VKZ Sommerrätsel: Heute Roßwag

Erstellt: 24. August 2010
VKZ Sommerrätsel: Heute Roßwag Blick auf Roßwag. Foto: Arning

Roßwag (aa). Das VKZ-Sommerrätsel kommt bei den Lesern offensichtlich gut an. Die Redaktion geht davon aus, dass mit den Einsendungen zu Roßwag die 1000er-Marke geknackt wird. Steile Rebhänge mit markanten Felsengalerien über der Enz machen den Weinort Roßwag unverwechselbar. Natürlich haben die Preise, die es heute zu gewinnen gibt, auch etwas mit dem Wein zu tun. Die Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen hat zwei Gutscheine für jeweils zwei Personen für eine Weinbergführung mit Weinprobe in den Weinbergen zur Verfügung gestellt. Der Termin ist allerdings fix: Am 3. Oktober, 15 Uhr, sollte man Zeit haben. Im Ort selbst begleitet den Besucher auf Schritt und Tritt Tradition und Geschichte. Martinskirche und Pfarrhaus nehmen da einen wichtigen Stellenwert ein. Pfarrer ist Oliver Langer. Einst stand auf den steilabfallenden Muschelkalkfelsen die Burg Roßwag. Sie wurde allerdings schon im 14. Jahrhundert von den Äbten des mächtigen Klosters Maulbronn eingeebnet. Es ist unter anderem ein Verdienst des Backhäusle-Vereins, das alles Wichtige und Sehenswerte über Roßwag in einer Ausstellung auf Tafeln zusammengestellt ist. Hier werden unter anderem folgende Themen behandelt: Der Lebensraum Altwasser, die Geschichte des im Jahr 1842 gebauten Wasch- und Backhäusle, das der Heimatverein Backhäusle e.V., gegründet 2002, wieder zum Leben erweckt hat. Typische Bäume in den alten Weinbergen werden vorgestellt. Natürlich geht es um die Geschichte des Weinbaus, der hier auf rund 40 Hektar betrieben wird, um die Beschwernisse und die Flurneuordnung, die große Bewirtschaftungserleichterungen gebracht hat und den Weingärtnern eine gute wirtschaftliche Zukunft sichert. Die rund 1200 Roßwager wollen aber aus ihrem Ort kein Heimatmuseum machen. Das ist auch Hans-Dieter Eisinger, dem dienstältesten Vaihinger Ortsvorsteher, wichtig. Es soll vielmehr eine „lebende Idylle“ sein. Roßwag ist stolz auf seine unverwechselbare Landschaft mit den steilen Rebhängen. Die Trockenmauern prägen die Kulturlandschaft. Mit seinem wunderschönen Ortskern aus alten Fachwerkhäusern konnte Roßwag seinen Charakter als Acker- und Weinbauort bis heute erhalten. Auch wenn die winkeligen Gassen und die idyllischen Fachwerkhäuser den Eindruck vermitteln, als sei die Zeit stehengeblieben, konnte sich auch der Vaihinger Stadtteil dem Zug der neuen Zeit nicht verschließen. Die Bevölkerung, die vor dem Krieg noch ausschließlich in der Landwirtschaft und im Weinbau tätig war, ist heute überwiegend an Arbeitsplätzen außerhalb des Ortes beschäftigt. Sehr beliebt ist der Jugendtreff Moschde. Und wer noch nie beim Lindenfest war, hat etwas versäumt. Eine Attraktion ist alle zwei Jahre auch der Adventsmarkt. Das herausragende Ereignis dieses Jahres war jedoch die Einweihung der neuen Brücke über die Enz. Funde aus der Alt- und Jungsteinzeit und Grabhügel aus der Eisenzeit lassen vermuten, dass es im Bereich des heutigen Roßwag bereits erste frühe Siedlungsansätze gab. Aus der Römerzeit sind auf der Ortsmarkung noch verschiedene Spuren von Niederlassungen erhalten, so zum Beispiel auf dem Maisner, östlich vom Ort, wo im Getreidefeld noch deutlich die Grundmauern ausgedehnter Bauten zu erkennen sind. Es ist davon auszugehen, dass eine merowingerzeitliche Besiedlung der Gemarkung Roßwag im engeren Umfeld des späteren Ortes mit der Martinskirche stattfand. 