Roßwager Weinfrühling

Erstellt: 26. März 2012
Roßwager Weinfrühling Musik, Kunst und Genuss im Gewölbekeller. Foto: Bögel

Roßwag (ub). Nebel im Gewölbekeller, diffuses Licht und Bratschenklänge, ein Künstler, der ins Schwitzen kommt, Köche aus dem Heckengäu, die an verschiedenen Stationen Frühlingsgerichte präsentieren, und die Premiere einer neuen Produktlinie. Die Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen setzt bei ihrem Weinfrühling bewusst auf Genuss und Sinne.
Die vielen Besucher erlebten gestern in der neuen Kellerei in Roßwag aber nicht nur kulinarische Genüsse, sondern es gab auch eine Benefizaktion für die Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker. Dabei ersteigerte der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch im Auftrag der Stadt ein Bild für 250 Euro. Das Gemälde wird seinen Platz im Kindergarten Regenbogen finden.
Der Pforzheimer Künstler Frank Sommer, der als sein Idol van Gogh sieht, und Bertram Haak, Geschäftsführer der Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen und passionierter Bratschenmusiker, schufen zu jeder vollen Stunde mit Kunst und Musik ein Gemälde, das für eine gute Sache versteigert wurde. Für die Auktion waren unter anderem die Württembergische Weinprinzessin Stefanie Zimmer und die Vaihinger Weinprinzessin Nadja Essig zuständig.
Der Erlös der Versteigerung der Sommer-Bilder geht an die Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker zur Errichtung eines sogenannten Snoezel-Raumes im Kindergarten Regenbogen in Vaihingen. Der Kindergarten im Tannenweg wird von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren mit geistiger Behinderung oder Entwicklungsverzögerung besucht. Um das Angebot abzurunden, besteht der Wunsch, ein Entspannungsraum einzurichten. Unter Snoezelen – eine von zwei Zivildienstleistenden in den Niederlanden 1978 zusammengestellte Fantasieschöpfung aus den beiden Wörtern „snuffelen“ (schnüffeln) und „doezelen“ (dösen) – versteht man den Aufenthalt in einem gemütlichen, angenehm warmen Raum, in dem man, bequem liegend oder sitzend, umgeben von leisen Klängen oder Melodien, Lichteffekte betrachten kann. 10 000 Euro braucht die Lebenshilfe für diesen Snoezel-Raum, 5000 Euro kommen bereits von der Stiftung der Kreissparkasse Ludwigsburg. Weiteres Geld wurde jetzt mit der Auktion in Roßwag beigesteuert.
Präsentiert wurde von der Genossenschaftskellerei beim Weinfrühling auch der neue Begriff „Lembergerland“ – mit einem fliegenden Schwan als Logo. Rolf Allmendinger, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaftskellerei und Schöpfer des Schwans: „Als Lembergerland bezeichnen wir jetzt die Fläche, wo unsere Genossenschaft Wein anbaut.“ Der Lemberger macht immerhin einen Anteil von 38 Prozent bei der Genossenschaftskellerei Roßwag-Mühlhausen aus. Langfristig, so Allmendinger, wolle man auch weitere touristische Aspekte unter diesem Begriff vereinigen. „Wir definieren unsere Region neu.“
Neu ist auch die Produktlinie „Ross“, Weine, die Botschafter sein wollen für eine ganz besondere Kulturlandschaft. Mit den vier neuen Sorten wurde nach Angaben der Genossenschaftskellerei ein völlig neuer Weintypus geschaffen. Allmendinger: „Damit möchten wir auch ein jüngeres Publikum ansprechen.“

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