TSV Ensingen mit glanzvollem Festwochenende

Erstellt: 26. September 2011
TSV Ensingen mit glanzvollem Festwochenende Der Festzug in der Ortsmitte.

Ensingen (aa). Der TSV Ensingen hätte sich kein schöneres Wochenende für den Abschluss seines Jubiläumsjahres aussuchen können. Bei strahlendem Spätsommerwetter gab es gestern einen attraktiven Festzug durch die Gemeinde. Das Blaumeisen-Konzert vom Samstag war eine einzige Party, bei der die Gäste vom ersten Ton an auf den Bänken standen. Von diesem Festwochenende wird man in Ensingen noch lange sprechen. Es war für die TSV-Mitglieder um den Vorsitzenden Gerhard Ciapura ein Kraftakt der ersten Güte. Doch letztlich wurde zum 100-jährigen Bestehen des Turn- und Sportvereins ein Ausrufezeichen gesetzt. Und das Wetter war wie gemalt für die Feiern. Besser hätte man es nicht erwischen können. 35 Gruppen hatten sich für den Festzug angemeldet. Die Idee, ihn verkehrt herum aufzustellen, sollten sich andere Veranstalter merken. So kommen auch die Teilnehmer in den Genuss eines Festzuges. Aber in Ensingen bot halt die Panoramastraße ein ideales Umfeld. Bewacht von der Kleinglattbacher Feuerwehr (die Ensinger Wehrleute hatten vor einer Woche den Umzug in Kleinglattbach betreut) ging es zwar mit zehn Minuten Verspätung los, doch das störte niemand ernsthaft. Vorneweg die Vorstandschaft und die Ehrenmitglieder, „verfolgt“ vom Oberbürgermeister und dem Ortsvorsteher mit seinem Gremium. Damengymnastik und Senioren, Dackelclub und Kinderturnen, Fußballjugend und Volleyballabteilung, Tischtennis (ja, mit dem Abgeordneten Dr. Markus Rösler), Mittwochsmänner und Bauerntheater, Schützen und Wengerter, Landfrauen und Kleintierzüchter, Motorsportler und Gartenfreude, Feuerwehr, Landfrauen, Kindergarten, Schulklassen und Sänger (die Aufzählung ist nicht vollständig). Alle waren sie dabei, gratulierten auf ihre Art und Weise. Besonders eindrucksvoll natürlich der Schwäbische Albverein mit seinem Eselsburgturm. Und die einheimische Gärtnerei Müller sowie der Werbeträger Nummer 1 des Orts, die Ensinger-Mineralheilquellen, durften nicht fehlen. Dazwischen legten mehrere Kapellen los, natürlich die Ensinger und als Besonderheit die Guggenmusiker aus Kieselbronn. „Bei solchen Temperaturen treten wir normalerweise nicht auf“, meinte ein schwitzender Musiker. Aber warum spielten sie? Ganz einfach: Weil die Kapelle Mitglieder aus Ensingen hat. Ganz zum Schluss Martin Gutjahr mit seinem NSU-Freunden, die wie die Hornissen durch die Straßen fegten. Ziel des Umzugs war das Gelände der Firma Ensinger, Samstag, 21.10 Uhr. Die Blaumeisen haben kaum die ersten Töne von sich gegeben, da brodelt die Halle. Es gehört offenbar zum festen Bestandteil eines Konzertes der Partyband, dass die Besucher die meiste Zeit auf den Sitzbänken stehen und mit den Armen wedeln. Rund 1200 Gäste sind in die Verladehalle der Firma Ensinger Mineral-Heilquellen geströmt und singen, klatschen, stampfen sich in Blaumeisen-Fieber. Die Konzerte sind Kult, die Liveband ist in 20 Jahren zum Mythos geworden. Die Synthese aus Megahits der Neuzeit, Oldies, Pop und Schlager macht das Erfolgsrezept der Band aus. Da brettert sie die „Perle Tirols“ über die Köpfe hinweg und gleich danach „Let’s have a party“ (oder andersrum), die Hits der Fußball-WM rauschen durch die Halle und dann heißt es „ein Prosit der Gemütlichkeit“. Es wird gejubelt und gejohlt: „Heut’ ist so ein schöner Tag“. Die Truppe um Sigi Besemer und Sängerin Bianca Schneider bringt das Publikum sofort auf Hochtouren. Blaumeisen-Konzerte sind in der Tat intensive Liveerlebnisse, die durch eine Licht- und Videodramaturgie zusätzlich unterstützt werden. Seit über 20 Jahren ist die Band im Geschäft. Und es ist offenbar immer noch kein Ende abzusehen. Das Gastspiel in Ensingen wurde an einem freien Volksfestabend eingebaut. In dieser Woche sind die Blaumeisen auf dem Wasen zu erleben (Dinkelacker-Zelt). Norbert Julmi, der beim TSV Ensingen als Frontmann für das Jubiläum agiert, hat die Blaumeisen, die auch beim Jubiläum des TSV Enzweihingen im Jahr 2007 spielten, schon vier zwei Jahren verpflichtet. „Sonst hat man keine Chance“, meint er. Dass die Firma Ensinger Mineral-Heilquellen ihre Verladehalle für die Blaumeisenparty und das sonntägliche Finale zur Verfügung gestellt hat, wird beim TSV hoch geschätzt. Schon der Musikverein war 2005 in den Genuss gekommen. Ab Freitagabend war alles auf das TSV-Fest fixiert. Am Sonntag muss die Halle bis Mitternacht geräumt sein, denn der Versand muss am Montagmorgen wieder anlaufen. Man darf sicher sein, dass es geklappt hat. www.vkz.de (Bildergalerien)

Weiterlesen
Das steht morgen in der VKZ

Das steht morgen in der VKZ

Drucken Diese und weitere Themen lesen Sie wie gewohnt morgen früh in der gedruckten Zeitung oder als E-Paper-Abonnent schon heute Abend ab circa 22.30 Uhr online. Vaihingen: Garantiefall bremst Stocherkahnfahrten Vaihingen: Datum für die nächste Musiknacht steht Handball:... »