Logistiker DSV will nach Vaihingen

Erstellt: 26. Oktober 2007
Logistiker DSV will nach Vaihingen In das Gewerbegebiet "perfekter Standort" kommt Bewegung.

Vaihingen (elf) – Der dänische Transport- und Logistikkonzern DSV beabsichtigt, auf einer Fläche von acht Hektar im Gewerbegebiet „perfekter Standort“ in Vaihingen einen Logistikbetrieb anzusiedeln. Noch in der ersten Novemberhälfte sollen die Unterschriften unter den Kaufvertrag getätigt werden. Unter Dach und Fach sind seit dieser Woche Verträge mit der Firma Ibek Gerüstbau Vaihingen und der TLC Consulting GmbH aus Essen.

Der DSV-Konzern mit Sitz in Kopenhagen gliedert sich in die drei Unternehmensbereiche DSV Road (Landtransporte), DSV Air & Sea (Luft- und Seefracht) und DSV Solutions (Logistik). Mit rund 19000 Mitarbeitern an über 500 Standorten in 53 Ländern gehört die Gruppe zu den weltweit führenden Anbietern von Transport- und Logistikleistungen bei einem Jahresumsatz von rund 4,3 Milliarden Euro. Alleine in Deutschland ist das Unternehmen an 42 Standorten vertreten und beschäftigt bundesweit rund 2900 Mitarbeiter. Der Unternehmensbereich DSV Road GmbH in Deutschland mit Sitz in Osnabrück beschäftigt über 2300 Mitarbeiter an 27 Standorten. In der DSV Road-Gesellschaft sind die internationale Speditionen Erwin Steinle (Schwieberdingen), Transitas (Kehl) und Frans Maas Deutschland aufgegangen. Der Schwieberdinger Standort firmiert unter dem Namen DSV Stuttgart GmbH & Co. KG. Dort wollte man gestern auf Anfrage unserer Zeitung keine offizielle Stellungnahme abgeben.

Verhandlungen mit Logistiker

„schon sehr weit gediehen“

Auch bei der Stadt Vaihingen hielten sich die Verantwortlichen bedeckt. Weder Oberbürgermeister Gerd Maisch noch Wirtschaftsförderer Thorsten Leupold wollten bestätigen, dass es sich bei dem Interessenten um den DSV-Konzern handelt. Unserer Zeitung liegen allerdings gesicherte Informationen darüber vor. Immerhin ließ OB Maisch durchblicken, dass es sich beim Investor um ein Logistikunternehmen handelt, das sich um eine Fläche von acht Hektar im zweiten Erschließungsabschnitt des „perfekten Standorts“ bemüht. Die Verhandlungen seien „in der Tat schon sehr weit gediehen“. Mit der geplanten Ansiedlung des Logistikers in Vaihingen würden rund 120 Arbeitsplätze entstehen. Die zu erwartenden Verkehrsbewegungen seien in einer Größenordnung von rund 200 Lkw pro Tag angesetzt.

Nachdem Logistiker auf dem „perfekten Standort“ lange Jahre nicht erwünscht waren, fand auf Grund des ausbleibenden Erfolgs in der Vermarktung des Gewerbegebiets nun offenbar ein Umdenken statt. OB Maisch räumt ein: „Die Interessenten, die erste Priorität genießen, sind nicht vorhanden.“ Logistikunternehmen hätten nicht auf Platz eins der Wunschliste gestanden, da diese sehr viel Fläche benötigen und für ein gewisses Verkehrsaufkommen sorgen würden. „Doch wir dürfen nicht ganz so wählerisch sein“, sagt Maisch. Die Ansiedlung eines Logistikers in dieser Größenordnung wäre auch erfreulich für die wirtschaftliche Bilanz der interkommunale Grundstücks- und Projektgesellschaft „perfekter Standort“ mbH. Maisch: „Wir würden dann spürbare Gewinne erzielen, die wir auch für die Schuldentilgung verwenden würden.“

Sozusagen noch feucht ist die Tinte auf zwei Verträgen, die aktuell in dieser Woche unterzeichnet wurden. So wurde ein 5100 Quadratmeter großes Grundstück an die Vaihinger Firma Ibek Gerüstbau verkauft, eine 3700 Quadratmeter große Einheit ging an die TLC Consulting GmbH mit Sitz in Essen.

Übrigens: Wird der Vertrag zwischen dem Logistikkonzern DSV und interkommunalen Grundstücks- und Projektgesellschaft „perfekter Standort“ in den nächsten Wochen unterzeichnet, ist es nötig, den zweiten Abschnitt des Gewerbegebiets zu erschließen. Auf dem ersten, voll erschlossenen Abschnitt ist der Logistiker nicht mehr unterzubringen.

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