Schüle sieht Sersheim in der Favoritenrolle
17/09 2010
Schüle sieht Sersheim in der Favoritenrolle
Oberriexingen (sv). Nach dem Aufstieg des TSV Oberriexingen in die Fußball-Kreisliga A 3 kommt es am Sonntag erstmals seit drei Jahren wieder zum Derby zwischen der Schüle-Elf und dem VfR Sersheim. Beim Aufsteiger rechnet man trotz besseren Tabellenplatzes mit einem Sieg der gastgebenden Sersheimer.
Wenn am Sonntag der TSV Oberriexingen beim VfR Sersheim aufläuft, kommt es gleich in zweierlei Hinsicht zum Nachbarschaftsduell. Zum einen geografisch, da die beiden Orte nur gut fünf Autominuten trennen. Zum anderen auch sportlich, da der TSV Oberriexingen nach einem Sieg und einem Unentschieden auf Rang sechs der Tabelle und damit zwei Plätze vor dem VfR Sersheim steht.
Das geografische und tabellarische Nachbarschaftsduell verspricht Interessantes. Tatsächlich ist es eine Weile her, seitdem der VfR und der TSV sich in einem Pflichtspiel gegenüberstanden. Damals, am 15. April 2007, triumphierte Oberriexingen daheim gegen Sersheim mit 7:2. Dennoch waren es am Ende der Saison die Mannen des VfR, die dank eines zweiten Tabellenplatzes per Aufstiegsrelegation das Ticket in die Kreisliga A 3 lösten. Oberriexingen schloss die Saison damals auf Platz elf ab.
Glaubt man Oberriexingens Trainer Wolfgang Schüle, werden auch am Ende der laufenden Spielzeit die grün-weißen Platzherren vor seinen Gelb-Schwarzen stehen. „Sersheim war in der Vorsaison noch Dritter. Da sollte man zumindest den Anspruch haben, das erneut zu erreichen“, formuliert Schüle und zieht ein deutliches Fazit: „Wir haben andere Ziele als der VfR.“
Daher ist die Marschroute für Sonntag auch klar: Sersheim ist Favorit, Oberriexingen eben nicht. Spannend könnte die Sache allerdings werden, wenn beide Teams wie zuletzt mit mangelnder Chancenverwertung glänzen. Der VfR Sersheim hat zwar die ersten beiden Saisonspielen jeweils beherrscht, allerdings nur einmal die Punkte mitgenommen. Im Heimspiel gegen die SpVgg Besigheim kamen die Mettertaler nicht einmal vom Elfmeterpunkt zum Treffer. Eine Woche später in Bönnigheim vergaben die Sersheimer erneut Torchance um Torchance, bevor sie in der 89. Minute das 1:0 von Joker Claudio Scacchetti erlöste – und der VfR letztendlich mit 2:0 siegte.
Auch beim TSV Oberriexingen läuft es vor dem Tor noch nicht rund. „Im Moment trifft nur einer“, weiß Trainer Schüle und spricht dabei von Benjamin Langhans, den er auch mal gerne als „Ausnahmestürmer“ bezeichnet. Spielerisch überzeugt haben die anderen Offensivkräfte wie Patrick Schüle, Gökhan Yerlikaya oder die Zugänge Danny Decker, der aus der eigenen Jugend kam, und Stefan Bachmann, ehemals beim VfB Vaihingen. „Aber die suchen halt noch das Tor“, nimmt’s Schüle gelassen.
Angst, dass die Sersheimer den Braten riechen und sich in der Abwehr besonders auf Langhans konzentrieren könnten, hat Schüle jedoch nicht. „Dann ergeben sich eben anderweitig Lücken“, sagt der Trainer – und vielleicht treffe dann auch mal ein anderer. „Wir ändern das System nicht für den Gegner. Wir spielen das, was wir können und mit dem wir seit Langem erfolgreich sind“, wird Schüle deutlich.
Personell herrscht in Oberriexingen zudem eitel Sonnenschein. Nur Michael Hoppe, der für ein paar Wochen in England ist, steht in Sersheim nicht zur Verfügung. Kevin Streicher ist nach Verletzung wieder dabei und Dominik Bauer, den Schüle vor Wochenfrist gegen Illingen noch auf eigenen Wunsch ausgewechselt hat, ist ebenfalls einsatzbereit.
Apropos SV Illingen: Die Elf von Thomas Fritsch muss am Wochenende gegen 08 Bissingen II ran. Einen Punkt traut Schüle dem Gegner der vergangenen Woche zu: „Allerdings ist das schwer einzuschätzen, weil man nie weiß, ob die Bissinger nicht jemanden aus dem Verbandsligakader in der zweiten Mannschaft spielen lassen.“
Zudem treffen am Sonntag mit dem TSV Phönix Lomersheim und der SpVgg Besigheim die beiden Teams aufeinander, die noch ohne Punktverlust da stehen. Analog dazu kommt es zwischen dem SV Freudental und dem TSV Bönnigheim zum Duell der (bislang) Sieglosen. Der FV Kirchheim empfängt die SpVgg Bissingen und in Gemmrigheim gibt es für Jens Bayerdörfer und Tony Schreiber ein Wiedersehen mit ihrem alten Verein TSV Kleinsachsenheim. Los geht’s auf allen Plätzen um 15 Uhr.
