Großer Bahnhof für Werner Dippon

Erstellt: 11. Oktober 2008
Großer Bahnhof für Werner Dippon Ministerpräsident Oettinger gratuliert Werner Dippon zum 60. Geburtstag. Foto: Bögel

Enzweihingen (ub) – Die einen bezeichnen ihn als „kleinen Fischer“, die anderen feiern ihn als „glänzenden Musiker“, wieder andere würdigen ihn als eine „Institution in unserer Chorlandschaft“. Aus allen Worten spricht aber eines: Respekt vor den Leistungen von Werner Dippon. Gestern Nachmittag feierte der Chorleiter des Liederkranzes Enzweihingen und Verbandschorleiter mit großem Bahnhof seinen 60. Geburtstag.
Und es standen prominente Namen auf der Gratulationsliste in der Enzweihinger Halle: Ministerpräsident Günther Oettinger, der schwäbische Stardirigent Gotthilf Fischer, der Ehrenchormeister des Schwäbischen Chorverbandes Professor Alfons Scheirle, Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, Dr. Heinz-Werner Schulte. Ministerpräsident Oettinger sollte gestern kurz nach 18 Uhr das Bundesverdienstkreuz an den Illinger Werner Dippon verleihen, doch aus Berlin kam die Ehrung nicht rechtzeitig an. Deshalb lud Oettinger Dippon und den Liederkranz fürs Frühjahr ins Staatsministerium nach Stuttgart ein. Dort gibt es dann die offizielle Auszeichnung.
Oettinger, selbst Mitglied im Liederkranz Enzweihingen, lobte das Geburtstagskind als „kreativ und impulsiv, aber trotzdem als bodenständig und fleißig“. Dippon sei eben ein feiner Kamerad. Und vom Bogen her, von der Vielfalt sei der Liederkranz aus Enzweihingen der beste Gesangverein in Baden-Württemberg. „Der Liederkranz ist ein alter Verein, der aber jugendlich geblieben ist und blüht und gedeiht.“ Dabei habe der Gesangverein die Kultur der Stadt Vaihingen enorm geprägt. Chorleiter Werner Dippon sei weit über Enzweihingen hinaus anerkannt. Oettinger: „Für Enzweihingen, für Vaihingen, für Baden-Württemberg hat er ein tolles Lebenswerk geschaffen.“
Gestern Nachmittag bekam Dippon die höchste Auszeichnung des Schwäbischen Sängerbundes. Der Ehrenchormeister Professor Alfons Scheirle verlieh Dippon, der seit seinem 17. Lebensjahr Musik macht, die Silcher-Nagel-Medaille. Als Chorleiter, so Scheirle, habe Dippon die Liebe zur Musik, das Bewusstsein für den Nutzen von Musik und er sei ein Mittler und Vermittler.
Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch bezeichnete Dippon als „Institution in der Chorlandschaft“. Er habe in vielen Bereichen des Chorgesangs Pionierarbeit geleistet und den Namen der Stadt Vaihingen in die Welt hinaus getragen. Und: „Werner Dippon hat es geschafft, unzählige Menschen mit seiner Begeisterung anzustecken und dem Nachwuchsmangel in der Chorlandschaft entgegen zu wirken.“ Maisch betitelte Dippon als „Botschafter Vaihingens“, gar als „Botschafter Deutschlands“.
Rolf Czudzowitz, Vorsitzender des Chorverbandes Enz, bestätigte Dippon, der seit 1971 den Liederkranz Enzweihingen leitet, ungeheure Professionalität in musikalischen Dingen. „Die Fachkompetenz und der Sachverstand von Werner Dippon sind für den Chorverband unschätzbar.“ Sein großes Plus sei es, Rat und Ideen klar zu vermitteln.
Heinz-Werner-Schulte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg, machte einen besonderen Lebensweg seines Mitarbeiters aus. 1965 erlernte Dippon den Beruf des Bankkaufmanns und blieb der Kreissparkasse bis jetzt treu. Nach dem Posten als stellvertretender Filialdirektor in Vaihingen arbeitet er jetzt am Projekt Leitbild. Schulte: „Ich kenne keinen der 1800 Mitarbeiter unseres Hauses, der einen solchen Bekanntheitsgrad und Sympathiegrad hat wie Werner Dippon.“ Dippon könne gleichermaßen mit Noten und Banknoten umgehen.
In der vom Liederkranz-Vorsitzenden Rolf-Jürgen Dahl moderierten Feier wurde vom gemischten Chor auch jener Chorsatz gesungen, den Dippon vor 38 Jahren in seiner ersten Singstunde in Enzweihingen mit den Sängern einstudiert hat: „Die Abendglocken rufen.“ Spontan gab sich am Freitag mal wieder Gotthilf Fischer: Er dirigierte nicht nur den über 100 Mitglieder zählenden Männer-Projektchor, ein Lieblingskind von Dippon, sondern gleich die ganze Besucherschar in der Enzweihinger Halle. Während einer technischen Pause bei der rund dreieinhalbstündigen Veranstaltung stimmten alle unter dem Dirigat Fischers „Happy Birthday“ an.

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