Chance für Fahrradbahn?

Erstellt: 24. November 2012
Chance für Fahrradbahn? Gibt es doch noch einen Radweg auf der alten WEG-Trasse? Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Ein Fahrradweg auf der 2002 stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleinglattbach und Enzweihingen rückt wieder in den Fokus der Diskussion. In seiner Rede zur Einbringung des Haushalts 2013 hob der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch das Thema auf den Plan.
 Im kommenden Jahr liegt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur S-Bahn-Verlängerung vor. Wie sich die S-Bahn-Linie 5 von Bietigheim-Bissingen nach Vaihingen erweitern lässt, wollen der Verband Region Stuttgart und die Kommunen Bietigheim-Bissingen, Sachsenheim, Sersheim und Vaihingen wissen. Die Expertise soll beleuchten, wie die 14 Kilometer lange Strecke ausgebaut werden müsste, damit neben den Regionalzügen auch die S-Bahnen verkehren könnten. Innerhalb der Machbarkeitsstudie ist auch die alte WEG-Trasse ein Untersuchungsgegenstand.
„Sollte keine Schienennutzung möglich sein, würde die Nutzung als Radweg die Attraktivität der Stadt erhöhen“, sagte jetzt Oberbürgermeister Maisch bei seiner Etatrede. Ohne eine Bahnnutzung sei ein Radweg die richtige Entwicklung.
Im September 2009 gab es in der Geschichte der Stadt Vaihingen den ersten Bürgerentscheid zu diesem Thema. Das Resultat: In den nächsten drei Jahren wird kein Radweg auf der stillgelegten Bahntrasse gebaut. 8487 Wahlberechtigte stimmten damals bei der Frage, ob eine Fahrradbahn gebaut wird, mit Nein, 6227 mit Ja. Damit hatte die Initiative „Fahrradbahn“, die über ein Bürgerbegehren den Bürgerentscheid erzwang, ihr Ziel nicht erreicht. 42 Prozent der Wähler waren für den Radweg auf der drei Kilometer langen Trasse, 58 Prozent dagegen. Die Wahlbeteiligung beim ersten Bürgerentscheid lag am 27. September 2009 bei knapp 73 Prozent.
Gedanken machte sich der Vaihinger Oberbürgermeister bei der Einbringung des Haushalts am Donnerstagabend auch über eine Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts. „Leider entwickeln sich die ausgewiesenen innenstadtnahen Standorte nicht so, wie es wünschenswert wäre.“ Das Einzelhandelskonzept müsse deshalb auf den Prüfstand: „Denn es soll ja die Entwicklung von Grundstücken fördern und nicht den Stillstand bei den wichtigen Großflächen.“ Damit hob Maisch auf das Areal zwischen der Graben- und Friedrichstraße ab, das schon seit Jahren in der Diskussion für eine Neunutzung steht.
Neben dem Bau einer neuen Sporthalle in Vaihingen machte sich Maisch auch stark für Freisportflächen. „Ich sehe den Bedarf eines Sportplatzes mit guten leichtathletischen Anlagen für die Schulen und Vereins eines Mittelzentrums und Schulstadt wie Vaihingen.“ Eine Lösung sei aber sicherlich nur im Zusammenwirken von Stadt und Vereinen möglich. Für eine Sporthalle ist im Etat 2013 bereits eine Planungsrate vorgesehen, in der mittelfristigen Finanzplanung weitere Gelder.

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