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Überfall auf Geldtransporter in Ludwigsburg nur vorgetäuscht?

Weil sie einen Überfall auf einen Geldtransporter in Ludwigsburg vorgetäuscht haben sollen, sitzen zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens in Untersuchungshaft.

  • Die Ermittlungen laufen.  Foto: pixabay.com

    Die Ermittlungen laufen. Foto: pixabay.com

Ludwigsburg (p). Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilen, hätten sich im Zuge der Ermittlungen die Hinweise verdichtet, dass die beiden 24 und 42 Jahre alten Männer den Überfall fingiert haben.

Wie berichtet, hatten die beiden Angestellten angegeben, auf einem Feldweg im Gebiet „Oßweiler Höhe“ in einem Geldtransporter überfallen worden zu sein. Demnach habe ein Autofahrer dort eine Panne vorgetäuscht, ein Angestellter sei daraufhin aus dem Geldtransporter ausgestiegen – und dann seien beide Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens von insgesamt vier Tätern mit vorgehaltener Waffe bedroht worden. Der Geldtransporter sei leergeräumt worden.

Das alles war wohl nur vorgetäuscht, wie die Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ergeben haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen und Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Die Kriminalpolizei, die unter anderem von einem Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützt wurde, vollstreckte die Beschlüsse am Dienstag und nahm die Männer fest. Sie wurden im weiteren Verlauf einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der die Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls mit Waffen in Vollzug setzte und die beiden Männer in Justizvollzugsanstalten einwies.

Die im Zuge der Durchsuchungen aufgefundenen Beweismittel, unter anderem Mobiltelefone und Datenträger, werden im Laufe der weiter andauernden Ermittlungen ausgewertet.

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