Paddelspaß auf der Enz

Erstellt: 15. Dezember 2008
Paddelspaß auf der Enz Einfallsreich gestaltete Boote gab es auf der Enz zu sehen. Foto: Elsässer

Roßwag/Vaihingen (elf) – Plätzchen backen hier, Einkaufstrubel dort – dem Weihnachtstrubel entgehen und zugleich auch noch etwas Gutes tun war am Samstag bereits zum zehnten Mal zwischen Roßwag und Vaihingen möglich. Die geruhsame Alternative zur Adventshektik bot der Kanuclub CJD Schloss Kaltenstein an. Seine Heiße-Herzen-Fahrt zog einmal mehr Teilnehmer und Zuschauer an.
Sie bauten ein richtiges Bett auf ein Boot, hatten auf einem umgerüsteten Kanu sogar einen richtigen Ofen, mit dem Glühwein erwärmt wurde, verkleideten sich als Giraffe und machten auch vor politischen Parolen nicht halt. Die jährliche Kanufahrt im Advent zwischen Roßwag und Vaihingen ist ein wahrer Paddelspaß. Und das Gute daran: Das Startgeld von fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder ging wieder zu Gunsten von „wish“ – ein Herzenswunsch für kranke Kinder.
Das zehnte Mal war ja sogar ein kleines Jubiläum. Dem stimmte Chef-Organisator Wolfgang Nagel gerne zu. Dennoch: „Wir haben darauf verzichtet, einen großen Wirbel darum zu machen, schließlich haben bei uns in diesem Jahr alle Veranstaltungen zum zehnten Mal stattgefunden.“ Außerdem werde man im nächsten Jahr etwas mehr klotzen. Der Grund: Die Freiwillige Feuerwehr Vaihingen und das Deutsche Rote Kreuz, Ortsgruppe Vaihingen, die in jedem Jahr unterstützend bei der Heiße-Herzen-Fahrt mithelfen, feiern nächstes Jahr ihren 150. (Feuerwehr) beziehungsweise 75. (DRK) Geburtstag. Zu diesem Anlass wird es unter dem Motto „Enz in Flammen“ eine spezielle Fahrt geben.
Mehr als 80 Paddler nahmen am Samstag an der Heiße-Herzen-Fahrt teil – sehr zur Freude von Wolfgang Nagel: „Die Veranstaltung ist mittlerweile zu einem Markenzeichen von Vaihingen geworden.“ Schließlich mache die Veranstaltung auch Spaß. Und die Strecke sei auch sehr zahm. Nagel: „Für die Strecke von der Einstiegsstelle beim Roßwager Sportplatz bis zur Ausstiegsstelle beim zweiten Wehr in Vaihingen braucht man kein Wildwasser-Spezialist zu sein.“
Erstmals dabei war übrigens Bürgermeister Wilfried Nestle, der sich auf Einladung vom zweiten Vereinsvorsitzenden Jörg Schabram an der Fahrt beteiligte. „So kann ich die Enz auch einmal aus der Nähe erleben und das nicht nur bei Hochwasser“, witzelte Nestle. Außerdem sei es auch nicht so anstrengend wie das Canadierrennen im Rahmen des Vaihinger Straßenfestes. Also zog sich der Bürgermeister eine Weihnachtsmannmütze auf, stieg ins Boot und griff beherzt zum Paddel.
Jugendleiterin Bärbel Fischer erinnerte daran, dass es 2001 so kalt war, dass beim Vaihinger Wehr das Eis zerschlagen werden musste. Im Jahr 2006 hingegen sei man bei 15 Grad gepaddelt.

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