Freitag, 25. Mai 2012

Der Schuh drückt schon, bevor die Saison losgeht




24/09 2010

Der Schuh drückt schon, bevor die Saison losgeht

Baba
Auf Center Clemens Beisel (Mitte) lastet in dieser Saison noch mehr Verantwortung. Sollte Spielertrainer Thomas Gabriel (rechts) wegen seiner Rückenprobleme länger ausfallen, muss Beisel die Hauptlast der Arbeit unter den Körben tragen. Foto: Lämmle

Vaihingen (nac). Die Landesligasaison hat für die Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim noch nicht einmal angefangen, da drückt der Schuh schon wieder vorne und hinten. Die Vorbereitung lief nicht optimal. Spielertrainer Thomas Gabriel fällt mit Rückenproblemen aus. Und beim ersten Spiel in Eltingen fehlt die komplette Startformation.

Dennoch blickt Gabriel zuversichtlich in die Zukunft: „Wir stehen besser da als in der letzten Saison. Wir haben mehr Alternativen auf der Bank sitzen.“ Vor allem die beiden Neuen, Benjamin Thiede (TSV Malmsheim) und Markus Jelden (Wiedereinsteiger), haben einen guten Eindruck hinterlassen. „Benny Thiede arbeitet sehr gut beim Rebound und ist ein guter Dreierschütze“, lobt Gabriel. „Und Markus Jelden ist ein großer Kämpfer. Er hängt sich voll rein. Außerdem trifft er gerade sehr gut aus der Distanz.“ Er sei eine echte Alternative zu Alexander Stindl in der Startformation. Gabriel: „Es ist gut, dass wir jetzt sogar die Wahl haben, wer startet.“ Und Thiede hat durch den Ausfall des Spielertrainers seinen Startplatz unter den Körben so gut wie sicher.

Doch auch die etablierten Spieler bei der BSG Vaihingen/Sachsenheim haben wieder Blut geleckt. Stindl und Center Clemens Beisel beispielsweise trainieren wieder mehr als im vergangenen Jahr. Gabriel: „Beide waren im Training zuletzt wieder stärker. Man hat gemerkt, dass sie motivierter sind.“ Und auch Michael Jelden habe einen großen Sprung in seiner Entwicklung nach vorne gemacht. Er traue sich mehr zu und „legt sicher ab, wenn er mal zum Korb zieht“ (Gabriel).

Schwer wiegt dagegen der Ausfall von Spielertrainer Gabriel, der zusammen mit Beisel (20,1 Punkte) und Guard Chris Pichl (22,4 Punkte) in der vergangenen Saison die Hauptlast im Angriff trug (19,1 Punkte). Ihn plagen Rückenprobleme. „Wenn ich nur 80 Prozent mitspiele, habe ich keine Probleme. Doch wenn ich an meine Leistungsgrenze gehe, bekomme ich Probleme in der Hüfte. Und es wird nicht besser“, erklärt Gabriel. „Außerdem habe ich immer noch eine Zehenheberschwäche. Deshalb traue ich mich auch nicht zu trainieren.“ Wann er zurückkehren wird, ist noch offen. Erst Anfang Oktober hat er die nächste ärztliche Untersuchung.

Wie sich der Ausfall auswirken wird? „Ich falle aus. Dafür haben wir zwei Verstärkungen bekommen. In der Summe ist es hoffentlich besser“, antwortete Gabriel. Doch neben dem Spielertrainer stehen am Sonntag (17.30 Uhr) beim ersten Saisonspiel beim TSV Eltingen auch Stindl (Urlaub), Beisel (beruflich verhindert) und Thiede nicht zur Verfügung. Gabriel: „Praktisch fällt die gesamte erste Fünf aus.“ Auch ein Antrag auf Verlegung wurde von Staffelleiter Frank Neumann abgelehnt, obwohl auch die Eltinger einverstanden waren. Gabriel: „Formal hat Neumann wahrscheinlich recht. Aber sportlich ist es einfach falsch.“ Die Spielverlegung war rechtzeitig beantragt. Nur ein Ausweichtermin konnte nicht benannt werden, da der Organisator der Hallenzeiten in Eltingen zu dem Zeitpunkt im Urlaub war. „Dabei hatten wir dann einen Ausweichtermin im November gefunden“, berichtet Gabriel.

In Eltingen treffen eventuell zwei Aufstiegsaspiranten aufeinander. Vaihingen spielt schon seit mehreren Jahren immer wieder oben mit. Gabriel: „Von der Spielstärke haben wir Chancen aufzusteigen.“ Und auch Eltingen hat sich in diesem Jahr den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben. „Und wenn das nicht klappt, dann zumindest ein Platz im oberen Drittel“, sagt Eltingens Abteilungsleiter Hessam Khorassani. Doch auch die KSG Gerlingen wird von den meisten Experten als heißer Kandidat für den Titel angesehen.




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