Halbe Million Euro fürs Keltenmuseum

Erstellt: 11. Juli 2020

Hochdorf (p). „Es ist ein Riesenerfolg für alle Beteiligten“, schwärmt der Landtagsabgeordnete Dr. Markus Rösler (Grüne) von der Zusage des Landes, für das Keltenmuseum Hochdorf 500 000 Euro Zuschuss für Investitions- und Projektkosten zur Verfügung zu stellen.

„Ich beglückwünsche das Keltenmuseum mit Museumsleiter Dr. Thomas Knopf, seine Vorgängerin Dr. Simone Stork und die Gemeinde Eberdingen mit Bürgermeister Peter Schäfer zur heutigen Förderzusage über 500 000 Euro durch Staatssekretärin Petra Olschowski. Die Gemeinde selbst wird ebenfalls 500 000 Euro beisteuern“, so Rösler.

„Die Fürsten-Grabstätte von Hochdorf ist schon allein bis heute eine Sensation. Gemeinsam mit dem Hohenasperg samt Kleinaspergle, dem Krieger von Hirschlanden und weitere Großgrabhügel im Strohgäu gibt es bei uns im Kreis Ludwigsburg eine Dichte herausragender Fundorte keltischer Kultur, die weit über Baden-Württemberg hinaus Bedeutung besitzen“, sagt Rösler.

Der Grünen-Abgeordnete ist seit Jahren im Einsatz für das Keltenmuseum in Hochdorf: Im Juni 2019 konnte Rösler Staatssekretärin Olschowski vor Ort für die vorbildliche Arbeit von Museum und Kommune sensibilisieren und begeistern. Bereits im August 2015 ist Wissenschaftsministerin Theresia Bauer auf seine Einladung zu Gast im Eberdinger Museum gewesen. Im März 2019 waren auch die verantwortlichen Mitarbeiter aus dem Wissenschaftsministerium in einer Gemeinderatssitzung in Eberdingen, um die Gemeinderäte in einem frühen Stadium über die Keltenkonzeption des Landes zu informieren.

„Mit Hilfe der finanziellen Förderung kann sich das Keltenmuseum baulich und konzeptionell weiterentwickeln und optimal für die Zukunft aufstellen“, sagt Rösler. Dabei wolle man an den vorhandenen Bestand anknüpfen und beispielswiese die Nutzung digitaler Lernangebote verstärken, um für Schulklassen attraktiv zu bleiben. Für diese und andere Gruppen soll es in Zukunft einen neuen Anbau geben. Außerdem will man die Ein- und Anbindung umliegender (Kelten-)Orte verstärken. „Nicht zuletzt stehen in Zeiten des Klimawandels auch die nachhaltige energetische Optimierung des rund 30 Jahre alten Gebäudes und die Nutzung alternativer Energien auf der Liste möglicher Projekte, die nun umgesetzt werden können“, so Rösler, der als Mitglied des Finanzausschusses bei den Beratungen zum Doppelhaushalt des Landes 2019/2020 die entsprechenden Gelder für die Keltenkonzeption bewilligt hatte.

Zur Entwicklung des „Keltenlandes Baden-Württemberg“ und der Konzeption gehört auch die Gründung einer Dachmarke und eines Logos, unter denen die vielen keltischen Fundstätten und Museen im Südwesten künftig miteinander verbunden sein werden. Landesweit zählen zu den zentralen Keltenstätten der Heidengraben am Albtrauf, der Ipf bei Bopfingen und die Heuneburg bei Sigmaringen, die als landeseigene Immobilie eine Sonderstellung genießt.

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