Digital

Kann man Tweets bald nachträglich ändern?

Bei Twitter könnte es bald eine grundlegende Änderung geben. Milliardär Elon Musk startete nach seinem Einstieg beim Unternehmen eine Umfrage zu einem Redigier-Knopf.

  • Elon Musk fragt Twitter-User nach dem Wunsch eines Redigier-Knopfs. (Symbolbild)Foto: dpa/Fabian Sommer

    Elon Musk fragt Twitter-User nach dem Wunsch eines Redigier-Knopfs. (Symbolbild)Foto: dpa/Fabian Sommer

Tech-Milliardär Elon Musk greift nach seinem großangelegten Einstieg bei Twitter eine alte Forderung vieler Nutzer auf: Die Möglichkeit, Tweets nachträglich zu ändern. Nutzer können sich in einer von Musk aufgesetzten Twitter-Umfrage dazu äußern, ob sie einen Redigier-Knopf wollen. Nach den ersten Stunden in der Nacht zum Dienstag lag die Zustimmung bei rund 75 Prozent.

Die nichtrepräsentative Umfrage hat zwar keine direkten Konsequenzen, doch die frisch erworbene Beteiligung von 9,2 Prozent sichert Musk automatisch mehr Gehör beim Twitter-Management. Twitter ging auf die jahrelangen Forderungen nach einer Redigier-Möglichkeit nie ein.

Aktie springt in die Höhe

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla hält sich bisher bedeckt dazu, was er mit dem Einstieg beim Kurznachrichtendienst erreichen will. Dass die Beteiligung bei der US-Börsenaufsicht SEC mit dem Formular „13G“ gemeldet wurde, bedeutet zugleich, dass Musk zumindest vorerst keinen aktiven Einfluss auf die Geschäftspolitik von Twitter oder einen Sitz im Verwaltungsrat anstrebt. Für solche Fälle hätte er das ausführlichere Formular „13D“ ausfüllen müssen. Die Twitter-Aktie sprang am Montag dennoch um gut 27 Prozent hoch. {"@context":"http://schema.org","@type":"VideoObject","name":"Twitter-Aktienkurs schnellt nach Einstieg von Elon Musk in die Höhe","description":"Tesla-Gründer Elon Musk hat mit einem Einstieg bei Twitter den Aktienkurs des Kurzbotschaftendienstes massiv in die Höhe getrieben. Im vorbörslichen Handel vor dem Handelsstart an der Wall Street legten die Twitter-Aktien am Montag zeitweise um mehr als 25 Prozent zu. Zuvor war bekanntgeworden, dass der reichste Menschen der Welt fast 73,5 Millionen Anteilsscheine von Twitter erworben hat. Das entspricht einem Anteil von 9,2 Prozent an dem Internetunternehmen.","thumbnailUrl":"https://i3thumbs.glomex.com/dC1jMGNpaTN0ZTEzdzkvMjAyMi8wNC8wNC8xNC8wMF81MF82MjRhZmExMmVjZTdhLmpwZw==/profile:player-960x540","duration":"PT2M3S","uploadDate":"2022-04-04T14:03:47.000Z","embedUrl":"https://player.glomex.com/integration/1/iframe-player.html?integrationId=teaser-1mcujg8a2j59n3wwp&playlistId=v-cj1i4k1fad7l","provider":{"@type":"Organization","name":"glomex GmbH","logo":{"@type":"ImageObject","url":"https://player.glomex.com/logo_v@2x.png","width":136,"height":146}}}

Twitter-Chef Parag Agrawal erlaubte sich eine dezente Spitze gegen seinen neuen größten Anteilseigner. Agrawal retweetete Musks Befragung mit den Worten: „Die Konsequenzen dieser Umfrage werden bedeutend sein. Bitte stimmen sie sorgfältig ab.“ Mit diesem Satz hatte Musk vor einigen Tagen Twitter-Nutzer nach deren Meinung über die Redefreiheit bei dem Dienst gefragt, bevor er seinen Einstieg bekannt gab.

Datenschutz-Einstellungen