Rekordbeteiligung beim Ensinger Lauf-Cup

Erstellt: 30. Mai 2011
Rekordbeteiligung beim Ensinger Lauf-Cup Ralf Reidenbach (Zweiter von rechts) war schon beim Massenstart der beiden Hauptläufe über zehn und 21,1 Kilometer ganz vorne dabei. Fotos: Herkommer

Ensingen (kh). Als „einen vollen Erfolg“ betitelte Rainer Kienzle vom Organisationsteam des Ensinger Lauf-Cups die Veranstaltung. Mit 486 Anmeldungen für den Schüler und die drei Hauptläufe über fünf, zehn und 21,1 Kilometer wurde das Ziel erreicht.

Mit feurigen Trommelrhythmen heizte Georgie Hocker schon vor dem Start des 5. Ensinger Lauf-Cups richtig ein. Auf dem Kelterplatz, der in diesem Jahr zum ersten Mal für Start und Ziel diente, versammelten sich gegen 16 Uhr immer mehr neugierige Zuschauer und ambitionierte Läufer. „Da kommt gleich mehr Stimmung auf, wenn die Menschen mehr Platz haben und es durch die Häuser rund herum eine tolle Atmosphäre gibt“, war das allgemeine Echo des Publikums.

Die knapp 50 Bambini eröffneten mit dem 500-Meter-Lauf den sportlichen Nachmittag. Mit Hilfe von Mama und Papa und unter den lautstarken Anfeuerungsrufen vom Streckenrand aus durfte sich jeder des Läufernachwuchses eine Medaille abholen. Anschließend fiel der Startschuss zum 1,2-Kilometer-Schülerlauf, der ebenso wie die drei Hauptläufe in die offizielle Wertung einfloss. Dabei wurden neben dem schnellsten Schüler auch gleich die Wettbewerbe um die größte Mannschaft und größte Frauenmannschaft entschieden. Beides Mal stellte die Ferdinand-Steinbeis-Realschule das Siegerteam. Das Durchschnittsalter der größten weiblichen Mannschaft sorgte aber kurz für Verwirrung. „Eigentlich war Sekt als Prämie vorgesehen“, meinte Rainer Kienzle bei der Siegerehrung. „Jetzt steigen wir einfach auf Mineralwasser und Säfte um.“ Die sportliche Herausforderung entschied Niklas Kienzle für sich. Er überquerte als schnellster Schüler zuerst die Ziellinie. „Ich bin heute ganz arg glücklich“, meinte er. „Die Strecke ist nämlich eine der schwierigsten. Zu lang für Sprint und zu kurz für ausgewogenen Dauerlauf, da muss man ein Zwischending finden.“ Lang Zeit zum Ausruhen hatte er nicht, da er eine knappe Stunde später zur Zehn-Kilometer-Distanz schon wieder an die Startlinie trat.

Mit dem Startschuss zum ersten Hauptlauf über fünf Kilometer gaben auch die Guggenmusiker aus Kieselbronn ihren Einstand und feuerten die Läufer an verschiedenen Streckenabschnitten mit ihren kräftigen und lauten Liedinterpretationen an. Etwas holprig startete der Ensinger Dorfmeister Jan Kaupp, der sich durch einen Sturz im Massenstart aber nicht davon abhalten ließ, als erster Einheimischer die Ziellinie zu überqueren. Schnellste Ensingerin war Heidi Feierabend. Gesamtsieger wurde Thorsten Siegl vom Team Roy Sports. „Mir gefällt in Ensingen vor allem die abwechslungsreiche Strecke und die Atmosphäre“, meinte Siegl.

Für die beiden Läufe über zehn und 21,1 Kilometer fiel der Startschuss gemeinsam. Auch die Zuschauer an der Strecke, die im Dorf und an den Feldwegen bis in den Wald standen, zeigten sich ausdauernd. „Das finde ich ganz toll“, lobte Lokalmatador Ralf Reidenbach, der seiner Favoritenrolle im Halbmarathon gerecht wurde. „Oftmals ist es so, dass die Zuschauer nur im Start- und Zielbereich stehen und die Läufer auf der Strecke ganz alleine sind. Es ist schön, auch unterwegs Anfeuerungsrufe zu bekommen.“ Neben ihm legte Jenni Scholzen als schnellste Frau die Distanz über 21,1 Kilometer zurück. Extra aus Bonn sei sie angereist, da ihr eine Freundin vom Ensinger Laufcup vorgeschwärmt hatte. „Da musste ich mir selbst ein Bild davon machen. Und ich bin begeistert.“ Die Dorfmeisterschaft im Halbmarathon ging an alte Bekannte. Uwe Dietz, der zum dritten Mal schnellster Ensinger über diese Distanz war, sah den Lauf-Cup als Vorbereitung auf den nächsten Triathlon. Bettina Niethammer verteidigte zum zweiten Mal den Titel als schnellste Frau im Dorf: „Ich habe viel auf den Lauf trainiert, immerhin ist die Dorfmeisterschaft ein besonderer Ansporn.“

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