Weihnachtsmarkt mit Herz in Illingen

Erstellt: 12. Dezember 2011
Weihnachtsmarkt mit Herz in Illingen Danke an Margret Jung. Fotos: Arning

Illingen (aa). „Fröhliche Weihnacht überall“ tönte es Schlag 14 Uhr über den Illinger Posthof. Damit war das Signal gegeben: Der 10. Weihnachtsmarkt ist offiziell eröffnet. Es fehlte nur noch die kurze Ansprache des Herrn Bürgermeisters. Doch Harald Eiberger stand parat und hatte einen riesigen Weihnachtsstern mitgebracht. Die Pflanze ist ein Dankeschön an Margret Jung, die bei der Veranstaltung als Marktmeisterin fungiert. Und das mit ungebrochenem Einsatz auch im Ruhestand. Bis vor fünf Jahren hat sie im Bürgerbüro beziehungsweise im Einwohnermeldeamt der Gemeinde gearbeitet. Da sie 2002 die Idee hatte, den Markt im alten Ortskern zu veranstalten, blieb die Aufgabe an ihr hängen. Der damalige Bürgermeister, es war wohl Ulrich Hintermayer, nicht Jochen Protzer (der war im März 2002 abgewählt worden), wie Harald Eiberger vermutete, hatte Gefallen an der Idee und ließ Margret Jung schalten und walten. Die engagierte Frau wollte einen Weihnachtsmarkt mit Herz organisieren. Nicht nur ein einem Nachmittag, sondern an einem ganzen Wochenende. Damit sich die Sache auch lohnt. Margret Jung besorgte sich die Baupläne für die Stände des Weihnachtsmarktes in Maulbronn. Ihr Mann fertigte die Kopien, der Schwiegersohn baute zehn Stände in seiner Fensterbauwerkstatt nach, die Schule setzte sie im Werkunterricht zusammen. Die Illinger Stände bekamen grüne Dächer, damit man sie von den braunen aus Maulbronn unterscheiden konnte. Es konnte losgehen mit dem Weihnachtsmarkt mit Herz. Der Markt löste die recht übersichtliche Veranstaltung am Ortszentrum ab. Dort war 1977 nach einer Idee von Heinz Kugler, dem langjährigen Kämmerer der Gemeinde, ein adventliches Angebot mit dem Verkauf von Berlinern entstanden. Bald klinkten sich die Landfrauen ein. Und es kam die Christbaumversteigerung mit Förster Trampus dazu. Doch das war natürlich kein Vergleich mit den jetzigen Dimensionen. Rund 50 Stände gruppierten sich diesmal entlang der Kirchstraße und im Alten Posthof. Die Kelter war wieder mit Kunsthandwerkern belegt. Davor bot der Gnadenhof die lebendige Krippe. Klar, dass auch die Dampfbahnfreunde eingeheizt hatten. Von den Illinger Vereinen waren dabei: Kid’s e.V, der Tennisclub, die Landfrauen, der Gesangverein Frohsinn Schützingen, die Schachfreunde, der Partnerschaftsverein, der SV Illingen mit der Fußballjugend und dem Förderverein, der Schützenverein und die Angler. Dazu die evangelische Kirchengemeinde mit ihrer Orangenaktion und einem Mitmachprogramm sowie die Liebenzeller Gemeinschaft. Von der WG Ensingen gab es Spezialitäten aus der heimischen Weinbauregion. Ein kleines Problem war lediglich der Zugang vom Schulgelände her – den gab es nämlich offiziell nicht, denn der Schulhof ist aktuell von Gräben durchzogen, was jedoch für viele kein Hindernis darstellte. Hoffentlich ist niemand abgestürzt! Das Rahmenprogramm ist beim Weihnachtsmarkt mit Herz ein Muss. Besonders gefreut hat sich Margret Jung, dass vier Illinger Jungbläser schon ab 11 Uhr für Stimmung sorgten. Die Gruppen der Vaihinger CJD Jugendmusikschule sind schon fast traditionell dabei. Auch Mary Fischer holt beim Markt gerne ihre Drehorgel heraus. Und die Jugendkapelle des MV darf nicht fehlen. Nach dem Gottesdienst am Sonntag spielte der Posaunenchor vor der Kirche, am Nachmittag war ein großes Weihnachtsliedersingen in der Cyriakuskirche angesagt – mit der Eintracht, der Bläserklasse und einem Projektchor. Schließlich ließ es auch noch der Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde weihnachtlich klingen. Für den Schlusspunkt waren gestern Alphornbläser gebucht. Margret Jung denkt inzwischen schon an den elften Weihnachtsmarkt. Ihr macht es ganz einfach Spaß, sich hier zu engagieren. Mit Freunden und unter Freunden etwas zu veranstalten, ist für sie eine Befriedigung. Dass der Markt durchaus eine Zukunft hat, war vor allem am Samstagabend und bei knackigem Glühweinwetter am Sonntag an der Besucherfrequenz abzulesen.

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