1148 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Vermutlich seit dem 11. Jahrhundert hatte die Ortsherrschaft, die edelfreien Herren von Roßwag, Lehensleute und Wappenverwandte der Grafen von Eberstein, ihren Stammsitz nordwestlich der Ansiedlung, die sogenannte Burg Altroßwag. Anfang des 14. Jahrhunderts ist das Dorf zwischen einem Alt- und einem Neu-Roßwager Zweig der Herren von Roßwag aufgeteilt worden. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts gelangten die Anteile von Alt- und Neuroßwag an das Kloster Maulbronn. Während der Stammsitz Altroßwag dem Verfall preisgegeben wurde, musste die Burg Neuroßwag, die über die Grafen von Württemberg an Maulbronn kam, auf Verlangen Württembergs abgerissen und durfte nicht mehr aufgebaut werden. Die zugehörige und dem heiligen Nikolaus geweihte Burgkapelle blieb jedoch bis zur Reformation erhalten. Im 16. Jahrhundert kam das Dorf unter württembergische Herrschaft und wurde Teil des Klosteramtes Maulbronn. 1806 kam Roßwag zum Oberamt Vaihingen. Im Zuge der Kreis- und Gemeindereform wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Roßwag 1972 ein Ortsteil der heutigen Großen Kreisstadt Vaihingen. Es gibt hier ein reges Vereinsleben, unter anderem mit dem Fußballverein, dem Liederkranz, den Kleintierzüchtern, den Landfrauen, dem Heimatverein Backhäusle und dem Weinbauverein. Eine Besonderheit sind der Verein Gemeinschaft Ortsbild Roßwag (GOR) und der Feuerwehr-Spielmannszug. In früherer Zeit hatte Roßwag häufig unter Überschwemmungen zu leiden. Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden umfangereiche Flussregulierungen durchgeführt. Aber erst der Bau eines Hochwasserdamms im Jahre 1955 führte zu einer deutlichen – wenn auch nur vorübergehenden – Verbesserung. Besonders hart traf dann das Hochwasser im Dezember 1993 den Ort; ein Großteil der Gebäude in Tallage versank damals in den Fluten. Die Fragen Rosswag (ub). Sechs Fragen sind heute über Roßwag zu beantworten, damit das Lösungswort zusammengesetzt werden kann. Dafür winkt auch ein attraktiver Preis: Es gibt zwei Gutscheine für zwei Personen für eine Weinbergführung mit Weinprobe in den Weinbergen in Roßwag. Der Termin für die Veranstaltung ist der 3. Oktober um 15 Uhr. Gestiftet wurde der Preis von der Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen. Frage 1: Wie heißt der Roßwager Ortsvorsteher? Vom Nachnamen brauchen wir den sechsten Buchstaben. Frage 2: Wie heißt der evangelische Pfarrer in Roßwag. Vom Nachnamen wird der fünfte Buchstabe benötigt. Frage 3: Wie heißt die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche in der Ortsmitte? Vom Namen (ohne Sankt) ist der sechste Buchstabe aufzuschreiben. Frage 4: Was prägt die unverwechselbare Landschaft in den Steilhängen? Wie heißen diese Mauern, die von den Weingärtnern erhalten und gepflegt werden? Hier brauchen wir den zehnten Buchstaben. Frage 5: Wie heißt das traditonelle Dorffest am ersten Sonntag im Juli? Hier brauchen wir den neunten Buchstaben. Frage 6: Wie heißt der Roßwager Jugendtreff? Der dritte Buchstabe wird hier benötigt. In der Reihenfolge der Frage ergibt sich das Lösungswort. Einsendungen bis Freitag um 12 Uhr an die VKZ-Redaktion, Marktplatz 15 in 71665 Vaihingen. Per Fax: 0 70 42 / 919-99 oder per E-Mail info@vkz.de.

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