

Am Mühlacker Krankenhaus sollen innerhalb von vier Jahren 28 Millionen Euro investiert werden – Gesundheitscampus in Planung

Von Ralph Küppers Erstellt: 12. Januar 2019
Klinik-Standort wird erheblich aufgewertet So oder leicht abgewandelt soll das Areal des Mühlacker Krankenhauses nach der Erweiterung um Ärztehaus und Pflegeheim aussehen. Grafik: p

Die Pläne für einen Gesundheitscampus am Mühlacker Krankenhaus werden konkreter. Die Enzkreis-Kliniken sollen mit Umbauten, aber auch mit der Angliederung von Pflegeheim und Ärztehaus erheblich attraktiver werden. Dafür will die Regionale Kliniken Holding (RKH) in den nächsten vier Jahren 28 Millionen Euro investieren.

Mühlacker. Nicht jeder Patient, der außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten ärztliche Hilfe braucht, ist gleich ein Notfallpatient. Doch immer mehr suchen direkt die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses auf. Dieser Trend gilt auch für die Einrichtung in der Senderstadt. Weil einerseits keine Änderung in Sicht ist, andererseits aber auch die Unterscheidung der medizinischen Notwendigkeit schwer fällt, soll es künftig in Mühlacker eine gemeinsame Anlaufstelle geben. Im Krankenhaus Mühlacker ist dann am gleichen Tresen die Anmeldung für die kassenärztliche Notfallpraxis und für die Notaufnahme des Krankenhauses. „Die richtige Verteilung geschieht dann vor Ort und für den Patienten kaum merkbar“, erläutert Alexander Tsongas. Der Sprecher der RKH betont zugleich: „Für den Patienten hat dies den Vorteil, dass er nur eine Anlaufstelle hat.“

Doch nicht nur für diejenigen, die abends oder am Wochenende medizinische Hilfe in Anspruch nehmen wollen, soll die Zukunft Verbesserungen bringen. Auf dem Areal der Enzkreis-Kliniken am Stadtrand von Mühlacker soll ein regelrechter Gesundheitscampus entstehen (VKZ hat berichtet). In Verbindung mit einem externen Investor, der nach Möglichkeit Bau und Betrieb übernimmt, soll auf der Südseite des Krankenhauses ein Ärztehaus angebaut werden. „Es gibt bereits niedergelassene Ärzte, die sich als Interessenten für das geplante Ärztehaus gemeldet haben“, verkündet Dominik Nusser, der Regionaldirektor der Enzkreis-Kliniken. RKH-Geschäftsführer Prof. Jörg Martin ergänzt: „Junge Ärzte suchen solche Modelle, weil sie angesichts der zunehmenden Bürokratie nicht alles selbst machen, sondern lieber mehr Zeit für ihre Patienten haben wollen.“ Dabei soll den vorhandenen Ärzten im Raum Mühlacker aber nicht das Wasser abgegraben werden, sondern die neue Einrichtung will Nusser als Ergänzung verstanden wissen. Den Baubeginn stellt er für das nächste Jahr in Aussicht. Im Krankenhaus selbst sollen in den nächsten Monaten unter anderem der Kreißsaal umgebaut und die Kurzliegerstation sowie die Katheter-Bereitschaft erweitert werden.

Eine Ergänzung soll auch das Pflegeheim sein, das 30 bis 35 Plätze für die Kurzzeitpflege bieten und ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krankenhaus entstehen soll. Auch einige Plätze für Langzeitpflege sind geplant. Als Träger ist das Sozialwerk Bethesda vorgesehen, Standort wird auf dem Areal eines bisherigen Schwesternwohnheims sein. Dieses muss dafür allerdings erst noch abgerissen werden. Wichtig ist der Stadt Mühlacker in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass die dort vorhandene Kindertagesstätte Rabennest auch im Neubau wieder Platz in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus findet.

Zu den Enzkreis-Kliniken gehört neben Mühlacker auch Neuenbürg als zweiter Standort. Das dortige Krankenhaus ist deutlich kleiner und soll mit Investitionen von 13 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 ertüchtigt werden. Dabei ist der Ausbau des dritten Obergeschosses in Vorbereitung. Außerdem ist unter anderem der Abriss des alten Flügels geplant, der durch einen Neubau ersetzt werden soll.

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