Eishockey-Vorschau

Erstellt: 21. Dezember 2007
Eishockey-Vorschau Fast alle Sportler haben über Weihnachten frei, nur die Steelers (links) nicht. Foto: Simecek

Bietigheim (kor) – Kurz vor Weihnachten steht dem SC Bietigheim-Bissingen (2. Eishockey-Bundesliga) ein prestigeträchtiges Spiel ins Haus. Gegner der Steelers (44 Punkte) sind die Heilbronner Falken.
Als Bietigheimer Trainer bekommt es Steelers-Coach Christian Brittig mit Heilbronn (45) in diesem Jahr zum ersten Mal zu tun, doch er weiß um die Bedeutung dieses Duells: „Die beiden Mannschaften spielen ähnlich aggressiv.“ Mit einem ausverkauften Haus ist am Freitag um 20 Uhr zu rechnen.
Zwei Tage später treten die Steelers dann die Reise zum Vorletzten Eisbären Regensburg (29) an. Brittig ist der Meinung, dass die Regensburger gemessen an ihren Einzelkönnern in der Tabelle viel weiter nach oben gehören. „Das ist eine brandgefährliche Mannschaft. Gerade zu Hause haben sie gegen die starken Gegner eigentlich immer gut ausgesehen.“ Gegen die Moskitos aus Essen (44) lagen die Eisbären am Sonntag hoch zurück, ehe sie noch einen 7:5-Erfolg schafften.
Mit Regensburg als Auswärtsspiel am Tag vor Heiligabend haben es die Bietigheimer Eishockey-Spieler gut erwischt. „Wir haben Glück gehabt. Nach Bremerhaven oder Weißwasser zu müssen, wäre alles andere als spaßig“, sagt Brittig. Trainingsfrei sei nur der 24. Dezember. Einen Tag später müsse man wieder aufs Eis, um für die Partie am zweiten Weihnachtsfeiertag fit zu sein. Dann ist der EV Ravensburg zu Gast im Ellental. Gerade dieses Spiel ist Steelers-Trainer Brittig sehr wichtig. Elf Punkte hinter den Steelers liegend, befinden sich die Oberschwaben momentan auf Platz 9. Das ist jener Rang, den die Steelers vor einem Jahr nach der Hauptrunde inne hatten und der, den sie dieses Mal unbedingt vermeiden wollen. Zwar räumt Brittig ein, dass der Rückstand auf die zweitplatzierten Schwenninger nur vier Punkte beträgt, dennoch bleibe das Erreichen der Play-Offs das Ziel. So warnt Brittig davor, die kommenden Aufgaben zu leicht anzugehen.
„Ein paar Tage in die Berge zu fahren oder so etwas, das ist natürlich nicht möglich“, sagt Trainer Brittig. Doch Eishockey-Spieler seien an eine Weihnachtszeit voller Herausforderungen gewöhnt. Der Spielplan gleicht sich von Jahr zu Jahr. Im Steelers-Kader wird es hingegen bereits am Freitag eine einschneidende Veränderung geben. Auf eigenen Wunsch, so heißt es in einer Pressemitteilung und seitens des Trainers, habe Jakub Körner Bietigheim mit sofortiger Wirkung verlassen. Was hinter seinen Wechselabsichten stecke, wisse er nicht so genau, sagt Brittig und schmunzelt: „Vielleicht möchte er ja nach Weihnachten wieder kommen.“ Körner habe teilweise hervorragend gespielt und sei angesichts von nur sechs erfahrenen Verteidigern auch zukünftig fest eingeplant gewesen. „Er war wohl trotzdem unzufrieden. Ich kann das nicht nachvollziehen“, sagt Brittig. Wichtiger als die genauen Gründe für die überraschende Personalie sei aus seiner Sicht die grundsätzliche Überlegung, einen Spieler, der unbedingt wegwolle, nicht um jeden Preis halten zu wollen.
Nun dürfte bald der Sohn eines Vorstandsmitglieds seine Chance bekommen. Verteidiger Marcel Neumann ist 19 Jahre alt, 1,70 Meter groß und 68 Kilogramm schwer. Angesichts dieser Voraussetzungen ist er quasi der Hänfling des Kaders. Für ihn spricht, dass er an eine doppelte und dreifache Belastung gewöhnt ist. Dank einer Förderlizenz kam Neumann beim Stuttgarter EC zum Einsatz, nach Aussage von Trainer Brittig aber eben auch bei den Steelers-Junioren.
Inwieweit er kurzfristig eine Rolle spiele, sei noch nicht sicher. Auf jeden Fall, so Christian Brittig, gelte es in solch einer Situation den jungen Spieler zur Seite zu nehmen. Doch allein mit Worten ist die Sache aus seiner Sicht nicht getan. Im Training, das ansonsten eher „regenerativ“ ausgerichtet werde, müsse er nun sein besonderes Augenmerk auf Neumann richten. Anstatt den Spieler einfach ins kalte Wasser zu werfen, gelte es, vorab herauszufinden, inwieweit er dem in der zweiten Liga angeschlagenen Tempo zum momentanen Zeitpunkt gewachsen ist.

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