Zweite Amtszeit für Maisch

Erstellt: 7. Juli 2014
Zweite Amtszeit für Maisch Blumen für den Wahlsieger. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Um kurz vor 18.30 Uhr waren gestern die 29 Wahllokale in Vaihingen und den Stadtteilen ausgezählt: Mit 94,78 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde Gerd Maisch als Oberbürgermeister von Vaihingen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 19,13 Prozent.
 Von seinem Sersheimer Amtskollegen Jürgen Scholz – dieser hat am 12. Oktober Wahl – bekam Maisch im großen Sitzungssaal des Vaihinger Rathauses einen aufmunternden Klaps. „Ich hätte mir bei der Wahlbeteiligung zwar eine 20 vor dem Komma gewünscht, aber ich freue mich trotzdem“, so der alte und neue Vaihinger Oberbürgermeister in einer ersten Stellungnahme.
Von den 22 027 Wahlberechtigten gingen 4214 Menschen an die Urnen. Ungültige Stimmen gab es 271, gültige 3943. Auf Amtsinhaber Maisch entfielen 3737 Stimmen, 206 Stimmen oder 5,22 Prozent wurden für andere Personen abgegeben. Maisch war Alleinkandidat bei der Wahl.
Die Zahl der Briefwähler – es waren mehr als vor acht Jahren – „haben bei mir eine gewisse Hoffnung entfacht“, so Maisch. „Aber es war wohl das Wetter zu schön oder die Wahl zu langweilig. Ich bin aber nicht schuldig, wenn es nur einen Kandidaten gegeben hat“, sagte Maisch in seiner Rede im großen Sitzungssaal. Im Gespräch mit der VKZ gab der 50-Jährige zu, dass ihm schon eine bessere Rückkoppelung für seine Arbeit lieber gewesen wäre. „Aber mein Einsatz und mein Engagement leiden darunter nicht“, versprach der OB. Die Entwicklung zu einer geringen Wahlbeteiligung müsse man wohl akzeptieren. „Das ist leider so.“ In Mosbach und Waiblingen, wo auch der Amtsinhaber alleiniger OB-Kandidat war, gingen nur 16 beziehungsweise 18 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen.
Auch der Sersheimer Bürgermeister Jürgen Scholz, der bei der Wahl vor acht Jahren noch 28 Prozent Wahlbeteiligung hatte, bedauert den Rückgang des Interesses an den Wahlen. „Vielleicht ist es in kleineren Orten besser, aber insgesamt ist es schade.“
Die Flaute bei der OB-Wahl bekamen gestern auch die Helfer in den Wahllokalen zu spüren. Der Gündelbacher Ortsvorsteher Thomas Fritzlar winkte ab: „Bis 13 Uhr waren es bei uns gerade einmal 61 Leute, die zum Wählen kamen.“ Man habe schon überlegt, ob man das Wahllokal nicht zum FC-Sportfest verlegen solle. „Dann hätten wir wenigsten ein paar Leute mehr gehabt.“
In zwei Wahllokalen
lag die Wahlbeteiligung
unter zehn Prozent
In zwei Wahllokalen lag die Wahlbeteiligung sogar unter zehn Prozent: in der Turn- und Festhalle Enzweihingen und im Kindergarten Balzhalde in Kleinglattbach. Dagegen kann die Bücherei in Enzweihingen mit einer Wahlbeteiligung von 21,10 Prozent punkten. Die höchste Wahlbeteiligung gab es mit 22,5 Prozent an der Grundschule in Roßwag.
Bei den sonstigen Namen, die auf den Wahlzetteln standen, ist immer wieder der frühere Vaihinger Oberbürgermeister Heinz Kälberer erwähnt. Auffallend hoch ist auch der Anteil der Stimmen, die für Dr. Matthias Ehrlein, der vor acht Jahren ein Mitbewerber um den Vaihinger OB-Posten war, abgegeben wurden. Auch Ortsvorsteher und Gemeinderäte haben einige Stimmen auf den Wahlzetteln abbekommen. „Aber der richtige Kracher war bei den sonstigen Stimmen nicht dabei“, so Wahlchef Wolfgang Schüle in einer ersten Analyse.
Weitere Wahlen gestern im Landkreis Ludwigsburg: Die Erligheimer bestätigen ihren Bürgermeister Rainer Schäuffele. Das Endergebnis: Rainer Schäuffele 92,1 Prozent, Ulrich Raisch 2,4 Prozent, Heiko Gold (Nein-Partei) 2,4 Prozent. Wahlbeteiligung 43,3 Prozent. Ein Remsecker wird neuer Oberbürgermeister in Remseck: Dirk Schönberger (42) mit 50,4 Prozent. Klaus Weber erhielt 49,5 Prozent.

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