Nussdorferin warnt vor falschen Gewinnversprechen

Lob von der Polizei für pfiffige VKZ-Leserin. Ohne gültige Spielquittung gibt es auch keinen Gewinn.

Erstellt: 6. November 2021

Nussdorf (sr). Durch das Abonnieren der Zeitschrift TV Movie sei sie kostenlos in der Sonderlosziehung eingetragen worden und habe bei „Euro Jackpot 24“ 58 980 Euro gewonnen. Dies konnte eine VKZ-Leserin kürzlich einem vermeintlichen Schreiben der „Swisslos, Interkantonale Landeslotterie“ entnehmen.

Es würden allerdings Notargebühren fällig, eine angeblich kostenfreie Hotline war ebenfalls angegeben. Die Nussdorferin hat weder die genannte Zeitschrift abonniert, noch dem Gewinnversprechen geglaubt. Sie schrieb an „Euro Jackpot 24“ an die genannte Schweizer Adresse, dass sie sich sehr über die Nachricht freue.

„Bitte senden Sie mir einen Scheck an meine obige Adresse und kürzen die bei Ihnen angefallenen Kosten an der Gewinnsumme.“ Unterzeichnet hatte die pfiffige Seniorin mit verfälschter Unterschrift, damit „keine Weiterverwendung möglich wird“, wie sie der Zeitung mitteilt. Geraume Zeit später erhielt sie ein Schreiben von Swisslos, diesmal wohl der echten Internationalen Landeslotterie aus Basel.

„Wir bedauern, Sie darüber informieren zu müssen, dass wir weder Briefe noch E-Mails ins Ausland geschickt haben, die Lotteriegewinne betreffen oder in Aussicht stellen“, steht dort als Auftakt.

Zugelassene Lotteriegesellschaften verlangen nie Vorauszahlungen

Swisslos weist darauf hin, dass sie nur einen Namen und auch eine etwas andere Adresse haben, als von der anderen „Swisslos/Euro Jackpot 24“ genannt. „Die einzige Möglichkeit, die uns im Zusammenhang mit der Korrespondenz plausibel erscheint ist, dass es sich um eine Schwindelfirma handelt, die versucht, mit angeblichen Lotteriegewinnen Geld zu machen“, heißt es weiter. Es handle sich um einen Betrugsversuch, vor dem Swisslos eindringlich warne. Zugelassene Lotteriegesellschaften würden nie Vorauszahlungen von Bearbeitungsgebühren wie Notargebühren für die Auszahlung von Lotteriegewinnen verlangen. Außerdem könne nur gewinnen, wer auch tatsächlich mitgespielt hat und eine gültige Spielquittung vorweisen kann. Die Nussdorferin wendet sich an die VKZ, um andere vor dieser Betrugsmasche zu warnen.

Für Peter Widenhorn, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Ludwigsburg, handelt es sich bei dem Vorgang um klassischen Betrug mit Gewinnversprechen. Eine Nachverfolgung über die angegebene Hotline sei aussichtslos. Häufig entstehen bei den angeblich kostenlosen Nummern erhebliche Gebühren. „Die Leserin hat alles richtig gemacht“, lobt er. Eine weitere Variante ist, solche Schreiben oder E-Mails einfach zu ignorieren – ab damit in den Papierkorb. Swisslos gibt es durchaus, bestätigt Widenhorn, die sei seriös. Die echte Interkantonale Landeslotterie Swisslos warnt auf ihrer Homepage vor Schwindellotterien.

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