Schwimmen, rennen, radeln: Einmal rund um die Welt

Jonas Deichmann aus Illingen peilt das nächste Weltrekordprojekt an

Erstellt: 27. Februar 2020
Schwimmen, rennen, radeln:  Einmal rund um die Welt Mit dem Extremprojekt sammelt Jonas Deichmann Spenden zum Schutz des Regenwaldes.

Der Abenteurer und Extremsportler Jonas Deichmann, gemeldet in Illingen, startet sein nächstes Weltrekordprojekt: der längste Triathlon, von München nach München einmal um die Welt. Die 120-fache Ironman Distanz wird er dabei unter minimalstem CO2-Ausstoß
bewältigen.

Illingen (red). Deichmann beginnt sein Abenteuer im Sommer in München und radelt nach Kroatien. Von dort aus schwimmt er 456 Kilometer entlang der Küste in Richtung Montenegro. Zurück auf dem Rad geht es quer durch Europa und Asien bis nach China und dann per Segelboot über den Pazifik nach San Francisco. Die nächste Etappe führt ihn rennend 5040 Kilometer quer durch Nordamerika bis nach New York. An Bord eines Segelbootes überquert er den Atlantik und legt die letzten 2500 Kilometer von Portugal nach München mit dem Rad zurück. Fast 40 000 Kilometer wird er insgesamt zurücklegen und dabei die 120-fache Ironman Distanz bewältigen.

Für den mehrfachen Weltrekordhalter ist es nicht das erste extreme Projekt. Der Illinger hält bereits Rekorde für alle drei großen Kontinentaldurchquerungen mit dem Rad: Eurasien von Portugal nach Wladiwostok in 64 Tagen, die legendäre Panamericana von Alaska nach Feuerland in 97 Tagen und letztes Jahr die Strecke vom Nordkap nach Kapstadt in 72 Tagen – einen ganzen Monat schneller als der bisherige Weltrekord. „Auf dem Fahrrad gehen mir langsam die Herausforderungen aus und ich habe schon lange davon geträumt, die Welt ohne Flugzeug zu umrunden‘‘, freut sich Jonas Deichmann.

Wie auch bei seinen letzten Projekten ist der Extremsportler ohne Begleitfahrzeug unterwegs. Beim Schwimmen zieht er ein speziell entwickeltes Floß hinter sich her und schwimmt abends an den Strand. Auch auf dem Rad und zu Fuß trägt er sein Gepäck selbst und zeltet entlang der Strecke. „Neben der enormen Distanz ist die Logistik die große Herausforderung. Es gibt Strömungen in den Meeren und nur ein kleines Zeitfenster, um den Himalaya und die Ozeane zu überqueren. Auch die Mitfahrgelegenheit über Atlantik und Pazifik muss noch organisiert werden‘‘, erklärt Deichmann sein Projekt bei einer Pressekonferenz auf der Outdoormesse in München.

Mit seinem Extremprojekt sammelt der Motivationsredner Spenden für den Schutz des Regenwaldes. Die Ankunft zurück in München erwartet er im Frühjahr 2021 und wird dabei den bestehenden Rekord des Simbabwers Sean Conway von 6600 Kilometern deutlich überbieten.

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