Baden-Württemberg

Erneut Razzia bei mutmaßlichen „Reichsbürgern“

In Boxberg gibt es nach der Schießerei im April erneut einen Großeinsatz eines Spezialeinsatzkommandos. In Stuttgart nimmt die Polizei einem mutmaßlichen Szeneangehörigen Waffen, Munition und Messer ab.

  • Spezialkräfte nähern sich den Gebäuden auf dem Grundstück.Foto: Franz Feyder/.

    Spezialkräfte nähern sich den Gebäuden auf dem Grundstück.Foto: Franz Feyder/.

  • Am Freitagmittag hat es in Boxberg-Bobstadt erneut einen großen Polizeieinsatz gegeben.Foto: Franz Feyder

    Am Freitagmittag hat es in Boxberg-Bobstadt erneut einen großen Polizeieinsatz gegeben.Foto: Franz Feyder

  • Schwer bewaffnete Beamte drangen auf ein Anwesen vor.Foto: Franz Feyder

    Schwer bewaffnete Beamte drangen auf ein Anwesen vor.Foto: Franz Feyder

  • Auf dem Areal hatte es am 20. April bereits eine erste große Razzia gegeben.Foto: Franz Feyder

    Auf dem Areal hatte es am 20. April bereits eine erste große Razzia gegeben.Foto: Franz Feyder

  • Die Bewohner des Geländes werden den sogenannten Reichsbürgern zugeordnet.Foto: Franz Feyder

    Die Bewohner des Geländes werden den sogenannten Reichsbürgern zugeordnet.Foto: Franz Feyder

  • Am Freitag sollten dort weitere Beweise gesichert werden.Foto: Franz Feyder

    Am Freitag sollten dort weitere Beweise gesichert werden.Foto: Franz Feyder

  • Die Polizei war entsprechend vorbereitet, stieß diesmal aber nicht auf Widerstand.Foto: Franz Feyder

    Die Polizei war entsprechend vorbereitet, stieß diesmal aber nicht auf Widerstand.Foto: Franz Feyder

  • Bereits am 20. April hatte es auf dem weitläufigen Gelände eine Razzia samt minutenlangem Schusswechsel gegeben. Ein mutmaßlicher Reichsbürger wurde festgenommen – er verfügte über ein riesiges Waffenarsenal.Foto: dpa/Christoph Schmidt

    Bereits am 20. April hatte es auf dem weitläufigen Gelände eine Razzia samt minutenlangem Schusswechsel gegeben. Ein mutmaßlicher Reichsbürger wurde festgenommen – er verfügte über ein riesiges Waffenarsenal.Foto: dpa/Christoph Schmidt

  • Darunter fanden sich selbst automatische Waffen.Foto: dpa/Christoph Schmidt

    Darunter fanden sich selbst automatische Waffen.Foto: dpa/Christoph Schmidt

  • Eines der Gebäude geriet bei dem Einsatz in Flammen und brannte ab.Foto: 7aktuell.de/Hessenauer

    Eines der Gebäude geriet bei dem Einsatz in Flammen und brannte ab.Foto: 7aktuell.de/Hessenauer

  • Die Einsatzkräfte waren auf massiven Widerstand gestoßen, ein Beamter wurde im Oberschenkel getroffen.Foto: SDMG/Kohls

    Die Einsatzkräfte waren auf massiven Widerstand gestoßen, ein Beamter wurde im Oberschenkel getroffen.Foto: SDMG/Kohls

Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) haben erneut das Anwesen eines mutmaßlichen „Reichsbürgers“ in Boxberg-Bobstadt (Main-Tauber-Kreis) durchsucht. Bei der Razzia am Freitagmittag wurde das SEK von einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit unterstützt. Auf dem Areal gibt es mehrere Gebäude und weitere Bewohner, bei denen Beweismittel gesichert werden sollten. Dabei sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, auch Festnahmen habe es zunächst nicht gegeben, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Karlsruhe unserer Zeitung auf Anfrage. Bevor man Details nennen könne, müsse die Aktion ausgewertet werden.

Am 20. April war das zwei Häuser und zwei Scheunen umfassende, stark mit Zäunen abgesicherte, Gelände bereits schon einmal von Spezialkräften der Polizei durchsucht worden. Dabei war es zu einem mehrminütigen Feuergefecht zwischen den Polizisten und dem Verdächtigen gekommen, bei dem der „Reichsbürger“ einem der SEK-Beamten in die Oberschenkel schoss. In der Wohnung hatten Ermittler ein großes Waffen- und Munitionslager gefunden. Darunter befanden sich Kalaschnikow-Sturmgewehre und ein Maschinengewehr. Das darauf folgende Ermittlungsverfahren hatte der Generalbundesanwalt übernommen.

Die Vermieter des Festgenommenen im Blick

Der im April festgenommene Ingo K. lebte auf der von den Bewohnern Bobstadts Ranch genannten Anwesen in einer Wohnung zur Miete. Sein Vermieter Heiko A., dessen Frau, seine beiden Söhne und die Freundin von einem der jungen Männer rechnen Nachbarn und Ermittler ebenfalls der „Reichsbürger-Szene“ zu. Einer der Söhne ist der Polizei als gewalttätig bekannt.

Auch in Stuttgart ist die Polizei in dieser Woche gegen einen mutmaßlichen „Reichsbürger“ vorgegangen. Der Mann hatte sich durch auffällige Formulierungen in einem Brief an Behörden selbst verraten. Ihm wurden mehrere Gewehre, Kurzwaffen und Messer, die er legal besaß, wegen „waffenrechtlicher Unzuverlässigkeit“ abgenommen.

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