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Wie gefährlich ist das Langya-Henipavirus?

In China ist mit dem Langya-Henipavirus ein neuer Erreger entdeckt worden. Bislang wurde er bei 35 Menschen nachgewiesen. Doch wie gefährlich ist der? Was bislang bekannt ist.

  • Bislang wurde das Virus vorwiegend bei Spitzmäusen entdeckt (Symbolbild).Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

    Bislang wurde das Virus vorwiegend bei Spitzmäusen entdeckt (Symbolbild).Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

In China sind 35 Menschen an einem neu nachgewiesenen Henipavirus erkrankt. Die Infektionen mit dem Langya-Henipavirus (LayV) benannten Erreger traten bislang in den Provinzen Shangdong und Henan auf. Doch wie gefährlich ist der Virus? In Anbetracht der Corona-Pandemie alarmieren solche Nachrichten schließlich besonders.

Wie gefährlich ist der Virus

Doch die Lage bei dem neuartigen Virus scheint eine ganz andere zu sein. Denn Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es bislang nicht. Die Erreger traten vor allem bei Farmern auf, die zuvor in engem Kontakt mit Tieren standen. Das berichtete ein Team von Wissenschaftlern aus China, Singapur und Australien im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“.

Bei Tests mit Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten.

Todesfälle sind bislang nicht bekannt

Todesfälle sind laut den Forschern bisher nicht bekannt. Unter den 35 Patienten waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese Patienten litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil der Patienten gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden.

Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf. Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, um den Erreger und die damit verbundenen menschlichen Krankheiten besser zu verstehen.

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Chuang Jen-hsiang von der taiwanesischen Gesundheitsbehörde CDC erklärte der „Taipei Times“ zufolge, dass laut der Studie keine Übertragung zwischen Menschen stattgefunden habe. Bei den Haustieren der Betroffenen seien allerdings die entsprechenden Viren nachgewiesen worden, darunter bei Ziegen und Hunden. Allerdings wolle Taiwan eine entsprechende Testmethode entwickeln, um bei Bedarf menschliche Infektionen besser überwachen zu können.

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