Keine Freizeiten auf dem „Füllmi“

Angebot der Sportkreisjugend ist auch für 2021 gestrichen.

Erstellt: 30. April 2021
Keine Freizeiten  auf dem „Füllmi“ Fröhliche Kinder bei Sportkreis-Ferienlager 2019 auf dem Füllmenbacher Hof. Zum zweiten Mal fällt die Freizeit aus. Foto: Arning

Diefenbach (aa). Die Sommerfreizeiten der Sportkreisjugend Ludwigsburg auf dem Füllmenbacher Hof bei Diefenbach im Enzkreis werden auch in diesem Jahr ein Opfer der Corona-Pandemie. „Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, keine Angebote zu machen“, sagt Andreas Schaller, der in der Nachfolge seiner Mutter Christel die Betreuung des „Füllmi“ übernommen hat. „Des wär koi Zeltlager“, sagt er vor dem Hintergrund der Auflagen, die bei einem möglichen Angebot zu beachten gewesen wären. „Es wäre einfach auch unverantwortlich“, ergänzt Christel Schaller, die sich im Dezember nach 61 Jahren Jugendarbeit zurückgezogen hat und die Entscheidung zur Absage voll mitträgt, auch wenn sie sich den Abschied vom Ehrenamt anders vorgestellt hat. In den ersten beiden Augustwochen waren die Freizeiten eigentlich geplant. In normalen Jahren kommen pro Abschnitt bis zu 120 Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren auf den „Hof“. „Wir hätten auf 50 Kinder reduzieren müssen, pro Zelt maximal vier“, berichtet Andreas Schaller. Und Christel Schaller fragt: „Macht es den Kindern Spaß, den ganzen Tag mit Masken herumzulaufen, immer Abstand halten zu müssen, nicht ins Schwimmbad zu dürfen, in vier Schichten das Essen einzunehmen, getestet zu werden?“ Lange hat man mit einer Ausschreibung gewartet. Andreas Schaller hat den Rat von Fachleuten eingeholt, unter anderem auch bei Dr. Karlin Stark nachgefragt. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes war mehrere Jahre auf dem Füllmi „Lagerärztin“. Auch die Führung des Sportkreises steht hinter der Absage. So schreiben Präsident Matthias Müller und der Sportkreisjugendleiter Kay Bäumges: „Bitte seien Sie gewiss, dass wir uns diese Entscheidungen nicht leicht gemacht haben. Hintergrund sind die Empfehlungen des Robert Koch-Institutes in Bezug auf Nähe der Menschen untereinander und welche Risiken bestehen und ob diesen mit infektionshygienischen Maßnahmen begegnet werden kann. Letzt genannten Punkt können wir nicht vollumfänglich umsetzen.“ „Wir planen aber schon für 2022“, gibt Andreas Schaller die Hoffnung nicht auf. Anders sieht es offensichtlich für das Lager in Untersteinbach aus (1. bis 13. und 15. bis 27. August). Das Angebot für zehn- bis 15-Jährige wird laut Sportkreis-Homepage durchgeführt.

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