Sonntag, 21. September 2014

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Die VKZ, ein Stück Heimat zum Anfassen

Mitten in Vaihingen hat die VAIHINGER KREISZEITUNG am Marktplatz ihren Sitz. Seit 1830 versorgt die Heimatzeitung ihre Leserschaft mit Nachrichten aus der Heimatregion. Die VKZ informiert aktuell, umfassend und zuverlässig - für die Sesshaften stellt sie ein Stück Heimat „zum Anfassen“ dar, den Neubürgern ermöglicht sie Orientierung und Identifikation. Der Raum zwischen den Zentren Pforzheim und Stuttgart (Enzkreis und Kreis Ludwigsburg) ist das Tätigkeitsfeld unserer Lokalredaktion, die in Wort und Bild ausführlich über politische, kulturelle und sportliche Ereignisse berichtet.
Die Kreisreform 1972/73 brachte zwar die Auflösung des Landkreises Vaihingen, ohne dass gewachsene Verbindungen zwischen dem badischen und württembergischen Landesteil abgerissen wären.
So hat der allererste Zeitungstitel „Grenz-Bote, Amts- und Intelligenzblatt für die Oberämter Vaihingen und Maulbronn“ immer noch Gültigkeit, auch wenn er später in „Der Enz-Bote“ und 1968 in „Vaihinger Kreiszeitung“ geändert wurde. Die Vaihinger Kreiszeitung will nahe am Leser sein; neben der aktuellen Information wird bei der VKZ der Aktions-Journalismus gepflegt. Ein Höhepunkt der Veranstaltungen ist dabei seit vielen Jahren die sommerliche „VKZ-Tour“ für Radler und Wanderer.
Nach verschiedenen redaktionellen Kooperationen begann 1974 die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den „Stuttgarter Nachrichten“, ohne dass davon die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Familienunternehmens berührt ist. Von den STN wird der überregionale Teil der Zeitung, der so genannte Mantel, auch heute noch bezogen. Der Lokalteil wird komplett in Vaihingen konzipiert und produziert.
Die Heimatzeitung (auch Amtsblatt des Landkreises Ludwigsburg und des Enzkreises) wird seit Mitte 1996 in einem elektronischen Redaktionssystem erstellt und auf einer Offset-Vierfarb-Rotationsmaschine im Druckhaus Waiblingen gedruckt.
Die VKZ hat eine Auflage von täglich rund 9000 Exemplaren, die zu 99 Prozent den Abonnenten direkt ins Haus geliefert werden. Zum Verlagsprogramm gehört seit vielen Jahren das „Wochenblatt + Sachsenheim Post“, integriert darin ist das „Amtsblatt der Stadt Vaihingen“. Und einem auf Kommunikation spezialisierten Unternehmen steht es auch gut an, dass unter dem Dach des Verlagshauses seit 1976 das VKZ-Reisebüro angesiedelt ist.



VKZ-Geschichte in Stichworten

altes Gebäude der Vaihinger-Kreiszeitung
neues Gebäude der Vaihinger-Kreiszeitung

1829/30 beginnt der Drucker Carl Burkhardt seine Verleger-Laufbahn in Vaihingen und gründet eine Zeitung, die zweimal pro Woche erscheint („Grenz-Bote“). Die älteste nachweisbare Ausgabe datiert vom 1. Januar 1831.  Dort heißt es: „Wiederum ist nun ein Jahr verflossen und ein neues beginnt an dem der rüstige Grenz-Bote jede Woche zweimal seine Gaben reicht...“ Daraus kann geschlossen werden, dass die Zeitung schon 1830 erschien.

1848 erwächst mit dem „Vaihinger Tagblatt“ eine Konkurrenz. Das
Blatt erscheint ab 1849 unter dem Titel „Die Landpost“.

1849 nennt Burkhardt seine Zeitung den „Enz-Boten“. 1852 wird das Erscheinen eingestellt, da die wirtschaftliche Grundlage immer kleiner wird.

1854 erscheint die Zeitung wieder, nun im Verlag D. K. Keyl. Sie heißt zunächst der Erzähler, ab 1855 „Der Enz-Bote“. Die Zeitung erhält den Untertitel „Amtsblatt der Stadt Vaihingen“. Mit der „Landpost“ besteht eine Dauerfehde.

1862 übernimmt der Redakteur Geo Haid den „Enz-Boten“.

1891 verkaufen Haids Erben Druckerei und Verlag an C. Carle, unter dessen Regie der „Enz-Bote“ einen Aufschwung nimmt.
1902 erscheint die Zeitung viermal pro Woche, ab 1907 an jedem Werktag.

1919 kauft der Druckereibesitzer Adolph Hoerger den „Enz-Boten“ und auch die „Landpost“. Er muss aber schon nach vier Monaten aufgeben.

Der Druckereibesitzer und Verleger Wilhelm Wimmershof kauft beide Blätter und vereinigt sie 1922 zum „Enz-Boten“.

Am 7. April 1945 erscheint die letzte Nummer des „Enz-Boten“.

1949 erhält der Verleger Wimmershof wieder eine Lizenz; die Zeitung kann wieder erscheinen. Der Aufbau wird vor allem von Dr. Wolfgang Wimmershof, Sohn von Wilhelm Wimmershof, vorangetrieben. Neben der Zeitung gibt es am Marktplatz in Vaihingen eine Verlagsdruckerei, in der vielfältige Publikationen hergestellt werden.

1966 wird der „Enz-Bote“ in „Vaihinger Kreiszeitung“ umbenannt.

Bis 1971 wird die VKZ in Vaihingen gedruckt, danach bei Z-Druck in Sindelfingen. Das Format wird größer.

1974 bezieht die Zeitung den „Mantel“ (überregionaler Teil) von den Stuttgarter Nachrichten (vorher NWZ in Göppingen).

1987 erwirbt die Verlegerfamilie Villinger aus Waiblingen eine Mehrheitsbeteiligung. Geschäftsführer in Vaihingen wird Ottmar Gauß.

2005 übernimmt die Familie Villinger alle Anteile. Zum 175-jährigen Bestehen erscheint eine Sonderausgabe.

Als Geschäftsführer in Vaihingen fungiert ab 2006 Helmut Schürmann. Weiterer Geschäftsführer ist Hartmut Villinger.


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