Jugendhaus muss Gartenschau weichen

Erstellt: 24. November 2011
Jugendhaus muss Gartenschau weichen Die Tage des Mühlacker Jugendhauses ProZwo sind gezählt. Im Frühjahr soll der gesamte Bürokomplex Wertle abgerissen werden, um Platz für die Gartenschau zu schaffen. Foto: Küppers

Mühlacker (rkü). Das Grünprojekt 2015, auch „kleine Gartenschau“ genannt, wirft in Mühlacker bereits jetzt seine Schatten voraus. Im Hinblick auf die umfangreichen Arbeiten entlang der Enz soll im Frühjahr das ohnehin baufällige Bürogebäude Wertle abgerissen werden. Damit fällt auch das Jugendhaus ProZwo der Abrissbirne zum Opfer. Ein neues Jugendhaus soll ganz in der Nähe entstehen.

Überlegungen für einen Umzug oder Neubau des Mühlacker Jugendhauses gab es bereits seit vielen Jahren. Jetzt sind die Tage des alten Domizils gezählt. Im Frühjahr 2012 steht der Abbruch bevor. Am Dienstagabend einigte sich der Gemeinderat auf einen neuen Standort. Der Neubau soll bis Anfang 2015 stehen. Oberbürgermeister Frank Schneider erklärte, dass als Zwischenlösung eine Unterbringung im früheren badischen Bahnhof an der Bahnhofstraße in Frage komme. Als Kostenobergrenze für das neue Jugendhaus legte der Gemeinderat eine Million Euro fest.

Fünf Nutzer gibt es derzeit noch im alten Bürogebäude Wertle. Dazu gehört das Jugendhaus ProZwo. Der Name leitet sich davon ab, dass der Standort schon beim Einzug im April 1991 als zweites Provisorium angesehen wurde. Dieses hielt beinahe 21 Jahre lang. Neben den Jugendlichen sind noch drei Vereine und die Familienbildung der Volkshochschule in dem früheren Bürokomplex untergebracht. Andere ehemalige Nutzer des Gebäudes haben sich bereits eine neue Bleibe gesucht.

Das Jugendhaus hat sich an diesem zentralen Standort bewährt. Die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Lage mitten in der Stadt und die Nachbarschaft zum Gymnasium sprachen dafür, auch den Neubau wieder in der Nähe zu planen. Im Zug der Vorbereitungen für das Grünprojekt 2015 in Mühlacker boten sich letztlich zwei Standorte für das neue Jugendhaus an. Entweder am östlichen oder am westlichen Ende des Gartenschaugeländes entlang der Enz. Damit sollte zugleich erreicht werden, dass das Gelände mit einem markanten Gebäude einen definierten Endpunkt erhält.

Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für den westlichen Standort in Sichtweite des Mühlehofs und des Gymnasiums, nur wenige Meter vom Erlenbach entfernt. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhaus und die relativ große Entfernung zu Anwohnern waren Pluspunkte für diesen Standort. Ob ein- oder zweigeschossig gebaut wird, ist derzeit noch offen. Auf jeden Fall soll eine Nutzfläche von etwa 450 Quadratmetern erreicht werden. Das ist etwas weniger als die Jugendlichen im bisher genutzten Gebäude zur Verfügung hatten. Weil die ehemaligen Büros aber nicht auf eine Verwendung als Jugendhaus ausgelegt waren, dürfte künftig auch bei etwas geringerem Platzangebot der gleiche Nutzwert vorhanden sein.

Das Grünprojekt 2015 (VKZ berichtete) sieht eine weit greifende Umgestaltung der Flächen an der Enz vor. Der Bereich, der den alten Ort Dürrmenz und das Zentrum der relativ jungen Stadt Mühlacker verbindet, soll zur grünen Mitte werden. An Enz und Erlenbach steht eine Renaturierung bevor. Das neu entstehende Jugendhaus soll im Jahr 2015 zunächst für Zwecke der Gartenschau dienen. Spätestens Anfang 2016 dürfen die Jugendlichen einziehen.

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