Erfolg mit Barbie und Ken

Erstellt: 10. März 2014
Erfolg mit Barbie und Ken Die erfolgreichen Barbie- und Ken-Darsteller aus Ensingen. Foto: Bögel

Ensingen (ub). Um 12.37 Uhr vermeldete gestern Moderator Mathias Raidt das Ergebnis: Der TSV Ensingen hat gewonnen – und zwar einen Pokal und 500 Euro. Um dies zu schaffen, mussten die rund 100 Akteure die rosa Brille aufsetzen. Barbie und Ken, das waren die Puppen, die bei dem Gewinnspiel aufgeboten werden mussten.
 Kurz nach 9.30 Uhr zückt Gerhard Ciapura, Vorsitzender des 800 Mitglieder zählenden TSV Ensingen, das Handy. Es ist nicht das letzte Mal an diesem Tag. Ciapura gibt Anweisungen, ruft Firmeninhaber an. Wenige Meter weiter versammelt Norbert Julmi seine Truppe um sich. Das Organisationsteam verteilt ruckzuck die Aufgaben – schließlich will man das „Dream Team“ beim privaten Radiosender Antenne 1 werden.
Man hat sich ausgiebig auf die Aktion am Sonntag in der Forchenwaldhalle vorbereitet. „Wir haben gedacht, dass wir vielleicht die Eselsburg nachbauen müssen oder ein Historienstück vorführen. Wir haben sicherheitshalber sogar ein Pferd besorgt“, erzählt Julmi von den Überlegungen. TSV-Chef Ciapura versuchte dann noch, das Spielgeheimnis telefonisch beim Radiosender zu lüften. Vergebens.
Die Aufgabe, die dann Antenne-Moderator Raidt vorliest, bringt die TSV-Macher schon zum Schlucken. „Das ist schwierig“, sagt Ciapura. Auf den Tag genau vor 55 Jahren wurde in den USA zum ersten Mal die Puppe mit dem Namen Barbara Millicent Roberts, besser bekannt als Barbie, vorgestellt. Sie wurde zur meist verkauften Puppe auf der Welt. Sechs Jahre später tauchte der erste feste Freund auf: Ken.
Und der TSV Ensingen kann jetzt in die Welt der Puppen eintauchen. Innerhalb von drei Stunden muss Barbies rosa Traumhaus entstehen – mindestens vier Meter breit und zweieinhalb Meter hoch. Dazu gibt es 40 rosa Rahmen mit der Beschriftung Ken oder Barbie. Und 20 verschiedene Paare sollen als Ken und Barbie auftreten: als Brautpaar, im Badeanzug, beim Tennisspielen, als Balletttänzer, in Dirndl und Lederhosen, als Bergsteiger.
Um das zu schaffen, haben Ciapura und seine Mitstreiter im Vorfeld bereits entsprechende Firmen informiert. Ottmar Haas von der Zimmerei Frey besorgt die Latten für die Bilderrahmen, Tobias Roser von der Raumausstattung steuert Tücher bei, Werner Schmid kommt mit Pinsel und Farbe in die Forchenwaldhalle. Rita Neff vom Friseursalon, die auch für das Schminken der vereinseigenen Theatergruppe zuständig ist, bringt die Puppenpaare auf Vordermann. Ortsvorsteher Werner Rohloff packt dort an, wo seine Hilfe gebraucht wird.
Im Herbst 2013 hat der Radiosender beim TSV-Vorsitzenden Ciapura angerufen und angefragt, ob der Verein beim „Dream Team“-Spiel mitmachen will. Man sagte zu und erlebt jetzt ein Gaudi.
Deutlich vor der Zeit ist klar, alle Voraussetzungen für den Sieg sind geschaffen. „Die Ensinger sind unheimlich kreative Leute“, freut sich Gerhard Ciapura. Es machen auch viele mit, die nicht Mitglied beim TSV sind. Ciapura: „Es ist schon unglaublich, was heute auf die Beine gestellt wurde.“ Und auch Radiomoderator Raidt lobt die Truppe in der Forchenwaldhalle: „Ihr seid auf jeden Fall das größte Dream Team in diesem Jahr.“ Nur eines ärgert TSV-Chef Ciapura ein wenig: Zeit, um auf dem Radiosender den Verein und den Ort vorzustellen, bleibt kaum.

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