Panorama

Belugawal stirbt auf Reise an Ärmelkanal

Hundert Helfer hatten um sein Leben gekämpft und den Belugawal aus der Seine-Schleuse befreit. Doch das Tier starb auf dem Weg zum Meer.

  • Der Belugawal überlebte die Rettungsaktion, starb aber später.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

    Der Belugawal überlebte die Rettungsaktion, starb aber später.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

  • Über 20 Taucher und 80 Helfer waren an der Rettungsaktion beteiligt.Foto: dpa/Jean-Francois Monier

    Über 20 Taucher und 80 Helfer waren an der Rettungsaktion beteiligt.Foto: dpa/Jean-Francois Monier

  • Der Wal ist vier Meter lang und etwa 800 Kilogramm schwer.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

    Der Wal ist vier Meter lang und etwa 800 Kilogramm schwer.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

  • Er sei sehr dünn und befinde sich in keinem guten Zustand – jetzt wird er in einem Meerwasserbecken am Ärmelkanal aufgepäppelt.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

    Er sei sehr dünn und befinde sich in keinem guten Zustand – jetzt wird er in einem Meerwasserbecken am Ärmelkanal aufgepäppelt.Foto: AFP/JEAN-FRANCOIS MONIER

  • Für die Rettung des Tieres war ein Kran installiert worden.Foto: AFP/BENOIT TESSIER

    Für die Rettung des Tieres war ein Kran installiert worden.Foto: AFP/BENOIT TESSIER

  • Der Beluga war am Wochenende rund 70 Kilometer von Paris entfernt in einer Flussschleuse lokalisiert worden.Foto: AFP/BENOIT TESSIER

    Der Beluga war am Wochenende rund 70 Kilometer von Paris entfernt in einer Flussschleuse lokalisiert worden.Foto: AFP/BENOIT TESSIER

Der tagelang in einer Seine-Schleuse in Frankreich feststeckende Belugawal ist trotz einer Rettungsaktion gestorben. Nach der Bergung aus der Schleuse in der Nacht zum Mittwoch habe sich die Atmung des Tiers während des Transports in ein Meerwasserbecken in der Normandie zusehend verschlechtert, teilte die Präfektur in Caen mit. Deswegen sei der Wal eingeschläfert worden, erklärte Amtstierärztin Ollivet Courtois. Mit einem Kühllaster hatte der vor über einer Woche in der Seine lokalisierte weiße Wal zur Behandlung nach Ouistreham gebracht werden sollen.

Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion, an der über 80 Experten beteiligt waren, wurde der Belugawal am Mittwochmorgen gegen vier Uhr aus der Schleuse gehoben, wie die Präfektur in Évreux mitteilte. Eine erste Untersuchung bestätigte den schlechten Zustand des abgemagerten Wals. Veterinäre hielten seine Überlebenschancen deshalb für gering.

Dennoch startete der Transport des mit Tüchern feucht gehaltenen Wals gegen 6.30 Uhr. Was nun mit dem Tier geschehen wird, ist noch offen. Weshalb der eigentlich in arktischen und subarktischen Gewässern beheimate Weißwal sich in die Seine verirrt hatte, ist nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein großer Wal in den französischen Fluss verirrt hat: Im Mai verhungerte ein Orca nach wochenlanger Odyssee in der Seine, im Juli wurde mutmaßlich ein Finnwal in der Flussmündung bei Le Havre gesichtet.

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