Baden-Württemberg

Großaufgebot der Polizei bei Fastenpredigt von Winfried Kretschmann

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird bei einer Fastenpredigt im Kreis Biberach von viel Polizei geschützt. Hintergrund sind Störungen bei anderen Veranstaltungen der Grünen.

  • Gut geschützt: Kretschmann bei der Fastenpredigt  (Archivbild)Foto: dpa/Bernd Weißbrod

    Gut geschützt: Kretschmann bei der Fastenpredigt (Archivbild)Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Bei der Fastenpredigt von Winfried Kretschmann (Grüne) in einer Kirche in Uttenweiler (Landkreis Biberach) ist die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz. Erwartete Demonstrationen blieben zunächst allerdings aus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine Reiterstaffel, ein Hubschrauber sowie weitere Einsatzkräfte seien vor Ort. 

Zu Beginn seiner Rede in der Wallfahrtskirche St. Johann Baptist entschuldigte sich der baden-württembergische Ministerpräsident zunächst für das starke Aufgebot, wie ein dpa-Reporter berichtete. Kretschmann sagte, dass die hohe Polizeipräsenz wegen der Vorfälle am Aschermittwoch notwendig sei. Er hoffe, dass dies bald nicht mehr nötig sein werde.

Nach Angaben des dpa-Reporters war die Polizei mit Hundertschaften vor Ort. Sämtliche Einfahrtsstraßen zu der Kirche seien von Einsatzkräften abgesichert, Polizisten wären auch in der Kirche. Dort seien ungefähr 200 bis 300 Menschen gewesen. Taschenkontrollen habe es nicht gegeben.

Störer bei anderen Veranstaltung

Beim politischen Aschermittwoch in Schorndorf vor mehr als einer Woche behinderten Störer die Abreise der Grünen-Bundesvorsitzenden Ricarda Lang und riefen unter anderem „Hau ab“. Zuvor war in Biberach eine geplante Veranstaltung mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und anderen prominenten Grünen kurzfristig wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden, nachdem eine Demonstration aus dem Ruder gelaufen war.

Die Wallfahrtskirche liegt auf dem Berg Bussen, der im Volksmund auch als Heiliger Berg Oberschwabens bezeichnet wird. Die Kirche – kurz Bussenkirche genannt – ist nach Angaben der Katholische Seelsorgeeinheit vor Ort seit dem Jahr 805 bezeugt. Von dem Berg selbst kann man über Oberschwaben bis zu den Alpen blicken.

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