Württemberg fehlen beim Ländervergleich 0,5 Punkte zum Sieg
22/09 2010
Württemberg fehlen beim Ländervergleich 0,5 Punkte zum Sieg
Oberderdingen (js). Mehr als 180 junge Leitathleten aus Württemberg, Bayern und Hessen traten zu einem Ländervergleichswettkampf der Schüler A in Oberderdingen an. Für die jungen Wettkämpfer war der Wettbewerb einer der großen Saisonhöhepunkte.
Eigentlich zählt der SV Oberderdingen auch so zu den aktiveren Vereinen in der Leichtathletik. Natürlich kann er nicht ganz mit den Großen mithalten, doch jedes Jahr werden Sportfeste im Jugendbereich angeboten, die mit Teilnehmerzahlen im mittleren Hunderterbereich aufwarten können. Im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens sollte es aber noch einmal etwas ganz Besonderes für die eigenen Mitglieder sein. Nur was? Dieses Problem hing lange in der Luft, bis man entdeckte, dass sich kein Ausrichter für den Ländervergleichswettkampf der Schüler A zwischen Württemberg, Bayern und Hessen gefunden hatte. „Also haben wir eine Bewerbung an den Württembergischen Leichtathletikverband (WLV) geschickt. Und schon zwei Wochen später hatten wir die Zusage“, freut sich Organisatorin Michaela Kallenbach immer noch.
„WLV? Oberderdingen? Das liegt doch im Landkreis Karlsruhe“, werden sich jetzt vielleicht einige Leser fragen. Auch darauf hat Michaela Kallenbach eine Antwort parat: „Wir starten traditionell schon immer im Enzkreis, und der gehört schon immer zum WLV.“ Zwar seien in der Vergangenheit einige Vereine in der Grenzregion nach Baden gewechselt. Doch in Oberderdingen hat man eigentlich nur kurz darüber nachgedacht. „Es hieß damals, dass ein gemeinsamer baden-württembergischer Verband kommt. Um dann nicht gleich nochmals wechseln zu müssen, sind wir eben beim WLV geblieben“, so Kallenbach. Und mit einem Augenzwinkern fügt sie an: „Auf den gemeinsamen Verband warten wir bis heute, deshalb starten wir immer noch in Württemberg.“
Der Ländervergleichswettkampf war am Ende dann nicht nur für die vielen Vereinshelfer und die Zuschauer eine schöne Veranstaltung. Ein Lokalmatador nutzte seinen Heimvorteil auch optimal. Das Oberderdinger Talent Dennis Späth startete über 100 Meter und im Weitsprung und ließ beide Male die komplette Konkurrenz hinter sich. Trotz recht kühler Temperaturen am ersten Tag blieb er in 11,44 Sekunden sogar nur acht Hundertstel Sekunden über seiner diesjährigen Bestleistung. Im Weitsprung haute er im vierten Versuch einen raus und überbot seine bisherige Bestmarke mit 6,47 Metern um gleich elf Zentimeter. Weniger hätte allerdings auch kaum zum Sieg gereicht. Denn Julian Hoffmann (Bayern) folgte mit nur vier Zentimetern Abstand. Tim Nowak, bislang weitengleich mit Späth WLV-Bester, landete mit 6,32 Metern auf dem dritten Platz.
Obwohl Dennis Späth vor heimischer Kulisse die Maximalpunktzahl zwölf für den WLV einfuhr, reichte es am Ende ganz knapp nicht zum Sieg. Mit einem halben Punkt Vorsprung setzten sich die Bayern (185,5 Punkte) in einem spannenden Wettkampf gegen Württemberg (185) durch. Hessen landete mit nur wenig Respektsabstand (181,5) auf dem dritten und damit letzten Rang.
