Abschied vom Triathlonsport

Erstellt: 17. Juli 2009
Abschied vom Triathlonsport Harald Feierabend hört auf. Foto: VKZ-Archiv

Pforzheim (hf/vkz). Jahrelang gehörte er der internationalen Spitze an, jetzt hat er sich aus dem Triathlonsport verabschiedet: Harald Feierabend. Seinen letzten Ironman absolvierte er in Roth. Obwohl der 42-Jährige bei der Vorbereitung viele Hindernisse meistern musste, war die Zeit von 9:10 Stunden beachtlich.

Im Jahr 1994 begann die Karriere von Harald Feierabend dort, wo sie jetzt auch endete: In Roth. Damals hatte er sich mit einer Zeit von 9:29 Stunden auf Anhieb für den Ironman qualifiziert, der alljährlich auf Hawaii ausgetragen wird und eine magische Anziehungskraft auf Triathleten aus der ganzen Welt ausübt. Jahrelang gehörte Feierabend, der seit einem Jahr nach Pforzheim gezogen ist, zu den Topathleten. Die persönlichen Bestzeiten liegen bei 8:30 Stunden für den Ironman und 2:30 Stunden für den Marathon. Die Austragungsorte, die Feierabend besuchte, waren so international wie die Starterfelder: Malaysia, Japan, Lanzarote und Brasilien stehen in seiner Erfolgsliste neben Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien.

Vom Erfolg verwöhnt, war er dieses Jahr nicht ganz zufrieden. „Privat und geschäftlich waren die Monate vor dem Wettkampf sehr turbulent“, sagt er zur Begründung. Für die 3,8 Kilometer Schwimmen, mit denen der Ironman in Roth begann, brauchte Feierabend etwa eine Stunde. „Damit kann ich eigentlich nicht zufrieden sein, aber es war eben im Training nicht mehr drin als einmal pro Woche zu schwimmen.“ Die 180 Kilometer Radfahren verliefen nach Plan. Trotz aufkommender Winde fuhr er die zweiten 90 Kilometer sogar noch zwei Minuten schneller als die erste Hälfte. Leicht enttäuscht zeigte sich Feierabend von seiner Paradedisziplin, dem Marathon. „Die muskuläre Basis war nicht mehr so frisch“, analysierte er. Kein Wunder, fehlte doch die Trainingskontinuität, die er aus früheren Jahren gewohnt war. Die ersten 21 Kilometer lief er in Roth noch so, wie er es sich vorgestellt hatte, doch dann musste Feierabend etwas zurückschrauben. Dennoch waren 3:05 Stunden für den Marathon eine gute Zeit, die angesichts der Rahmenbedingungen sogar noch höher einzuschätzen ist.

In der Region machte sich Feierabend auch einen Namen als Organisator von Veranstaltungen im Bereich des Ausdauersports. Unter anderem wirkte er in den vergangenen Jahren bei den Läufen in Illingen und Ensingen, auch der Illinger Crossduathlon geht auf Feierabend zurück. Nach seinem Abschied vom Ironman sagt er: „Ich brauche mir als Athlet nichts mehr zu beweisen. Aber einen Marathon in der Region zu organisieren, wäre nicht auszuschließen.“

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